| Gruselkabinett
(30) Der Vampir |
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Autor: |
John William Polidori |
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Produktion: |
Titania Medien 2008
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Regie: |
Stephan
Bosenius und Marc Gruppe |
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Bearbeitung:
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Marc
Gruppe |
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Länge: |
66 Min. |
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Mitwirkende: |
Percy Aubrey: Patrick Bach
Lord Ruthven: Christian Stark
Jane Aubrey: Kristine Walther
Onkel Henry: Jochen Schröder
Onkel Edgar: Kaspar Eichel
Ianthe: Sarah Riedel
Wirt, Ianthes Vater: Bodo Wolf
Lady Hamilton: Anita Lochner
Damen der Gesellschaft: Philine Peters-Arnolds udn Ursula Heyer
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Inhalt: |
England 1823
Percy Aubrey, der Spross einer noblen englischen Familie, begibt sich
auf eine ausgedehnte Reise zu den Stätten der Antike. Sein
Begleiter ist ein geheimnisvoller junger Mann, den er auf einem Ball in
London kennen gelernt hat und der ihn fasziniert: Lord Ruthven, ein
notorischer Verführer, wie sich herausstellt – aber
bei
weitem nicht nur das… |
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| Bemerkungen: |
John
William Polidoris Erzählung "Der Vampir", die lange Zeit als
Werk
Lord Byrons galt, ist unter anderem auch Grundlage des
später
weit berühmteren Werkes "Dracula" von Bram Stoker. Ihren
Ursprung
hat sie beim "Wetttbewerb" zwischen Byron, Polidori und den Eheleuten
Shelley am Genfer See im Jahre 1816, bei dem auch Mary Shelleys Werk
"Frankenstein" entstand. "Der Vampyr" wurde als Fragment unter Byrons
Namen veröffentlicht, Polidori vollendete das Werk erst
später.
Eine der klassischsten Vampirgeschichten also, und das schreit ja
förmlich nach einer Titania-Umsetzung. Das Label
hat ja
bekanntermaßen stets ein gutes Händchen für
entsprechende Arbeiten.
So schafft man es auch hier, die Handlungszeit der Geschichte sehr
glaubhaft mit passenden Musiken und Geräuschen zu
transportieren.
Die Atmosphäre stimmt, insbesondere die Szenen in
Griechenland,
sind erstklassig dargestellt und sorgen für die
nötige
schaurige Stimmung.
Schwächen in der Umsetzung konnte ich ohnehin kaum
feststellen.
Einzig, die klanglich etwas dünnen Kulissen bei den
Ballszenen, in denen mir zuwenig Tumult hörbar war, sind hier
auffällig. Ansonsten ist diesbezüglich alles in
bester
Ordnung.
Auch die Sprecher agieren wieder auf einem sehr guten Niveau. Hier gab
es noch nie Grund zur Beanstandung und alles andere hätte auch
verwundert. Im Mittelpunkt steht hier natürlich Patrick Bach,
der
als erzählende und handelnde Figur auftritt. Beides meistert
er
perfekt. Gerade seine Erzählerparts sind großartig,
da er es
versteht, die Kenntnis des Endes in seiner Stimme hörbar zu
machen. So schafft er eine bedrohliche Kulisse, in der man stets das
nächste Übel erwartet.
Natürlich leidet ein wenig die Originalität der
Geschichte
darunter, dass sie als Vorlage für andere Vampirgeschichten
diente. So finden sich hierin tatsächlich nur wenige
unbekannte
Aspekte - viele Bilder und Szenen kennt man bereits in
ähnlicher
Form. Hier konnte man auch kaum auf andere Aspekte ausweichen, da die
kurze Vorlage kaum mehr Stoff bietet. Aber zum einen kann man dem
Original nicht seine Kopien vorwerfen, zum
anderen gehört
Polidoris "Vampyr" zwingend in den Kanon des Gruselkabinetts. |
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