| Der Gesang des Muezzin |
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Autor: |
Percy Kemp |
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Produktion: |
WDR 2005 |
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Regie: |
Norbert Schaeffer |
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Bearbeitung: |
Norbert Schaeffer |
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Mitwirkende: |
Boone: Christoph Eichhorn
Briggs: Hans Peter Hallwachs
Maria: Meriam
Abbas
Maltravers: Peter Fitz
Lady M.: Susanne Barth
Masri: Peter
Fricke
Dorothy: Doris Plenert
Brahim: Heinrich Giskes
Ghali: Ernst
August Schepmann
Chawaribi: Juan Carlos Lopez
Wilson: Bernd
Kuschmann
Bosmann: Andreas Grothgar
Damiano: Michael Evers
Salim:
Wolf-Dietrich Sprenger
Aref / 2. Mann: Rudolf Kowalski
Hamid / 1. Mann:
Rainer Homann
Abdallah / 3. Mann: Horst Mendroch
Fahrer / Kopte: Navid
Akhavan
Bakri / Kellner: Gandi Mukli
Oumm: Ilse Strambowski
Issawi:
Sigrid Burkholder
Toledano: Matthias Ponnier
Barkeeper: Frank
Albrecht
Mohieddine / Pförtner: Mohammed Saleh Ahmed
Bilal, Muezzin der
Moschee von Embaba: Yosemeh Adjei |
Inhalt: |
Der Spion Harry Boone wird von Beirut nach Kairo versetzt. Dort erfährt er von
einem Friedensmarsch gläubiger Moslems aus aller Welt mit dem Ziel Jerusalem.
Initiiert hat ihn Bilal, der junge Muezzin mit der charismatischen Stimme, der
Tag für Tag vom Minarett der Kairoer Kit Kat-Moschee zum Gebet aufruft. Vor
allem die USA und Israel zeigen sich sichtlich beunruhigt. Unterdessen versuchen
die Islamisten, Bilals Bewegung umzupolen und ihr eine radikale Richtung zu
geben. Sie erhoffen sich, damit den verhassten Saudis Probleme zu schaffen. Ein
CIA-Spezialist will den Friedensmarsch stoppen und die Ermordung Bilals durch
Islamisten lancieren. Boone soll ihm dabei helfen. Das Schreckensszenario, das
CIA und der israelische Botschafter in Kairo vor Boone auszubreiten versuchen,
fordert Boone zu eigenen Initiativen heraus. Der Tag der geplanten Pilgerfahrt
rückt immer näher und die Verunsicherung unter den Gläubigen wächst. "Der Gesang
des Muezzin" ist nicht nur ein spannender Spionagefall. Das Hörspiel setzt sich
ebenso mit der politischen Instrumentalisierung vermeintlicher Gefahren aus
Nahost auseinander. |
Bemerkungen: |
Percy Kemp legt hier nicht nur einen der üblichen Spionagethriller vor, die
Story hat auch ordentlich Tiefgang und zeichnet ein sehr reales Bild der Politik
und Gesellschaft im Nahen Osten. Die Geschichte verliert sich allerdings zu
Anfang etwas in Kleinteiligkeiten, die für den Plot nicht wirklich wichtig sind.
Hier wäre ein etwas gradliniger Verlauf sicherlich der Hörbarkeit zu Gute
gekommen.
Gegen Ende nimmt die Qualität der Geschichte noch mal zu.
Allerdings ändert sich der Erzählstil im Finale etwas, was dann doch sehr
gehetzt wirkt.
Die Umsetzung ist weitestgehend gut gelungen, ein bisschen
nervt allerdings die immer wiederkehrende gleiche Gebetszeile Bilals, da hätte
etwas Abwechslung gut getan.
Lichtpunkte sind die Sprecher, insbesondere
Hans-Peter Hallwachs macht gibt hier eine glänzende Vorstellung ab.
Ein
Hörspiel mit Höhen und Tiefen in einer soliden, wenn auch nicht makelfreien
Umsetzung. Die Geschichte an sich ist allerdings auf jeden Fall ein Ohr wert. |
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