Kai Meyer - Die Alchimistin
Autor: Kai Meyer
Produktion: Lübbe Audio 2008
Regie: Christian Hagitte und Simon Bertling
Bearbeitung: Stefan Maetz
Musik: Christian Hagitte und Simon Bertling
Mitwirkende: Erzähler: Friedhelm Ptok
Aura Institoris: Yara Blümel-Meyers
Philippe Monteillet: Frank Glaubrecht
Gillian: Claudio Maniscalco
Karisma: Ulrike Stürzbecher
Tess: Marie Luise Schramm
Gian: Kim Hasper
Konstantin: Dietmar Wunder
Raffael: Norman Matt
Salome: Christiane Marx
Lucrecia: Daniela Hoffmann
Escriva: Kaspar Eichel
Fuente: Hans-Peter Hallwachs
Innana: Marie Bierstedt

sowie Friedrich G. Beckhaus, Mathis Schrader,Tilo Schmitz, Karin David, Raimund Fischer, Oliver Brod

5 - Die Unsterbliche
  Länge: 64 Min.
  Hörprobe CoverZehn Jahre später. Aura Institoris hat die Unsterblichkeit gewonnen. Doch ihre große Liebe ist daran zerbrochen, ihre Familie in alle Winde verstreut. Während die Welt in einen großen Krieg taumelt, taucht Aura einsam und verzweifelt in Paris unter. Ein geheimes Zeichen, der blutige Abdruck einer Hand mit sechs Fingern, ändert alles. Auras Nachforschungen führen auf die Fährte eines Mörders, dem jedes Mittel recht ist, um die Geheimnisse der Alchimistin zu offenbaren.

6 - Die Schwarze Isis
  Länge: 70 Min.
  Hörprobe CoverDie Alchimistin Aura Institoris folgt geheimnisvollen Spuren und stößt dabei auf eine bestialische Mordserie. Nicht ahnend, dass zur gleichen Zeit vermummte Kämpfer ihren Sohn und ihre Nichte entführen, gerät sie immer tiefer in einen Strudel von Gewalt und düsteren Visionen. Währenddessen macht sich Gillian, der neue Großmeister der Templer, gemeinsam mit der Ordensschwester Karisma auf die Suche nach dem legendären Schatz seines Ordens.

7 - Der Schatz der Templer
  Länge: 78 Min.
  Hörprobe CoverDie Schatten der Vergangenheit holen Aura ein, als es sie nach Andorra in das Kastell ihres toten Vaters verschlägt. Nestor Institoris hat dort lange vor ihrer Geburt grausame Experimente durchgeführt. Nun will sein Diener das alchimistische Werk vollenden – mit Auras unfreiwilliger Hilfe. Noch aussichtsloser wird ihre Lage, als sie erfährt, dass sich die Institoris-Kinder in der Gewalt eines uralten Assassinenordens befinden. Doch da taucht ein rätselhafter Helfer auf und heftet sich an ihre Fersen ...

8 - Der Alte vom Berge
  Länge: 81 Min.
  Hörprobe CoverIn der Einsamkeit Kastiliens muss sich Aura einer Jahrtausende alten Gefahr stellen - der Einsatz ist das Leben der Institoris-Kinder. Deren übersinnliche Fähigkeiten wollen skrupellose Templer ausnutzen, um endlich den heiligen Gral aufzuspüren. Offenbar hat Auras Vater Nestor den Gral einst persönlich in den Händen gehalten. An der Seite von Gillian und einer lebendigen Göttin stürzt sich Aura in einen finalen Kampf, den selbst Unsterbliche kaum gewinnen können ...

 
 
Bemerkungen: Die zweite Staffel von "Die Alchimistin" ist die Umsetzung des Romans "Die Unsterbliche" und schildert die Ereignisse in Aura Institoris' Leben, die sich zehn Jahre später, zu Beginn des ersten Weltkrieges abspielen. Auch die zweite Staffel ist in sich abgeschlossen und ist auch - mit Einschränkung -  ohne Kenntnis der vorherigen Folgen verständlich. Mit Einschränkung deshalb, weil sich zwar insgesamt alles recht gut im Laufe der Spielzeit erschließt, aber teilweise Aspekte recht lange unerklärt bleiben und natürlich zudem auch neue Rätsel auf den Hörer zukommen.

Die Geschichte selbst ist wieder ein recht typsicher "Meyer" - Er packt viele Elemente und Genrerichtungen hinein und sorgt so wieder dafür, dass hier ein breites Spektrum an Lesern bzw. Hörern Gefallen an diesem Werk finden kann. Andererseits kann diese Machart aber auch für den einen oder anderen etwas zuviel des Guten sein. Das betrifft allerdings hier mehr die verwendeten Elemente, die Genrevielfalt finde ich etwas eingeschränkter gegenüber der ersten Staffel und fokussierter auf die historische Geheimniskrämerei und deren Enttarnung.

Die Geschichte ist trotz der vielfältigen Bausteine, recht rund geraten und sorgt für eine etwas gradlinigere Unterhaltung, als es noch bei der ersten Staffel der Fall war. Ein bisschen leidet daran die Geschichte, da es immer wieder etwas zähe Bereiche gibt, in der die Handlung kaum Boden gutmacht.

Gerade der erste Teil hat diesbezüglich ein paar Probleme, den Hörer an die Geschichte zu fesseln. Das gab es in der vorherigen Staffel schon und liegt sicherlich eher daran, dass man gerade an diesen Stoff, den Hörer erst gewöhnen muss.

Hat man die Klippe gemeistert, geht die Geschichte recht gut ins Ohr und sorgt für weitestgehend kurzweilige und originelle Unterhaltung. Gerade die beiden mittleren Folgen sind inhaltlich sehr gut gelungen und nur in der letzten Folge, plätschert mir das Finale irgendwie zu sehr dahin. Da hätte ich mir ein etwas strengeres Tempo gewünscht.

Durchweg nicht zu beanstanden ist die technische Umsetzung. Bei den Machern von Stil hätte man spätestens nach der erste Staffel ohnehin nicht daran gezweifelt, dass sie jede Facette des Skriptes mit passendem Leben füllen. Hier ist insbesondere die wunderbar passende Musik ein Highlight.

Dazu kommt ein gut agierender Sprechercast. Figuren, die in der ersten Staffel schon auftauchten, sind mit den gleichen guten Sprechern besetzt, die auch hier wieder mit einer ansprechenden Leistung glänzen. Nur in zwei Fällen hat man einen Wechsel vorgenommen, der allerdings auch inhaltliche Gründe hat und in Bezug auf die geleitete Arbeit keinesfalls ein Fehlgriff war. Hinzu kommen einige neue Rollen, die ebenfalls mit gestandenen Sprechern passend besetzt wurden, Hier blieben mir vor allem Dietmar Wunder als Konstantin und Hans-Peter Hallwachs als Fuente im Ohr.

Mal wieder eine wunderbare Produktion des Labels Stil – Eine gute Geschichte und eine erstklassige Umsetzung kommen hier zusammen und sorgen für eine gute - für Meyer-Fans auch sehr gute - Hörspielunterhaltung. Wer die erste Staffel mochte, der wird auch an der Fortsetzung Freude haben. 

 

Meine Wertung: + + + +

 


 

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