| Der Name der Rose |
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Autor: |
Umberto Eco |
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Produktion: |
BR/NDR/SWF 1986 - der hörverlag |
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Regie: |
Otto Düben |
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Bearbeitung: |
Richard Hey |
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Musik: |
Peter Zwetkoff |
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Länge: |
331 Minuten |
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Mitwirkende: |
Abbo: Manfred Steffen
Alinardus von Grottaferrata: Wolfgang
Büttner
Aymarus von Alessandria: Wolfgang Hinze
Benno von Uppsala: Martin
Umbach
Berengar von Arundel: Marcus Boysen
Bernard Gui: Richard
Münch
Der alte Adson: Heinz Moog
Der junge Adson: Christian Schulz
Die
junge Frau: Elektra de Salvo
Die Mönche: Gernot Duda, Peter Fricke, Heini
Goebel, Michael Lenz, Rudolf Wessely
Jorge von Burgos: Paul
Hoffmann
Küchenmeister: Michael Habeck
Malachias von Hildesheim: Rolf
Boysen
Nicolas von Morimond: Stefan Wigger
Remigius von Varagine: Helmut
Stange
Salvatore: Wolfgang Reichmann
Severin von Sankt Emmeran: Ernst
Jacobi
Ubertin von Casale: Lukas Ammann
Venantius von Salvemec: Peter
Lieck
William von Baskerville: Pinkas Braun |
Inhalt: |
Anno Domini 1327, letzte
Novemberwoche in einer reichen Cluniazenser-Abtei an den Hängen des Apenin:
Bruder William von Baskerville, gelehrter Franziskaner aus England, kommt als
Sonderbotschafter des Kaisers in delikater Mission: Er soll ein hochpolitisches
Treffen zwischen den der Ketzerei verdächtigen Minoritäten und Abgesandten des
Papstes organisieren. Doch bald erweist sich sein Aufenthalt in der Abtei als
apokalyptische Schreckenszeit: In den sieben Tagen und Nächten werden William
und sein Gehilfe Adson Zeugen der wundersamsten und für eine Abtei höchst
befremdlichen Begebenheit: ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein
anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter liegt tot im
Badehaus.
Gerüchte schwirren durch die Abtei, und nicht nur der Abt hat etwas
zu verbergen. Überall sind fromme Spurenverwischer und Vertuscher am Werk.
William der Ex- Inquisitor, wird vom Untersuchungsfieber gepackt: Weit mehr als
der Streit zwischen Kaiser und Papst interessiert ihn die Entlarvung des
Mörders. "Was Bruder William tatsächlich suchte", notiert sein Gehilfe Adson,
"wußte ich damals nicht, und um die Wahrheit zu sagen, ich weiß es noch heute
nicht recht. Was ihn antrieb, war einzig sein nimmermüdes Streben nach Wahrheit,
gepaart mit seinem steten und fortwährend von ihm selbst genährten Verdacht, daß
die Wahrheit nie das sei, was sie in einem gegebenen Augenblicke zu sein schien.
Vielleicht haben ihn auch die dringlichen Anforderungen der Zeitläufte in jenen
Jahren ein wenig von seinen Lieblingstudien abgelenkt. Mit welcher Mission er
beauftragt war, blieb mir während unserer ganzen Reise verborgen, jedenfalls
sprach er mir gegenüber niemals davon." |
Bemerkungen: |
Oftmals bleiben andere mediale Umsetzung von
Buchvorlagen hinter dem Ursprungswerk zurück. Selten kann aber
auch die Genialität eines Werkes durchaus positiv hervorgehoben
werden. Genau dies ist bei dem vorliegenden Hörspiel "Der Name der
Rose" der Fall. Nicht nur die behutsame Bearbeitung des Stoffes durch
Richard Hey, auch die Regieleistung Otto Dübens ist phantastisch
und sorgt für eine perfekte Umsetzung Ecos mittelalterlichem
Kosmos.
Unterstützt durch die Musik Peter Zwetkoffs gelingt es, ein
lebendiges Bild der Szenerie der Abtei im Apennin zu schaffen. Auch
wenn diese Untermalung nicht immer den gängigen
Hörgewohnheiten entspricht, sie schafft Räume und malt
Bilder, wie man es sonst sehr selten in Hörspielen antrifft.
Auch die Besetzung der Sprecher kann als sehr gelungen bezeichnen.
Den größten Part nimmt dabei Heinz Moog ein, der als alt
gewordener Adson diese Episode aus seiner Novizenzeit erzählt. Er
findet sich extrem gut in die Rolle ein und ragt aus dem sehr guten
Cast, wie auch Rolf Boysen als Malachias, noch heraus.
Umberto Ecos bekanntesten Roman umgesetzt von
einigen Größen des Radiohörspiels, produziert von
drei großen Rundfunkanstalten, hier kann man fast schon blind
zugreifen.
Der hörverlag hat das Werk nunmehr als limitierte Sonderauflage
aufgelegt, die für 19.95 € erhältlich ist. Ein wahrlich
kleiner Preis im Verhältnis zu einem großen Hörspiel.
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