| Der Mord in der Rue Morgue |
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Autor: |
Edgar Allan Poe |
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Produktion: |
BR 1965 |
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Regie: |
Edmund Steinberger |
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Bearbeitung: |
Edmund Steinberger |
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Länge: |
49 Min. |
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Mitwirkende: |
Wolf Euba, Erik Jelde, Christian Marschall, Fritz Straßner, Horst Tappert,
Christian Wolff, u.a. |
Inhalt: |
Edgar Allan Poe gilt als der erste Autor von Detektivromanen. Die Geburtsstunde
der modernen Kriminalliteratur wird auf 1841 datiert, auf den Erscheinungstermin
der Erzählung Der Mord in der Rue Morgue. Sie gilt als Schlüsselerzählung der
Gattung, die klassische Struktur des Plots und der Aufbau des Spannungsbogens
können exemplarisch an ihr aufgezeigt werden.
Mr. Auguste Dupin löst mit
Hilfe seiner unübertrefflichen analytischen Kombinationsgabe einen grausamen
Doppelmord, mit dessen Aufklärung die Pariser Polizei vollkommen überfordert
ist. Nächtliche Schreie lassen besorgte Nachbarn in ein Haus einbrechen. In
einem Hinterzimmer bietet sich ein erschreckendes Bild der Verwüstung: ein
blutiges Rasiermesser, ausgerissene Haarbüschel, dann werden zwei Leichen
entdeckt. Im Kamin steckt kopfüber die erwürgte Tochter der Ermordeten, die man
mit durchschnittener Kehle im Hinterhof findet. Mr. Dupin stellt eine Reihe
rationaler Überlegungen an, vergleicht Zeugenaussagen, vollzieht den
geschilderten Tathergang nach. Der abschließende Besuch des Tatortes bestätigt
lediglich die Schlüsse, die er aus seinen Analysen gezogen hat - der Fall ist
gelöst. |
Bemerkungen: |
Der BR hat die bekannte Poe-Story so in Szene gesetzt, wie man sie weitestgehend
aus Filmen oder anderen Hörspielen kennt. Man beschränkt sich hier auf die reine
Detektivgeschichte und lässt alle psychologischen Elemente der Vorlage
weitestgehend außen vor.
Das ist zumindest bezüglich des
Unterhaltungswertes kein wirklicher Nachteil, denn die Hauptfaszination des
Werkes geht nun mal auf die Krimihandlung zurück. Allerdings verpasst man diese
Chance, da die Umsetzung irgendwie doch etwas zu blass geraten ist.
Als
Dupin kann man hier Horst Tappert erleben, der seine Arbeit wie gewohnt solide
abliefert, mich allerdings in der Rolle wenig berühren konnte.
Wer die
Story kennt, wird von diesem Hörspiel wohl nur in Maßen unterhalten werden.
Irgendwie wirkt die Umsetzung etwas farblos. Daher kann ich es auch nur
eingeschränkt empfehlen.
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