| Der Plan von der Abschaffung des Dunkels |
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Autor: |
Peter Høeg |
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Produktion: |
SWR 2007 / der hörverlag 2008 |
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Regie: |
Hermann Naber |
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Bearbeitung: |
Hermann Naber |
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Musik: |
Cornelius Schwehr |
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Länge: |
134 Min. |
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Erzähler: Sebastian Rudolph
Peter: Ludwig Trepte
Katharina: Rosalie
Thomass
Tomnom: Thomas Hatzmann
August: Nicolas Kwasniewski
Biehl:
Peter Fricke
Bounsbeck Call: Walter Renneisen
Katharina Giesbertz, Martina
Guse, Achim Hall, Horst Hildebrand, Katharina Kottmeier, Marius Marx, Berth
Wesselmann, Boris Koneczny, Nadine Kettler, Kirstin Petri, Ronald Spieß
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In seinem autobiografisch geprägten Roman "Der Plan von der Abschaffung des
Dunkels" berichtet der Ich-Erzähler Peter Høeg, der als Vierzehnjähriger nach
zahlreichen Waisenhaus- und Kinderheimaufenthalten in Biehls Privatinternat
landete, von einem Planversuch, zu dessen Opfer und gleichzeitigem Beobachter er
selbst wurde.
"Es war der Plan, alle Kinder in der dänischen Volksschule zu
versammeln, auch die gestörten und die straffälligen, auch die schwierigen
Schüler, alle bis zur Schwachsinnsgrenze. Biehls Privatschule sollte zum Modell
für diese Integration werden ... " (P. Høeg)
Der Plan, der an Biehls
Privatschule realisiert werden sollte, "betraf das ganze Universum ... Alle
waren sie sicher, dass sie ewige Werte verteidigten. Sie sprachen es nicht
direkt aus, vielleicht dachten sie es auch nicht direkt. Aber irgendwo
untereinander waren sie absolut sicher, dass sie recht hatten, und dass ihre
Ideen und Gedanken mit künftigen Generationen von Kindern, die erwachsen wurden,
hinaus in die Welt fliegen und sich über das Land verbreiten würden, und darüber
hinaus, vielleicht bis zu den Mauren. Dass man eines Tages ... alle dazu bringen
konnte, ihre Ideale von Fleiß und Präzision zu respektieren, und dann würden
alle Lebewesen im Universum friedlich zusammenleben ..." (P.Høeg)
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Bemerkungen:Peter Høegs Roman trägt autobiographische Züge. Er legt dabei offenbar mehr Wert
darauf, die Geschichte literarisch anspruchsvoll und hintergründig zu halten,
als ihr spannende Fiktion beizumischen. Insofern erzeugt die Erzählung nur
mäßigen Unterhaltungswert und zieht sich leider etwas zu sehr durch die
Spielzeit.
Man sollte daher schon mehr Interesse am Stil Peter Høegs
denn am Plot selbst haben, um hier angenehm unterhalten zu werden. Denn
diesbezüglich kann die Geschichte durchaus punkten.
Die Sprecherleistungen
sind auf einem soliden Niveau, wie man es von einer Radioproduktion des SWR
gewohnt ist. Einzig ein paar kleine Makel hat hier und da die Regie offenbar
überhört. Das hat mich etwas erstaunt, da so etwas bei einer solchen Produktion
doch eher selten ist. Ein Beinbruch ist das zwar nicht, ungewohnt bleibt es
doch.
Bei der Inszenierung hat man sich hier eher zurückgehalten und ist
nur sehr spärlich mit Musik und Geräuschen umgegangen. Hier wollte man
vielleicht den Fokus auf der Geschichte belassen. Für meinen Geschmack ein
Fehler. Hier hätte man mit etwas mehr Einsatz eine glaubhafte Kulisse zaubern
können, ohne dass die Geschichte wesentlich ins Hintertreffen geraten wäre.
Insgesamt eine Produktion, die mich nicht überzeugen konnte. Sie ist
zwar in sich recht stimmig, sorgt aber leider nur im stilistischen Bereich für
einen angemessenen Unterhaltungswert.
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