| Die Glut |
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Autor: |
Sándor Márai |
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Produktion: |
SR/HR/RB - HörbucHHamburg 2000 |
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Regie: |
Walter Adler |
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Bearbeitung: |
Sebastian Goy |
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Länge: |
84 Min. |
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Mitwirkende: |
General: Thomas Holtzmann
Konrad: Rolf Boysen
Erzähler: Michael
König
Nini: Doris Schade
Krisztina: Susanne Lothar
Jäger: Heinrich
Giskes
Diener: Walter Renneisen
Vater: Peter Fitz
Arzt: Hans-Peter
Hallwachs
Bursche: Philipp Schepmann
General als Kind: Timo Glosemeyer
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Inhalt: |
Ein ungarisches Schloss am Fuße der Karpaten - einst Ort festlicher Soireen, der
die Grandezza des österreichisch-ungarischen Reiches atmete. Jetzt bezeugen
blinde Spiegel und zerschlissene Tapeten den Verfall einer Epoche. Einige Diener
für das Notwendigste sind ihnen geblieben, Henrik, dem General, und seiner alte
Amme, mit ihm durch Erinnerungen verbunden seit 75 Jahren.
Jetzt ist der
Augenblick gekommen, auf den Henrik 41 Jahre gewartet hat: Konrad hat sich
angekündigt, sein engster Freund aus Jugendtagen, der damals nach einem
gemeinsamen Jagdausflug ans andere Ende der Welt geflohen war. Ein einziger
Abend, eine Nacht, für Antworten auf die Frage, die dem General seitdem auf der
Seele brennt: War Krisztina, seine junge, schöne und seit langem verstorbene
Frau, Ursache für Konrads überstürzte Flucht? |
Bemerkungen: |
Sándor Márai hat mit "Die Glut" ein faszinierendes Werk geschaffen, das aus
einem kleinen Aufhänger Großes macht. Die große Liebe, Freundschaft und ihr
Bedeutung zu- und miteinander, und die Auswirkungen, die sich auf ein ganzes
Leben schlagen können, werden hier eindrucksvoll dargestellt.
Sebastian
Goy und Walter Adler haben dieses Werk sehr behutsam hörbar gemacht. Es gelingt
ihnen, einen ruhigen Rahmen zu schaffen und den Text wirken zu lassen, ohne,
dass es beim Hörer auch nur die Spur von Langeweile hinterlässt. Der Text, als
auch die Umsetzung strahlen, eine wohlige Wärme aus und bei aller Tragik, die
das Stück mit sich bringt, sorgt es für eine sehr anspruchsvolle und gute
Unterhaltung.
Im Mittelpunkt stehen hier die beiden Protagonisten Henrik
und Konrad Auch wenn die Sprecherlast zum großen Teil von Thomas Holtzmann
getragen wird, sind beide Interpretationen - Konrad wird von Rolf Boysen
gesprochen - aller Ehren wert. Beide sorgen dafür, dass die Geschichte nicht nur
durch den bloßen Text, sondern auch durch die Darstellung selbst erzählt wird -
Eine meisterhafte Leistung.
"Die Glut" ist tragisch schön, ein sehr
bewegendes Hörspiel, dem es zu lauschen lohnt. |
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