| Die drei Räuber |
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Autor: |
Tomi Ungerer |
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Produktion: |
Diogenes 2007 |
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Regie: |
Hayo Freitag |
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Bearbeitung: |
Ralph Martin, Adreas Deyle |
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Musik: |
Bananafishbones, Kenneth Pattengale u. Wolfgang von Henko |
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Länge: |
68 Min |
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Mitwirkende: |
Mit Elena Kreil, Katharina Thalbach, Joachim Król, Bela B. Felsenheimer, Charly
Hübner, Uwe Büschken und Tomi Ungerer |
Inhalt: |
Tomi Ungerers Geschichte vom Waisenmädchen Tiffany, das in die Hände von
drei Räubern fällt, ist ein Kinderbuchklassiker. Seit seinem Erscheinen 1961 hat
es sich weit über 500'000-mal verkauft und wurde in 21 Sprachen übersetzt.
Regisseur Hayo Freitag (bekannt geworden durch seine erfolgreiche Kinoverfilmung
von "Käpt'n Blaubär") machte aus dem Bilderbuch einen animierten Kinofilm, der
nicht nur Kinder verzaubert. Das Hörspiel zum Film mit Tomi Ungerer als
Erzähler, Katharina Thalbach als wunderliche alte Tante und Joachim Król, Bela
B. Felsenheimer und Charly Hübner als die drei Räuber. |
Bemerkungen: |
Bei einem O-Ton-Hörspiel zum Kinofilm stellt sich ja oft die Frage, funktioniert
es überhaupt, ohne die Bilder zu kennen. Bei "Die drei Räuber" tut es das -
zumindest im Großen und Ganzen. Ein bis zwei Szenen gibt es, die vielleicht
visuell funktionieren, aber im Hörspiel nur ahnen lassen, was da passiert - hier
hätte man gerne kürzen oder den Erzähler ins Spiel bringen dürfen, denn hier
merkt man spätestens dass es kein reines Hörspiel ist.
Die Geschichte ist
aber ansonsten tadellos erzählt, wirkt auch rund, und es macht wirklich Spaß,
ihr zuzuhören.
Bei den Sprechern gibt es leider Licht und Schatten.
Elena Kreil passt zwar in die Rolle der Tiffany, allerdings erscheint sie mir
deutlich zu jung, um die Aufgabe, der Rolle ein glaubwürdiges Gesicht zu geben,
stemmen zu können. Da wirkt leider vieles noch zu steif. Herausragend ist
Katharina Thalbach als die böse Tante. Sie gibt dieser Figur die notwendige
Farbe und füllt diesen Charakter erstklassig aus.
Die drei Räuber konnten
hingegen nur bedingt überzeugen. Große Namen, aber da ging mir die Ausprägung
der Figuren dann doch zu in die gleiche Richtung. Alle Räuber waren zwar
unterscheidbar, hatten aber trotzdem keinen wirklich eigenen Chararkterzug in
der Stimme. Da hätte ich mir etwas mehr Kontrast gewünscht.
Der
Inszenierung gelingt es das Flair der Geschichte in die heutige Zeit zu retten.
Ohne plump zu wirken, transportiert man die Geschichte sehr liebenswert und
schafft mit einer wunderbaren Kulisse eine Produktion, die wohl etwas für die
Fans des Stoffes durch alle Generationen bietet. Eine sehr behutsame und an der
Vorlage verhaftete Umsetzung in der nicht zuletzt eine exzellent ausgewählte
Musik viel Ambiente zaubern kann.
In dieser Hinsicht überzeugt diese
Bearbeitung deutlich mehr, als vieles was in ähnlicher Form entsprechend neu
aufgelegt wurde. Diesbezüglich ist dieses Hörspiel auch den skeptischen Fans zu
empfehlen.
Auch wenn man sich hier und da ein paar Schwächen leistet,
die wirklich schöne und behutsame Bearbeitung überzeugt hier letzten Endes doch. |
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