| Pater Brown - Die Ehre des Israel Gow |
| |
Autor: |
Gilbert Keith Chesterton |
| |
Produktion: |
MDR/RBB/SWR 2005 - Audiobuch Verlag |
| |
Regie: |
Klaus Zippel |
| |
Bearbeitung: |
Ulrich Griebel |
| |
Musik: |
Stefan König |
| |
Länge: |
49 Min. |
| |
|
 |
Mitwirkende: |
Erzähler: Jürgen Holtz
Pater Brown: Horst Bollmann
Flambeau: Herbert
Fritsch
Detektiv Craven: Götz Schulte |
Inhalt: |
Lord Glengyle ist tot. Inspektor Craven von Scotland Yard, der Privatdetektiv
Flambeau und Pater Brown fahren nach Schottland, um herauszufinden, was mit dem
letzten Schlossbesitzer auf Glengyle Castle geschehen ist. Allein und völlig
zurückgezogen mit seinem Faktotum Israel Gow in dem düsteren Schloss lebend, ist
der Lord in den letzten Jahren von niemandem mehr gesehen worden. Die drei
Aufklärer finden im verwahrlosten Schloss seltsame Dinge: Was haben Kerzen ohne
Kerzenhalter, Edelsteine ohne Fassung und Schnupftaback ohne Schnupftabackdose
und demontierte Uhrwerke zu bedeuten? Beim Anblick zerstörter Gebetsbücher
schließlich schrillen beim Pater alle Alarmglocken und er vermutet Schwarze
Magie dahinter. Noch in tiefster, winddurchpeitschter Dunkelheit macht er sich
auf zu dem Grab des Toten... |
Bemerkungen: |
Die Pater Brown Umsetzungen der Reihe "Krimi-Sommer" leiden ja etwas unter dem
Aspekt des schnarchigen Vortrages, der mir im Regelfall - auch selbst für Pater
Brown'sche Verhältnisse - doch etwas zu ruhig ist.
Aber gerade die Folge "Die
Ehre des Israel Gow" leidet hierunter deutlich weniger als andere Folgen der
Reihe. Das liegt zum einen an der recht guten und verzwickten Story, als auch im
Zusammenspiel der Protagonisten Brown, Flambeau und Craven, die sich hier
erstklassig dem Problem widmen. Dass Brown es schließlich auch löst, versteht
sich ja schon von selbst.
Die Atmosphäre dieser Geschichte wird von den
Machern gut transportiert. Hier unterstützt nun auch Jürgen Holtz, der mir als
Erzähler nicht immer gefällt, mit seinem Part erheblich das Ambiente. Aber auch
ansonsten gibt es bei den Sprechern an sich nicht viel zu mäkeln. Einzig die
Besetzung des Flambeau mit Herbert Fritsch will nicht so richtig ins Bild
passen, dieser klingt für die Rolle etwas zu jung, auch wenn seine Leistung an
sich keinesfalls zu bemängeln ist.
Wer Pater Brown mag, bekommt mit "Die
Ehre des Israel Gow" ein richtig schönes Hörspiel mit einer sehr passenden
Atmosphäre zu Gehör. Andere, die bislang mit dieser Figur nicht viel anfangen
konnten, sollten hier aber auch mal ein Ohr riskieren, denn gerade dieser Fall
kann jeden Krimifan richtig gut unterhalten. |
|