| Die Propellerinsel |
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Autor: |
Andreas Masuth nach Jules Verne |
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Produktion: |
Maritim Verlag 2007 |
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Bearbeitung: |
Günther Hoppenstedt |
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Länge: |
78 Min. |
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Mitwirkende: |
Dirk Meyer, Torsten Münchow, Norbert Gastell, Andreas Bocherding, Christian
Rode, Thomas Karallus, Peter Groeger, Susanne Meikl, Sandra Schwittau, Fritz von
Hardenberg und Michael Schwarzmeier |
Inhalt: |
Das französische Kammertrio, bestehend aus Yves Boulez, Violinist, Robert
Ponthieu, Bratsche und dem Cellisten Sebastian Fragonard, hat es durch einen
unglücklichen Wink des Schicksals nachts an die kalifornische Küste verschlagen.
Mitten im Nirgendwo. Eigentlich befindet man sich auf dem Weg nach San Diego, wo
ein weiterer umjubelter Auftritt auf die drei Herren wartet.
Mit nichts als
ihren Instrumenten irren die Musiker durch die Nacht, als sich ihnen eine
Kutsche nähert. Als der freundliche Retter erfährt, um wen es sich bei den
Irrenden handelt, ist er hocherfreut und bittet sie umgehend, mit ihm zu kommen.
Er wisse hier ganz in der Nähe nicht nur eine Stadt, sondern auch ein
exzellentes Hotel. Trotz ihrer Zweifel fährt das Kammertrio mit.
Und
tatsächlich: In der nahegelegenen Bucht wartet ein Stadt von solcher Pracht und
Eleganz, dass die Musiker völlig verwirrt, diese auf der Landkarte übersehen zu
haben.
Der Mann, der sich als Mr. Fender vorstellt, führt die drei durch eine
Stadt voll großartiger, technischer Errungenschaften, die das Leben der
Einwohner so angenehm wie möglich gestalten.
Man entschließt sich, die Nacht
dort zu verbringen.
Als man am nächsten Morgen zum Aufbruch rüstet kommt
jedoch der Schock:
Die Stadt samt ihren Außenbezirken treibt auf dem offenen
Meer!
Man befindet sich auf Standard Island, einer 8 Quadratmeilen großen
künstlichen Insel, die mit der Kraft von 10 Millionen Pferdestärken durch das
Meer bewegt wird, ähnlich einem Schiff. Die Stadt heißt Milliard-City, nicht
umsonst, wohnen dort doch nur Millionäre und Millardäre.
Dem erst erzürnten
Kammertrio wird ein verlockendes Angebot unterbreitet:
Jeder der Musiker
erhält 250.000 Dollar (entsprach damals 1 Millionen Franc) wenn sich das
Kammertrio bereiterklärt, auf der kommenden Reise, die 8 Monate dauert, Konzerte
in Milliard-City zu geben.
Nach ersten Bedenken willigt man schließlich
ein.
Es folgt eine Zeit der Entdeckung der Insel und Konzertabenden, die bald
in der Liaison des Cellisten mit der Tochter des reichsten Mannes der Insel
Gestalt annimmt. Das Leben scheint eitler Sonnenschein.
Aber es gibt Stimmen
in der Welt, die diese Insel lieber heute als morgen verschwunden sähen..
Als
Standard Island eines nachts den englischen Dampfkreuzer "Typhoon" ungewollt
rammt und versenkt, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei.
Wenige Wochen danach
wird Standard Island von Fremden überfallen, die wilde Raubtiere auf der Insel
aussetzen und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzen.
Damit aber
nicht genug. Die Fremden bringen den Maschinenraum unter ihre Kontrolle und
lassen die gewaltigen Bug- und Heckpropeller gegeneinander arbeiten. Die Insel
droht auseinanderzubrechen.
Aber glücklicherweise gibt es noch das
Kammertrio, das weit über die Erfüllung seines musikalischen Engagements hinaus
mithilft, Standard Island zu retten... |
Bemerkungen: |
Die zweite, neue Jules-Verne-Umsetzung von Andreas Masuth hängt leider ihrem
Vorgänger dem "Karparthenschloss" schon etwas hinterher. Das liegt weniger an
der Umsetzung, als an der Story selbst. Denn die bietet leider einfach nicht die
Möglichkeit einer besonders atmosphärischen Darstellung.
Dafür werden aber
die Jules-Verne-Fans wieder eher auf ihre Kosten kommen, denn diese Geschichte
passt nun wirklich (nur) zu diesem Autor. Vielleicht ist hier sogar etwas zu
viel "Verne" enthalten, denn außer dem großen technischen Aspekt bietet die
Geschichte größtenteils wenig. Selbst der Angriff am Ende des Hörspiels wirkt
irgendwie blass.
Insgesamt bleibt ein - auf die Handlung bezogen - eher
durchschnittliches Hörspiel, das Umfeld an Sprechern und Sounds stimmt zwar
hier, kann jedoch in diesem Fall keine großen positiven Akzente setzen. |
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