| Gruselkabinett
(39) H. P. Lovecraft - Der Tempel |
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Autor: |
H. P. Lovecraft |
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Bearbeitung:
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Marc
Gruppe |
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Produktion: |
Titania |
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Regie: |
Stephan Bosenius und Marc Gruppe |
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Musik: |
Div. |
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Länge: |
66 Min. |
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Mitwirkende: |
Kapitänleutnant: Erich Räuker
Leutnant Klenze: Dennis
Schmidt-Foß
Bootsmann Müller: Andreas Mannkopff
Seemann Schmidt: Bodo Wolf
Seemann Böhm:Tommy Morgenstern
Seemann Zimmer: Tom Vogt
Seemann Traube: David Turba.
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Inhalt: |
In den Kriegswirren eskaliert die
Situation an Bord des deutschen U-Bootes U29. Hat das
merkwürdig
aggressive Verhalten der Mannschaft etwas mit einer aus Elfenbein
gefertigten Statue eines Lorbeer-bekränzten
Jünglingshauptes
zu tun, die der Hand eines toten feindlichen Seemannes entwunden
wurde…? |
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| Bemerkungen: |
Ein
bekannter Autor mit einer eher unbekannteren Geschichte. Mit "Der
Tempel" hat Titania Medien wieder eine kleine Perle der
Schauerliteratur ans Licht befördert, die eine richtig gute
Kulisse für ein Hörspiel bietet. Die Szenerie eines U-Bootes
sorgt für eine besondere Kammerspiel-Atmosphäre. Die
Erzählung besteht aus Logbucheinträgen, die - soweit
möglich - in Dialogszenen umgesetzt werden. Erich Räuker ist
hier insoweit als Erzähler, als auch als handelnde Figur zu hören.
Die Geschichte folgt dem bekannten "Zehn-Kleine-Negerlein"-Prinzip, die
nach und nach das Figurenensemble reduziert. Die Richtung, wohin das
führt, kann den Hörer zwar nicht sonderlich überraschen,
was nicht weiter dramatisch ist, da gute Spannungsmomente mehr aus dem vagen
Wissensvorsprung des Hörers generiert werden.
Einfach, aber es funktioniert - auch deshalb, weil auch hier Titania
Medien wieder beweist, dass man in der Lage ist, eine solchen
Geschichte auch angemessen zu inszenieren. Man schafft hier eine
glaubwürdige, aber klischeefreie U-Boot-Kulisse, und lässt
vor allem ein sehr gutes Ensemble agieren. Auch wenn sich dieses
handlungsbedingt schnell dezimiert, reicht es doch für einen
überzeugenden Eindruck. Die Hauptlast trägt Erich
Räuker, dem der Spagat zwischen dem mehr und mehr beunruhigtem
Erzähler und dem resoluten Kapitänleutnant glaubhaft gelingt.
Es ist insbesondere diese gute schauspielerische Leistung, die das
Hörspiel letztlich gelingen lässt.
Auch wenn der Plot etwas einfacher gestrickt ist, die gelungene
Inszenierung reisst das locker heraus, so dass man hier nur knapp an
der Höchstwertung vorbeischrammt.
Meine
Wertung: + + + +
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