| Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord |
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Autor: |
Alfred Döblin |
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Produktion: |
DRS 2007 |
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Regie: |
Charles Benoit |
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Musik: |
Hans Koch |
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Länge: |
ca. 60 Min. |
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Mitwirkende: |
Elli: Rebecca Klingenberg
Margarete: Bettina Hoppe |
Inhalt: |
In den zwanziger Jahren kam es in Berlin zu einem viel diskutierten Prozess:
Eine junge Frau vergiftete ihren Ehemann, weil sie seine Brutalitäten nicht mehr
ertrug und er ihrer lesbischen Verbindung mit einer anderen jungen Frau im Wege
stand. Alfred Döblin verarbeitete seine Prozessnotizen zu einer eindringlichen
dokumentarischen Erzählung. Mit grossem Einfühlungsvermögen zeichnet er die
Vorgeschichte des Mordes auf, beschreibt den Ehekrieg zweier Menschen, die nicht
zusammen passen, voneinander enttäuscht sind und sich schliesslich gegenseitig
zerstören. |
Bemerkungen: |
Alfred Döblins Geschichte mit reellem Hintergrund ist ein sehr gutes Zeugnis für
die gesellschaftlichen Gegebenheiten der Zwanziger Jahre und reißt die Frage der
Gerechtfertigkeit von Selbstjustiz an.
Als Hörspiel wirkt diese Produktion
allerdings zu wenig. Sie kommt mehr als Lesung daher, denn der Text besteht nur
aus Erzählpassagen - ein wirkliches Spiel kommt hier nicht auf. Insofern ist die
Leistung von Rebecca Klingenberg und Bettina Hoppe durchaus in Ordnung - die
hier ihren Figuren nur ein sehr nüchternes Bild verleihen.
Man darf hier
nicht allzu viel erwarten. Die Geschichte ist sehr gut, die Umsetzung ist leider
zu spartanisch um eigene Akzente setzen zu können.
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