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„Als er den
Reißverschluss hochzog, blickte Adorno zur Fensterscheibe. Minutenlang
starrte er die Eisblumen an, und plötzlich wusste er wieder, was er zu tun
hatte. Wer, wenn nicht er, könnte den Mörder der Studenten dingfest
machen?“
Karneval in Osnabrück. Ein brutal ermordeter Mann treibt stundenlang in einem
Fluss. Drei Studenten decken eine gewaltige Verschwörung auf und begeben sich
in größte Gefahr. Und ein neuer Kollege bringt die Arbeit der Mordkommission
durcheinander. Hauptkommissar Adorno kann es kaum fassen. Was ist bloß aus
der bisher so friedlichen Hasestadt geworden?
Endlich gibt es sie, die Parodie auf Henning Mankells beliebte
Wallander-Krimis.
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Jau, jetzt hab ich es (die
Testversion) gehört und will auch meinen ersten Eindruck mal weitergeben. Ich
muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Werke von Ferkel Records nur
aus div. Hörspielforen kenne. Von daher kann ich zum Vergleich zu den
früheren Werken nicht viel sagen. Wenn man allerdings den Tenor der Beiträge
zu der/den ersten Produktionen nimmt, so scheint der „Kapaun“
doch einen etwas ernsteren Touch zu haben. Wobei man sicherlich nicht von
einem „ernsten“ Hörspiel sprechen kann, denn komische Elemente
sind reichlich vorhanden.
Da ich, wie gesagt, die Vorgänger nicht kenne, hatte ich nur eine vage
Vorstellung von dem, was da kommen würde. Meine Erwartungshaltung lag daher
im Bereich der Hörspiele von Labeln, die in etwa in der Gewichtsklasse der
Ferkel kämpfen dürften.
Diesem Vergleich hielt dieses Hörspiel auf jeden Fall Stand. Klar, man merkt,
dass hier nicht eines der großen Labels produziert hat, eine „zu
perfekte“ Produktion hätte zur Story aber auch überhaupt nicht gepasst.
Der etwas andere Kriminalfall, der einem hier vorgesetzt wird, ist zwar
abstrus, aber zumindest geister- und dämonenfrei, was zwischendurch ja auch
mal eine nette Abwechslung ist ;-) Wie sonst bei humorigen Krimis nicht
sonderlich verbreitet, gibt es eine recht durchgängige Logik.
Die Sprecher machen ihre Sache alle recht ordentlich, nur hin- und wieder
wirken manche Sachen etwas „aufgesagt“.
Da ich lausig im Stimmenerkennen bin, war mir beim Hören noch gar nicht bewusst,
dass Größen, wie Halver und Krauss, mitsprechen. Da sie nicht deutlich aus
den anderen Stimmen herausgestochen haben, ist meiner Meinung ein Zeichen für
die Qualität der anderen Sprecher. Ich geh ja mal nicht davon aus, dass die
beiden sich unter ihrem Niveau verkauft haben.
Musikalisch wird man sehr ordentlich versorgt. Für den, der viel Musik im
Hörspiel mag, genau richtig. Die Stücke von Dennis Rohling fügen sich hier
größtenteils sehr gut ein. Dass die Mucke, ausschließlich am Compi entstanden
ist, hat mich keineswegs gestört – denn qualitativ gibt es da kaum was
zu meckern. Im Verhältnis zu anderen Produktionen, die sich auch kein
Livegefiedel leisten können, ist man hier ganz weit vorne.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der „Kapaun“ wirklich
gut gefallen und mir einen verregneten Freitagnachmittag mehr als gerettet
hat. Zwei Stunden guter und witziger Unterhaltung, vielen Dank dafür, ihr
Ferkel!
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