| Die
Geschichte vom Brandner Kaspar |
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Autor: |
Franz Kobell, Kurt Wilhelm |
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Produktion: |
Clasart Filmproduktion / Perathon Film / der
hörverlag 2008 |
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Regie: |
Joseph Vilsmaier, Toni Nirschl |
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Bearbeitung: |
Klaus Richter |
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Musik: |
Christian Heyne |
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Länge: |
114 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Gert Anthoff
Brandner Kaspar: Franz Xaver Kroetz
Boanlkramer: Michael "Bully" Herbig
Nannerl: Lisa Maria Potthoff
Toni: Peter Ketnath
Fonse: Sebastian Bezzel
Kugler Alois: Alexander Held
Karl Wilhelm von Zieten: Detlev Buck
Portner: Jörg Hube
Nanntwein: Jürgen Tonekl
Michael: Herbert Knaup
Prinz Carl: Peter Mitterrutzner
Kreitmeier: Johann Schuler
Lechleitner: Andreas Nickl
Pfarrer: Heinrich Schmieder
Postwirt: Rudi Schmid
Resl: Barbara Bauer
Sophie: Elisabeth Trissenaar
Vroni: Lilian Naumann |
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Inhalt: |
Der Brandner Kaspar, ein verwitweter
Büchsenmacher, lebt in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit
seiner Enkelin Nannerl in den Bergen am Schliersee. Mit dem jungen
Toni, der Nannerl den Hof macht, bessert er sein schmales Einkommen
durch Wilderei in den Wäldern der Umgebung auf. Kurz vor
seinem siebzigsten Geburtstag besucht in der Tod, der bayerische
Boanlkramer, und will ihn mitnehmen. Der schlaue Kaspar macht den
ungebetenen Gast mit Kirschgeist betrunken und betrügt ihn
dann beim Kartenspiel, um so weitere einundzwanzig Lebensjahre
herauszuschinden. Bald aber merkt er, dass die gewonnenen Lebensjahre
auch ihre Schattenseiten haben. Nach einem tragischen Unfall nimmt er
das Angebot des Boanlkramers an, der von den
Himmelsautoritäten schon entsprechend bedrängt wurde,
einen Blick ins Himmelreich zu werfen und zu entscheiden, ob er nicht
doch schon früher am Leben der Seligen teilhaben
möchte...
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| Bemerkungen: |
Inhaltlich
ist diese Produktion wirklich sehr gelungen.
Die Geschichte vom Brandner Kaspar hat einen hohen Unterhaltungswert,
lebt vom bayerischen Flair, das auch gut von der Umsetzung
transportiert wird, und sorgt für den ein oder
anderen
Schmunzler.
Dabei geht es auch tragisch zu, sodass sich hier eine breite Palette
der Emotionen dem Hörer präsentiert.
Natürlich springt die ungewöhnliche Besetzung sofort
ins Auge
- und auch ans Ohr. Franz Xaver Kroetz ist eine Idealbesetzung
für
den Brandner Kasper. Schön, dass er wieder mal als
Schauspieler
agiert; um so mehr, als ihm die Rolle des Raubeins ja auf den Leib
geschrieben scheint.
Ein wenig untypischer und mehr als werbetechnischer Gag wirkt die
Rollenvergabe des Boandlkramers an Michael "Bully" Herbig. Aber, so wie
die Figur von Vilsmaier hier angelegt wurde, passt auch er perfekt ins
Bild. Den etwas stupide Charakter verkörpert Herbig nicht nur
perfekt, sondern sorgt auch durch seine bekannt komisches Talent
für die meisten Lacher in diesem Stück.
Aber auch wer mit dieser Art Humor nicht viel anfangen kann, kann noch
mit einigem Lustigem rechnen. Auch wenn sich die heiteren Szenen fast
ausschließlich auf die "himmlischen Mächte"
konzentrieren,
während es auf der Erde der Prämisse wegen doch eher
recht
grau zugeht.
Bei der Umsetzung merkt man schon arg, dass es sich um ein
O-Ton-Hörspiel handelt, bei dem der Erzähler
aufgesetzt
wurde. Sein Part nimmt hier zuviel Raum ein. Er beschreibt hier
alle Handlungen, die im Film zu sehen sind, was das Ganze fast
wie
einen Hörfilm wirken lässt. Man hätte hier
gerne diese
Rolle noch ein wenig gefälliger darstellen können, in
dem man
beispielsweise das Ganze mehr in die Handlung integriert oder
durch Musikuntermalung gefälliger gemacht hätte. So
wäre
man vielleicht diese Aufgesetztheit vermeiden bzw. minimiren
können.
Auch jenseits des "Weißwurst-Äquators" darf man die
Geschichte, die mit Witz und Hintersinn gespickt ist, gerne
genießen. Auch wenn's hier und da doch mal sehr "boayrisch"
wird
und man nördlich von Aschaffenburg nicht mehr jedes Wort
verstehen
wird, um der Geschichte zu folgen, reicht es allemal.
Ein wenig schade ist es, dass die Bearbeitung von der
Filmtonspur
in ein Hörspiel ein wenig zu einfach ausfällt und man
hier
einen Erzählerpart aufsetzt, der zudem etwas weitschweifig
ist.
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