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Gruselkabinett (28 & 29) - Der Glöckner von Notre Dame |
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Autor: |
Victor Hugo |
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Produktion: |
Titania Medien 2008
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Regie: |
Stephan Bosenius und Marc Gruppe |
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Bearbeitung: |
Marc Gruppe |
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Länge: |
127 Min. |
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Mitwirkende: |
Roland Hemmo, Udo Schenk, Christian Stark, Tommy
Morgenstern, Kristine Walther, Julien Haggège, Patrick Bach,
Matti Klemm, Anita Lochner, Eva-Maria Werth, Jochen Schröder,
Kaspar Eichel, Inken Sommer, Wilfried Herbst, Bodo Wolf, Ilona Otto,
Philine Peters-Arnolds, Gisela Fritsch und Uwe Büschken.
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Inhalt: |
Victor Hugos berühmter Roman
über menschliche Schicksale im Schatten der großen
Kathedrale Notre-Dame ist in der neuen Hörspiel-Version von
Titania Medien wahrlich hochspannendes Kino für die Ohren.
Viele bekannte Synchronschauspieler, die sonst großen
Hollywood-Stars ihre Stimme leihen, hauchen den Charakteren des
dramatischen Geschehens um den missgestalteten Glöckner
Quasimodo und die junge Zigeunerin Esmeralda pralles Leben ein.
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| Bemerkungen: |
Die Lobeshymnen der Vorgängerfolgen sind
noch im
Ohr, da legen Stephan Bosenius und Marc Gruppe von Titania
Medien
wieder nach. Diesmal greift man wieder zu einem Stoff, mit dessen Titel
zumindest jeder gleich etwas anfangen kann. Das birgt
natürlich
auch Gefahren, denn immerhin hat ja auch entsprechend jeder
Hörer
dann eine gewisse Erwartungshaltung, die erfüllt oder besser
noch
übertroffen sein möchte.
Das gilt gerade dann, wenn man, wie in dieser Reihe geschehen, ja viele
richtig gute Umsetzungen klassischer Stoffe aufgeboten und in bislang
keiner Folge gepatzt hat.
Auch hier wird wieder Erstklassiges geboten. Marc Gruppe ist es
gelungen, eine adäquate Bearbeitung der Vorlage zu
erstellen.
Die Geschichte und vor allem deren Figuren wirkt, bzw. wirken sehr
lebendig. Man hat hier das Glück auf einen exzellente
Sprecherstamm zurückgreifen zu können, der sich
nahezu in
jeder Rolle als Idealbesetzung erweist. Alle Akteure agieren unter der
Regie von Marc Gruppe ausnahmslos sehr gut und glaubhaft, und sie
schaffen es perfekt, ihren oft vielschichtigen und facettenreichen
Charakteren Gesicht zu verleihen.
Ein großes Plus der Hörspiele von Titania ist ja
auch die
atmosphärische Umsetzung in der Soundgestaltung. Auch hier
gelingt
es wieder mit sehr passenden, aber auch mit zum Teil sehr
ungewöhnlich eingefügten klassischen
Musikstücken
Akzente zu setzen.
Kritikpunkte habe ich bei dieser Produktion kaum anzubringen. Zwei
Punkte bedürfen allerdings doch der Erwähnung. Zum
einen
agieren meines Erachtens in den Massenszenen die hörbaren
Schauspieler zu deutlich getrennt von der Kulisse. Der andere Punkt
betrifft mehr die Vorlage an sich. Auch hier habe ich - bei aller
Güte der Produktion - ein wenig Schwierigkeiten, dieses
Hörspiel inhaltlich in die Reihe einzuordnen. Denn in den
schauerromantischen Rahmen will diese Produktion nicht so recht passen.
Mit "Der Glöckner von Notre Dame" entfernt sich Titania Medien
ein
wenig von der bisherigen Linie. Das stört aber nur formal,
denn
auch dieses Hörspiel ist in der gewohnten Qualität
bearbeitet
und übertrifft sogar in schauspielerischer Hinsicht die
bisherigen
Werke.
Wer eine richtig gute Umsetzung des Themas sucht, der wird hier
fündig. |
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