| Der Fleischgott |
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Autor: |
Daniel Goetsch |
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Produktion: |
WDR 2007 |
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Regie: |
Christoph Kalkowski |
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Länge: |
54 Min. |
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Mitwirkende: |
Tina: Caroline Peters
Tom: Max Hopp
Minski: Axel Wandtke |
Inhalt: |
Tom und Tina, zwei junge, erfolgreiche Akademiker, wollten eigentlich nur Urlaub
in der Sonne machen. Und Toms Jugendfreund treffen, Minski, der dauerhaft in dem
nordafrikanischen Land lebt, das Tom und Tina sich als Reiseziel ausgesucht
hatten. Aber dann läuft etwas schief. Bei einem Abstecher zu antiken Ruinen in
der Wüste werden sie von drei Männern überwältigt. Tom und Tina finden sich in
einem Bunker wieder bei Wasser und Grießbrei. Sie wissen nicht, was mit Minski
geschehen ist, und rätseln über die Absichten ihrer Entführer, die sich
allmählich als der Kleine, der Schwarze und der Dicke entpuppen. Immer wieder
versuchen Tom und Tina zu rekonstruieren, wie es dazu gekommen ist. Wann und wo
sie einen Fehler gemacht haben. Sie tappen durch eine Vorgeschichte, die genauso
mehrdeutig ist wie ihre Gegenwart. Verfolgen ihre Entführer politische Absichten
oder geht es nur um Geld? Was hat es mit den Verhören auf sich? Warum erhalten
sie eine Bibel? Und wer werden sie sein, falls sie überleben?
Daniel
Goetsch, geboren 1968 in Zürich, hat mehrere Romane und Theaterstücke
veröffentlicht. Für seinen neuen Roman "Ben Kader" (2006) wurde er mit dem
Werkjahr des Kantons Zürich ausgezeichnet. Goetsch lebt derzeit in
Berlin.
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Bemerkungen: |
Die Info des Senders klingt vielversprechend - Leider kann das Hörspiel dieser
Ankündigung nicht ganz gerecht werden. Sicherlich es gibt einige Passagen und
Bereiche, die richtig gelungen sind - dies reduziert sich allerdings auf die
Darstellung der psychischen Auswirkungen der Gefangenschaft auf die
Protagonisten. Alle anderen Aspekte bleiben leider zu sehr im Hintergrund und so
hinterlässt das Hörspiel den Eindruck, an diesen Punkten nicht ganz rund zu
sein. Natürlich kann dies die künstlerische Absicht sein, auf mich hat es aber
eher als Mangel gewirkt.
Das Martyrium der Inhaftierten wird allerdings
wirklich beeindruckend real in Szene gesetzt. Man sollte sich da auch nicht von
dem mehr als schrecklichen Titelsong abschrecken lassen und dem "Fleischgott"
seine Chance einräumen.
Nichts für jedermann, aber wer einmal die
eingetrampelten Hörspielpfade verlassen möchte, der sollte hier einmal
reinhören. |
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