| Die Currywurst-Lüge - Ein Graslöwe-Umweltkrimi |
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Autor: |
Ephraim Broschkowski, Britta Steffenhagen |
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Produktion: |
terzio 2008 |
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Regie: |
Britta Steffenhagen |
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Musik: |
Rogan Josh, Bernd Schmidt |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Stefan Kaminski, Britta Steffenhagen, Marlon Weber, David Reibel, Anke Engelke,
Hermann Bohlen, Kurt Krömer, Ole Rönnau u. a. |
Inhalt: |
Selma und Flo trauen ihren Augen kaum: Als sie nach der Schule einen Abstecher
in "ihre" Currywurstbude machen, entdecken sie unter einem der Tische einen
Löwen mit grüner Mähne und eine blasse Biene in Teewurstgröße. Vom ersten
Schrecken erholt, freunden sich die vier an und kommen gemeinsam einem
gewaltigen Lebensmittelskandal auf die Schliche. Im Kampf um ihre Rechte als
Verbraucher begeben sie sich dabei in größte Gefahr...
Der Hörspielkrimi
rund um Ernährung und Gesundheit entstand in Kooperation mit der DBU (Deutsche
Bundesstiftung Umwelt), im Rahmen des Projekts "Graslöwe". |
Bemerkungen: |
Der schräge Titel "Die Currywurst-Lüge" deutet schon unfreiwillig an, was den
Hörer in diesem Hörspiel erwarten kann. Der "Umweltkrimi" entpuppt sich leider
mehr als Trash-Comedy, denn als lehrreiches Kinderhörspiel.
Hier bestätigt
sich die Regel, dass "Gut gemeint" und "Gut gemacht" unüberwindbare Gegensätze
sind. Denn inhaltlich wird hier dermaßen überzogen, dass dieses Hörspiel im
Bereich "Wissen" meines Erachtens nichts verloren hat. Das Ganze noch mit einem
Quasi-Gütesiegel der Deutschen Stiftung Umwelt zu versehen, ist diesbezüglich
eine mehr als zweifelhafte Maßnahme.
Nicht, dass man mich falsch
versteht, aber Kindern sollte man ernste Themen auch mit einer gewissen
Ernsthaftigkeit vermitteln. Wenn man es wie hier angeht, erweist man der Sache
einen Bärendienst.
Von der Umsetzung allerdings gefällt das Hörspiel
schon deutlich besser. Die Sprecher sind richtig gut, und würden auch in ihre
Rollen passen, wenn dieses Hörspiel eine andere Ausrichtung hätte. Als reine
Comedyproduktion wäre die Art, wie Anke Engelke und vor allem Kurt Krömer die
Sache angehen, sicherlich sehr gut. Den Figuren - so wie sie festgelegt sind -
geben sie ordentlich Farbe und überzeugen so in ihren Charakteren.
Auch
ansonsten können sich die Sprecher hören lassen, auch die Kinderstimmen - die ja
oft Grund zur Klage geben - überzeugen in dieser Produktion.
Die gute
Umsetzung kann nicht darüber hinwegtrösten, dass die Geschichte am eigenen
Anspruch scheitert. Basis eines guten Hörspiels ist nun mal ein ordentliches
Skript. Hier krankt leider diese Produktion, denn die Story ist meines Erachtens
nicht geeignet, in irgendeiner Form einen pädagogischen Nutzen zu haben. Zu
viele haarsträubende Elemente, zu wenig Respekt vor der Zielgruppe.
Vielleicht ist es unter dem Comedyaspekt noch ein Ohr wert - immerhin sind
die Sprecher unter dieser Sichtweise durchaus hörenswert - aber als lehrreiche
Unterhaltung kann diese Produktion in meinen Augen in keiner Weise überzeugen. |
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