| Der dritte Mann |
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Autor: |
Greene Graham |
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Produktion: |
RB 1950 |
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Regie: |
Klaus-Dieter Klingberg, Carol Reed |
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Bearbeitung: |
Klaus-Dieter Klingberg |
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Musik: |
Anton Karas |
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Länge: |
60 |
Mitwirkende: |
Anna Schmidt: Elisabeth Ried
Holly Martins: Wolfgang Lukschy
Major
Calloway: Hans Nielsen
Harry Lime: Friedrich Joloff
Baron Kurtz: Ernst
Deutsch
Dr. Winkel: Erich Ponto
Popescu: Siegfried Breuer
Hausmeister:
Paul Hörbiger
Zitherspieler: Anton Karas |
Inhalt: |
Kurz nach dem Krieg, 1949, kam ein Film in die Kinos, von dem Presse und
Filmfreunde gleichermaßen begeistert waren: »Der dritte Mann«. Wer kennt nicht
das »Harry-Lime-Thema«, diese simple Melodie, die über Nacht zum Weltschlager
wurde und den unbekannten kleinen Heurigen-Spieler aus Wien zum berühmten Mann
macht? Greene, der zuerst das Drehbuch und danach den Roman verfaßte, beschreibt
die Suche nach dem zwielichtigen Harry Lime im kriegszerstörten Wien und
offenbart auf brutale Weise die "Wüsteneien der Seele und seine Obsessionen von
Liebe, Sex, Autorität, Gott, den paradoxen Naturen der Wahrheit Ehre, Kraft,
Güte und Sünde", wie es in einer Kritik der New York Times hieß.
Obwohl die
"Rembrandts auf dem Sperrmüll" rar geworden sind, gibt es ihn immer noch, den
Glücksfund in der Abstellkammer. Im hintersten Winkel des Schallarchivs von
Radio Bremen wurde ein Band entdeckt, das, glücklich allen Archivbereinigungen
entgangen, sich als einzigartige Hörspielrarität herausstelle. Der
Original-Soundtrack der deutschen Fassung des legendären Kinoklassikers »Der
dritte Mann«, durch geringfügige Kürzungen und Einfügungen (eines Erzählparts)
hörspieltauglich gemacht. Der Filmproduzent Alexander Korda hatte 1950 das
Material Radio Bremen zur Bearbeitung überlassen für einen »Hörfilm«. Was damals
ein Experiment war, ist inzwischen hörspielstilistisches Repertoire, doch so
wortwörtlich ist »Hör-Film« nie wieder genommen worden. Und tatsächlich - die
Ohren öffnen die Augen, die Wörter transportieren die Bilder - auch die längst
vergessen geglaubten: Erich Ponto ist jener verschwiegen steinerne Dr. Winkel,
Siegried Breuer ist der ölig lächelnde Popescu, Ernst Deutsch der stumm-steife
Baron Kurtz, Paul Hörbiger der vielsagend kehrende Hausmeister . . . die »Möada«
kreischende Kinderstimme hat plötzlich wieder ein Mondgesicht unter der Mütze
und das Geräusch von eilenden Schritten wirft Riesenschatten auf die Straße ...
vielleicht funktioniert das ja alles so nur beim x-mal gesehenen »Dritten Mann«.
Aber daß es funktioniert und wie es funktioniert ist überraschend, spannend und
vergnüglich zu erleben, trotz oder wegen der kratzigen Lichttonspur von 1949.
Allein am Ende, da wo der Film keine Wörter mehr hat und nur noch die
Schritte von Allda Valli, der Jeep von Trevor Howard und das Streichholz von
Joseph Cotton zu hören sind, hängen die Bilder über im Kopf. Das »Hörspiel«
endet mit Holly Martins hallendem Todesschuß auf Harry Lime in der
Kloakenkatakombe von Wien. Und dann die Zither von Anton Karras ... und alle
Bilder noch einmal. |
Bemerkungen: |
Wie es schon der Sender in der Inhaltsbeschreibung beschrieb, die Bilder werden
lebendig. Allerdings nur dann, wenn man den Film kennt, für einen Neuling werden
zwar andere, aber kein Gesamtbild entstehen. Denn dieser Hörfilm funktioniert
nicht so gut, wie man es sich wünscht. Der Erzählpart ist recht dünn und genügt
kaum, der Story Herr zu werden.
Zudem schmälert die schlechte Tonqualität den
Hörgenuss doch beträchtlich.
Als recht einzigartiges Hörspieldokument
empfehlenswert. Wer aber wert auch den Inhalt legt, sollte sich lieber (nochmal)
den Film ansehen |
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