| Die Räuber vom Liang Schan Moor |
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Autor: |
Karlheinz Koinegg |
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Produktion: |
WDR 2003 - der hörverlag |
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Regie: |
Martin Zylka |
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Musik: |
James Reynolds |
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Länge: |
186 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Manfred Steffen
Sung Kiang: Konstantin Graudus
Trommelfloh, sein
Bruder: Roland Jankowsky
Eiserner Büffel: Helmut Krauss
Listenstern: Ernst
August Schepmann
Gelber Wespenstachel: Dominique Horwitz
Marschall Kao:
Thomas Balou Martin
Kaiser Hui Zung: Jörg Thieme
Thomas Anzenhofer, Renier
Baaken, Daniel Berger, Gisela Claudius, Paul Faßnacht, Justus Fritzsche, Lars
Gärtner, Axel Gottschick, Matthias Haase, Christoph Maria Herbst, Gisela Keiner,
Hanns Jörg Krumpholz, Bernd Kuschmann, Franz Nagel, Volker Niederfahrenhorst,
Peter Nottmeier, Gabrielle Odinis, Matthias Ponnier, Bodo Primus, Elisabeth
Scherer, Hans Schulze, Walter Spiske, Karlheinz Tafel, Frank Voß, Heinz Walter,
Frank Watzke, u.a. |
Inhalt: |
"Wo seid ihr, Räuber der Vergangenheit? Wo bist du, großes China? Der Wind
meiner Erinnerung treibt mich durch Bambuswälder, durch die Schluchten des
Yangtse, über Bergwipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan
Moor! Dort wart ihr einst mächtig, und selbst der Sohn des Himmels zitterte vor
euch auf seinem Drachenthron!" So beginnt die abenteuerliche Geschichte der
Räuber vom Liang Schan Moor - eine Geschichte, die im Alten China von Mund zu
Mund ging. Der chinesische Dichter Schi Nai An hat sie im 13. Jahrhundert
aufgeschrieben. Geheime Botschaften, singende Pfeile, Menschenfresser,
Flusspiraten - und ein junger Räuberhäuptling namens Sung Kiang, dessen
Tapferkeit und Edelmut nur einem Robin Hood vergleichbar sind - und dessen Ruhm
bei den Chinesen bis heute weiterlebt. Denn Sung Kiang, den edlen "Regenspender
von Schantung" und seine Freunde gab es wirklich! Wolkendrache und Magister
Listenstern, Geisterläufer, Höhlenmolch und Eiserner Büffel - das sind nur fünf
der Räubernamen, die bis heute ehrfurchtsvoll geflüstert werden, wenn der Wind
der Erinnerung um längst versunkene Hütten und Paläste streicht - "über
Bergeswipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan
Moor!"
Karlheinz Koinegg wurde 1960 am Niederrhein geboren und lebt heute
in Berlin. Für den WDR hat er viele Kinderhörspiele geschrieben, darunter "Die
Abenteuer und Irrfahrten des Odysseus" (1998), "König Artus und die Ritter der
Tafelrunde" (2005) und "Jesus und die Mühlen von Cölln" (2006). Für seine
Bearbeitung von Tahar Ben Jellouns "Papa, was ist der Islam?" erhielt er 2004
den CIVIS-Preis der ARD. |
Bemerkungen: |
Karlheinz Koinegg ist eine der besten Adressen, wenn es darum geht, gute
Radiohörspiele für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Hier hat er sich einem
doch eher ungewöhnlichen Ambiente gewidmet - eine chinesische Heldengeschichte.
Diese erzählt er mit dem ihm eigenen Charme und Witz.
Obwohl der
eigentliche Rahmen recht schnell erzählt ist, streckt sich die Geschichte etwas
mit kleinen Segmenten zwischendurch. Diese sind zum Teil sehr gut und
unterhaltsam, einige überzeugen jedoch etwas weniger. So, ist das Hörspiel
insgesamt zwar gut, aber durchaus eines der schwächeren Werke Koineggs.
Das mag auch an dem ungewohnten Erzählumfeld liegen, es hat
beispielsweise recht lange gedauert, bis ich mit der Geschichte überhaupt warm
wurde.
Das mag auch zu einem Gutteil an der Umsetzung liegen, die hier
versucht, die entsprechende Kulisse akustisch zu malen. Das gelingt mal mehr,
mal weniger.
Darunter fällt auch der etwas ungleiche Einsatz der
Sprecher - einige sind sehr stereotyp unterwegs und fallen so gegenüber den
anderen, die ihre Rollen neutraler ausfüllen, stark auf. Extrem gestört hat mich
da insbesondere die Leistung von Dominik Horwitz, der den chinesischen Eunuchen
Wespenstachel zu klischeehaft gibt. Hier hätte Martin Zylka schon etwas für ein
ausgewogeneres Bild sorgen dürfen.
Ansonsten gehen einem aber schon beim
Lesen der Sprecherliste die Augen über. Bis in die kleinsten Rollen gibt es gute
und bekannte Sprecher - die auch in weiten Teilen ihrem Ruf gerecht werden.
Insgesamt gesehen ist "Die Räuber vom Liang Schan Moor" ein recht
gutes Kinderhörspiel, dass allerdings der hohen Erwartungshaltung, die man an
Karlheinz Koinegg und den WDR hat, nicht ganz gerecht wird. |
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