Der Prinzessin
  Autor: Ivar Leon Menger
  Produktion: Ivar Leon Menger und Jan-David Rönfeldt / Lauscher Lounge / Safariton
  Regie: Ivar Leon Menger und Jan-David Rönfeld
  Bearbeitung: Ivar Leon Menger und Jan-David Rönfeld
Musik: Ivar Leon Menger und Jan-David Rönfeld; Diverse
Länge: ~ 75 Min.
  Cover Der Prinzessin

Mitwirkende:

Katja Brügger, Franz-Josef Steffens, David Nathan, Wolfgang Kaven, Patrick Bach, Marco Kröger, Jan-David Rönfeldt, Thomas Karallus, Kristina Pauls, Jens Wawrczeck, Ursula Sieg

Inhalt:

Vier Geschichten über das Lebeen. Und das Überleben!

Bei "Der Prinzessin" wartet Fabian nachts an einer Bushaltestelle als plötzlich ein alter Mann in einem Prinzessinenkostüm auftaucht, sich neben ihn setzt und eine sehr seltsame Geschichte erzählt.

"Der Fremde" betritt einen Beichtstuhl und bittet um Absolution für einen Mord, den er begangen hat.

Timo verpasst seinen Termin "Beim Zahnarzt" um eine Viertelstunde und bekommt es mit der Vertretung zu tun...

Dann zieht Heike noch in ein neues "Zuhause". Sie brauchte eine neue Wohnung, nachdem sie von einem Irren verfolgt wurde. Jetzt hofft sie, endlich Ruhe zu haben. Sogar der Hausmeister kommt gleich um ein besseres Schloss zu ihrem Schutz einzubauen

Bemerkungen:

Unter dem etwas seltsamen Titel "Der Prinzessin" legt hier Ivar Leon Menger vier sehr pointierte Geschichten vor, die nicht nur vor Spannung, sondern auch vor allem vor Originalität strotzen.

Mit "Der Fremde" beginnt das Spektakel, allerdings teilt man diese Geschichte boshafter Weise in zwei Teile und man erfährt erst ganz am Ende der CD, was hinter dem geheimnisvollen Mann im Beichtstuhl steckt. Allerdings ist man dann aufgrund des Verlaufs der anderen Geschichten schon so sensibilisiert, dass einen die Lösung nicht mehr sonderlich überrascht. Zudem gibt es ein Wiederhören mit Franz-Josef Steffens, der hier wohl eine seiner letzten Rollen spricht.

"Der Prinzessin" hat nicht nur den originellsten Titel, sondern ist auch das abgefahrenste Stück der gesamten CD.  Eine perfekte Kurzgeschichte, die nichts vermissen lässt.

Ist man nach diesem Stück noch nicht aufgekribbelt, schafft es spätestens der Besuch "Beim Zahnarzt" - zunächst denkt man, dass sei alles etwas vorhersehbar, dennoch schafft Menger es dann zum Ende doch noch einmal eine sehr schöne Wende zu schaffen.

"Zuhause" hätte das Zeug gehabt, die beste Geschichte der CD zu werden. Leider versucht man es zum Ende hin, dem Hörer zu einfach zu machen. Die letzte Szene und den letzten Satz der vorletzten, hätte man sich sparen sollen, denn da war eigentlich alles gesagt.

Die Geschichten, so gut sie auch sind, wirken natürlich nicht alleine. Ein paar schlechte Sprecher können so etwas schnell nach unten ziehen. Aber ein Blick auf den Cast zeigt allein schon, dass man sich hier keine großen Sorgen zu machen braucht. Und der Schein trügt nicht: Die Sprecher halten allesamt, dass was sie versprechen.
Einziger Kritikpunkt in diesem Zuge, der Einsatz der Erzählerin ist hier und da etwas holprig geraten - was allerdings im Skript begründet ist und nicht Katja Brügger anzulasten wäre.

Insgesamt eine sehr gute, für mich sehr überraschende Produktion. Davon hätte ich gerne künftig mehr....viel mehr!

 

 

Meine Wertung: + + + + +

 

 
   
Eine Hörprobe gibt es hier

Die Seite zum Hörspiel

 

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