Die Alster-Detektive - Giftige Lieferung
Autor: Katrin Wiegand, Kai Schwind
Produktion: Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg
Regie:
Oliver Rohrbeck
Dauer: 76 Min.


Mitwirkende:

Opa Jost (Erzähler): Jochen Schröder
Koko: Shirin Westenfelder
Marek: Sebastian Kluckert
Lukas: Daniel Claus
Johanna: Jodie Blank
Thorsten: Julius Jellinek
Konstantin: Konstantin Bösherz
Frau Menke: Sabine Arnold
Herr Nolde: Oliver Rohrbeck
Frau Nolde: Tanja Fornaro
Wenke Weber: Britta Steffenhagen
Jörg Strasser: Jens Wawrczeck
Walter Brant: Andreas Fröhlich
Kevin: Yoshij Grimm
Enzo: Matti Krauss
Herr Weinert: Uwe Büschken
Sekretärin: Maureen Wurm
Wachmann: Andreas Hosang
Kommissar Bredeke: Dietmar Wunder
Gabelstaplerfahrer: Jörg Klinkenberg
Lagervorsteher: Helmut Krauss
Arbeiter: Reinhard Scheunemann

Inhalt:

Die vier Alster-Detektive Koko, Johanna, Marek und Lukas ermitteln in einem spannenden Fall. Wer hat das Essen im Restaurant von Johannas Eltern vergiftet und was haben Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete mit Gammelfleisch zu tun. In 75 Hörspielminuten versuchen die Nachwuchsdetektive den Fall zu lösen und nebenbei ihre Hörer für Politik zu begeistern.
Bemerkungen:
Mit den "Alster-Detektiven" hat sich die Hamburger Bürgerschaft eine interessante Idee einfallen lassen, um Kinder und Jugendlich das Thema "Politik" schmackhaft zu machen. Solchen "Werbehörspielen" begegnet man ja meist mit etwas Skepsis, denn oft wird ja in diesem Bereich das Medium "Hörspiel" ordentlich gebeutelt.

Aber das sieht bei den Alsterdetektiven ganz anders aus. Hier tritt der eigentliche Zweck angenehm deutlich zurück. So wird das Ziel, junge Menschen für Politik zu interessieren, auf eine angenehm unaufdringliche Art erreicht.
Es ist gut in die Detektivgeschichte eingebunden und kommt zu keiner Zeit oberlehrerhaft oder auch nur spröde herüber.

Katrin Wiegand und Kai Schwind ist es hier gelungen, einen sehr gut strukturierten und - im positiven Sinne - typischen Kinder- und Jugendkrimi zu erzählen. Eine gute Grundidee, ein nachvollziehbar strukturierter Fall und eine gute Mischung aus stereotypen und originellen Figuren, lassen das Stück inhaltlich überzeugen.,  Die Geschichte wird, trotz einer Spielzeit von 75 Minuten, zu keinem Moment langweilig und schafft es auch, eine zielgruppengerechte Portion Spannung mitzubringen.

Lobenswert ist auch die Umsetzung. Regisseur Oliver Rohrbeck konnte hier auf einige bekannte und bewährte Stimmen - einschließlich sich selbst  - zurückgreifen. Auch der Sprechernachwuchs, der sich insbesondere in den Rollen der Titel gegebenden Protagonisten tummelt, bringt hier gute und glaubwürdige Leistungen. 

Letztlich sind auch Musik und Vergeräuschung sehr passend ins Gesamtbild gesetzt, so dass man schon wirklich in den Krümeln wühlen müsste, wollte man hier etwas kritisieren.

Wenn überhaupt könnte man die Sinnfrage stellen, ob eine relativ teure Hörspielproduktion, die durch Steuergelder finanziert wird, ein adäquates Mittel ist, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Nach 75 Minuten Alster-Detektive bin ich zumindest überzeugt, dass es das ist.

 

meine Wertung: + + + +

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