| Die Brandung von Setubal |
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Autor: |
Günter Eich |
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Produktion: |
NDR/BR/HR 1957 |
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Regie: |
Fritz Schröder-Jahn |
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Musik: |
Johannes Aschenbrenner |
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Länge: |
75 Min. |
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Mitwirkende: |
Catarina de Ataide: Elisabeth Flickenschildt
Rosita, ihre Zofe: Gustl
Halenke
Pedro, Catarinas Diener: Hermann Lenschau
Die Mutter des Camoes:
Tilla Durieux
Ojao, Diener des Camoes: Eric Schildkraut
Felipe, Wirt:
Josef Dahmen
Frau des Wirtes: Charlotte Kramm
Hofmarschall: Gerhard Bünte
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Inhalt: |
Seit dreißig Jahren lebt die wunderliche Hofdame Dona Caterina in der
Verbannung. Einsam sucht sie Trost im Rotwein und lauscht der Brandung von
Setubal. Aber ihre Liebe zu dem portugiesischen Dichter Camoes hat den Tod des
Geliebten überdauert, der vor zehn Jahren an der Pest gestorben ist. Er, der sie
in seinen Gedichten Natercia nannte, ist lebendig geblieben für diese Frau, die
nicht an eindeutige Realitäten glauben will. So macht sie sich auf, sammelt
Indizien für die Existenz Camoes' und stellt sie gegen die Beweise seines Todes.
Als sie schon meint, gewonnen zu haben, greift die Pest auch nach ihr und bringt
die Gewißheit. Der Tod ist eine Wirklichkeit, an der kein Zweifel möglich
ist.
Eich hat dem Hörspiel als Motto die Wendung "daran glauben müssen"
vorangestellt. Sterben und Glaubenmüssen bedingen sich. Erst die Wirklichkeit
des Todes gibt uns Gewähr, daß unser Leben mehr ist als Täuschung. |
Bemerkungen: |
Günter Eich nimmt sich hier ordentlich Raum um seine Prämisse in ein Hörspiel zu
packen. Die langschweifigen Texte sind zwar stilistisch wertvoll, können jedoch
nicht verbergen, dass der gelungenen Form kein ebenbürtiger Inhalt
gegenübersteht.
Hier wäre etwas weniger mehr und sinnvoller gewesen, um
den Hörer an diese Produktion zu fesseln.
Was diesen jedoch packt, sind
die Sprecher: Allen voran Elisabeth Flickenschildt, die die Rolle der
Protagonistin in all ihren Facetten perfekt auszufüllen weiß. Eine erstklassige
Leistung, neben der es alle anderen Sprecher - trotz guter Leistungen - schwer
haben.
Die Umsetzung ist wie man es für den Stoff und den Jahrgang
erwarten kann, eher ruhig. Einzelnen Geräusche, die man immer mal wieder
einstreut, sind zwar nicht immer gelungen, stören aber das Gesamtbild
kaum.
Eigentlich ein sehr ansprechendes Hörspiel, dass vielleicht etwas
zu lang geraten ist und sich der Inhalt darin etwas verliert. Dennoch allein
wegen der großartigen Elisabeth Flickenschildt ist diese Produktion zu
empfehlen. |
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