| Die Reise
zum Mittelpunkt der Erde |
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Autor: |
Jules Verne |
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Produktion: |
MDR / RB / RBB 2005 - der hörverlag |
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Regie: |
Leonhard Koppelmann |
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Bearbeitung: |
Leonhard Koppelmann |
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Musik: |
Henrik Albrecht |
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Länge: |
162 Min. |
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Mitwirkende: |

Professor Otto Lidenbrock: Wolf-Dietrich Sprenger, Bild: rbb/MDR/Jehnichen

Axel, sein Neffe: Florian Lukas, Bild: rbb/MDR/Anke Beims

Hans: Bjarne Henriksen, Bild: rbb/MDR/Anke Beims

Professor Friderickson: Uwe Friedrichsen, Bild: rbb/MDR/Jehnichen
Gretchen: Anna Maria Mühe
Kapitän: Klaus Manchen
Hirtenknabe: Manuel Lai

Aufnahmearbeiten in den Saalfelder Feengrotten: Regisseur Leonhard
Koppelmann, Wolf-Dietrich Sprenger, Bjarne Henriksen, Jean-Boris
Szymczak (v.l.n.r.), Bild: rbb/MDR/Anke Beims
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Inhalt: |
1. Teil: Arne Saknussemm
2. Teil: Wunderwelten
2. Teil: Der Snäfields Yokul
3. Teil: Der Hansbach
4. Teil: Das Meer Lidenbrock
5. Teil: Im Höllenschlund
Der Hamburger Professor Lidenbrock ist ein ebenso angesehener wie
sonderbarer Gelehrter. Er hält Vorlesungen am Johanneum
über Mineralogie und gilt durchaus als Koryphäe auf
seinem Gebiet. Dennoch liegt ihm herzlich wenig daran, dass seine
Studenten die Lektionen auch besuchen - im Gegenteil: Lidenbrock ist
eine Art egoistischer Gelehrter, ja geradezu ein Geizhals in
Wissensdingen. Lediglich seinen Neffen Axel, der als Waise bei ihm in
der Königsstraße zu Hamburg wohnt, weiht er in seine
Entdeckungen ein. So auch an jenem denkwürdigen Maisonntag des
Jahres 1863.
In einer uralten isländischen Fürstenchronik entdeckt
Lidenbrock ein Dokument. Es enthält offenbar eine in
Geheimschrift verfasste Botschaft des isländischen Alchimisten
Arne Saknussemm. Durch einen Zufall kommt Axel dem Rätsel auf
die Spur. Saknussems Botschaft verrät einen Weg, zum
Mittelpunkt der Erde zu gelangen. Sogleich will Professor Lidenbrock
diese Reise selbst unternehmen. Ungefragt bestimmt er Axel zu seinem
Begleiter und Chronisten. Dem besonnenen Neffen scheint diese
waghalsige Unternehmung unausführbar. Professor Lidenbrock
jedoch schlägt alle als gesichert geltenden Erkenntnisse in
den Wind. Und selbst Axels Verlobte, die junge hübsche Grete,
unterstützt das Vorhaben des Professors. Über Kiel
und Kopenhagen erreichen Lidenbrock und Axel per Schiff Reykjavik auf
Island. Hier machen sie Bekanntschaft mit dem Naturwissenschaftler
Professor Friderickson. Durch seine Vermittlung gesellt sich der
Eiderentenjäger Hans zu den beiden Hamburgern. Am 16. Juni
1863 brechen sie zu dritt von Reykjavik aus auf und durchqueren das
kahle, von Gebirgen durchzogene Land. Einige Tage später
erreichen sie den Krater des Snäfields. Am letzten Junitag
verrät der Schatten des Vulkangipfels den Weg ins Erdinnere.
Der Abstieg kann beginnen. Nach sechseinhalb Stunden und
zweitausendachthundert Fuß erreichen sie den Boden der
senkrechten Schlucht. Hier öffnet sich ihnen eine Lavagalerie.
Als sie eine Weggabelung erreichen, wählt Lidenbrock
kurzentschlossen den östlichen Tunnel. Als der Gang endet,
müssen sie zurückkehren. Unterdessen ist der
Wasservorrat zur Neige gegangen. Die Expedition droht zu scheitern.
Hans verlässt während des Nachtlagers die
Gefährten. Wird er das überlebenswichtige Elixier
finden?
Der Eiderentenjäger Hans findet eine Ader, die hinter einer
Felswand fließt. Mit der Spitzhacke schlägt er ein
Loch. Siedend heißes Wasser strömt in die
Höhle und bildet einen Bach, der den Dreien fortan den Weg
weisen soll. Während des weiteren Abstieges verliert Axel
seine Gefährten. Dazu droht ihm sein Grubenlicht zu
erlöschen. Angst und Panik befallen ihn. Beim weiteren Abstieg
gerät er in einen senkrechten Schlund, stürzt und
verliert das Bewusstsein. Die Gefährten finden ihn, und Axel
erwacht am Ufer eines unterirdischen Meeres. Hier stoßen sie
auf einen Wald riesiger Champignons und finden Knochen und Skelettteile
vorzeitlicher Tiere. Währenddessen errichtet Hans ein
Floß aus fossilem Holz. Am 13. August 1863 stechen sie auf
dem "Meer Lidenbrock" in See. Nach drei Tagen ist immer noch kein Ufer
in Sicht. Lidenbrock wird ungeduldig und lässt eine eiserne
Sonde an einem Strick auf den Grund des Meeres gleiten.
Plötzlich tauchen urzeitliche Meerestiere und Reptilien vor
ihnen auf und geraten untereinander in einen mörderischen
Kampf. Einige Tage später geraten die Reisenden in einen
Sturm, der mehrere Tage anhält. Ein Kugelblitz rollt
über das Floß und droht alles in Brand zu setzen.
Schließlich zerschellt das Floß an einem Felsen,
die Gruppe erleidet Schiffbruch und wird an ein Ufer geschwemmt.
Unnachgiebig bestimmt Professor Lidenbrock, die Überfahrt
erneut zu versuchen. Zuvor stoßen sie auf ein Feld
menschlicher Knochen, wenig später erblicken sie lebendige
Exemplare dieser fossilen Rasse. Die ungeheure Größe
dieser Wesen flößt selbst dem Professor Respekt ein,
und sie ziehen sich zurück. An einem Felsen in der
Nähe des Strandes finden sie erneut Spuren von Arne
Saknussemm. Sie weisen auf einen Höhleneingang. Doch nach
wenigen Metern bereits ist der Tunnel durch einen Felsblock versperrt.
Als die Reisenden den Weg freisprengen, reißen sie einen
Abgrund auf. Auf dem Floß gelangen sie zuerst auf
hinabstürzendem Wasser, dann auf brodelnder Lava in den Krater
eines ausbrechenden Vulkans. Durch eine gewaltige Eruption werden sie
schließlich zurück auf die Erdoberfläche
geschleudert. Ein Hirtenjunge findet die seltsam anmutenden Reisenden
und sagt den Verwirrten, wo sie gelandet sind: auf der italienischen
Insel Stromboli. Über Marseille gelangen die
Gefährten nach Hamburg zurück. Hier erwartet Grete
die Reisenden und schließt Axel in die Arme. Fortan soll er
bei ihr Abenteuer zu bestehen haben. |
Bemerkungen: |
Eine weitere Jules Verne-Umsetzung von
MDR-Figaro, der diesmal zusammen mit dem rbb dieses Hörspiel
erstellt hat. Als Regisseur hat man niemand anderen als Leonard
Koppelmann verpflichtet, der auch die Vorlage zum Hörspiel
umsetzte.
Beides ist ihm gut gelungen. Die Geschichte ist packend und wird trotz
ihrer Länge spannend erzählt. Trotz der oft
eingeschränkten Handlungsszenerie und der bekannten Geschichte
kommt hier keinerlei Langeweile auf.
Das Stück kommt nur mit wenigen Sprechern aus. Wobei hier
eigentlich nur Wolf-Dietrich Sprenger und Florian Lukas sich richtig in
Szene setzen können. Und das tun sie dann auch. An der guten
Leistung gibt es zu keiner Zeit Zweifel.
Die Musik stammt von Henrik Albrecht und dieser Name bürgt
für Qualität. Hörspielmusik auf den Punkt -
zu jeder Zeit wird die Handlung unterstützt und ordentlich
akustischer Kulissenbau betrieben. Hier ist dem Team insgesamt ein
kleines Meisterwerk gelungen.
Auch wenn es vielleicht nicht die stärkste Story von Jules
Verne ist, in dieser Version ist sie aber auf jeden Fall sehr
empfehlenswert. Die Umsetzung ist meines Erachtens sogar die beste von
den drei Jules-Verne-Produktionen des MDR.
Das Hörspiel ist zusammen mit den beiden MDR-Produktionen "In
80
Tagen um die Welt" und "20.000 Meilen unter dem Meer" auch in einer
3-CD bzw. 3 DVD-Box mit dem Titel "Jules Verne - Fantastische Reisen"
erhältlich.
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