| Die kleine Hexe (Teil 1 und 2) |
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Autor: |
Ottfried Preußler |
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Produktion: |
Karussell 2008
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Regie: |
Jürgen Nola |
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Musik: |
Marco Nola |
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Länge: |
59 Min. |
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Mitwirkende: |
Anna Thalbach, Peter Striebeck, Stefan Kaminski, Marlies Engel, Susanne
Schrader, Eva Gilhofer-Schwarz, Sabine Schmidt Kirchner, Katharina Schütz,
Petra-Janina Schultz, Ulrich von Bock, Gernot Endemann, Peter Kaempfe, Julia
Niedzwiecki, Claus Fuchs, Hans Peter Kurr, Heinz Lieven, Femke Jovy, Tim Felix
Sievers |
Inhalt: |
Die kleine Hexe ist erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt und wird deshalb
von den großen Hexen noch nicht für voll genommen. Obwohl man es ihr verboten
hat, feiert sie den Hexentanz auf dem Blocksberg mit. Zur Strafe muss sie sich
ohne Besen zu Fuß auf den Weg nach Hause machen. Beim nächsten Tanz darf sie nur
dabei sein, wenn sie ein Jahr lang eine gute Hexe gewesen ist. Unterstützt von
ihrem Raben Abraxas, übt die kleine Hexe von nun an fleißig das
Hexenwörterbuch.
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Bemerkungen: |
Nicht nur der WDR hat den Kinderbuchklassiker von Ottfried Preußler neu vertont,
jetzt hat auch Karussell die alte Fassung ins Archiv geschoben und "Die kleine
Hexe" neu vertont. Aus drei Teilen hat man nunmehr zwei gemacht, die mit
insgesamt 123 Minuten Spieldauer aber nur knapp unter derer der älteren Version
bleibt.
Eingebettet zwischen zwei Walpurgisnächten und den entsprechenden
Besuchen der kleinen Hexe auf dem Blocksberg, erzählt man hier in kleinen
Episoden, wie aus der jungen - sie ist immerhin erst 127 Jahre alt - und damit
ungeübten Hexe eine gute Hexe wird.
Die Geschichten sind natürlich recht
einfach, folgen einem klaren Muster, können aber aufgrund der liebevollen
Erzählweise trotzdem - nicht nur die primäre Zielgruppe - gut
unterhalten.
Bei den Sprechern lässt man sich nicht lumpen. Anna Thalbach
spricht und singt die Titelrolle, als wäre diese eigens für sie gemacht. Eine
wirklich sehr ansprechende Leistung. Skeptisch war ich bei der Rolle des
Abraxas. Hier hatte Jens Wawrczeck in der WDR-Produktion ja eine sensationelle
Leistung hingelegt. Aber hier zeigt man, dass man eine Besetzung gefunden hat,
die mindestens auf Augenhöhe liegt. Stefan Kaminski ist für eine solche Rolle
ein bzw. der ideale/r Kandidat. Und tatsächlich bin ich hier von seiner Leistung
wirklich begeistert.
Sehr angenehm aufgefallen ist mir auch der Erzähler
Peter Stiebeck, bei dem der größte Anteil an der Sprecherarbeit liegt. Mit
angenehm warmer Stimme erzählt er die Geschichten sehr eingängig. Es macht
richtig Spaß ihm zuzuhören.
Der große Erzähleranteil verhindert etwas
die Dialogentwicklung, so dass die Produktion fast schon wie eine szenische
Lesung wirkt. Die Auskleidung mit Geräuschen variiert, so gibt es diesbezüglich
recht bunte Kulissen, beispielsweise auf dem Blocksberg, aber auch eher ruhige
Phasen, die vielleicht noch ein bisschen mehr Farbe vertragen hätten.
Musikalisch gibt es nur ein Stück, das in verschiedenen Formen zwischen den
Geschichten eingespielt wird. Ab und zu dürfen Anna Thalbach und Stefan Kaminski
dazu mitsingen. Das Stück hat Ohrwurmcharakter - auf die gesamte Spielzeit
gesehen, hätte es für meinen Geschmack aber auch ein-, zweimal weniger
eingesetzt werden dürfen.
Die CDs drehen sich in den letzten Tagen
immer wieder im Player meines familieneigenen Testhörers in der Zielgruppe. Aber
auch mir gefällt diese Produktion recht gut. Die zwar bekannten, aber netten
Geschichten werden hier mit einem guten bis sehr guten Sprecherteam umgesetzt,
dem zuzuhören einfach Spaß macht.
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