| Die rote Zora |
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Autor: |
Kurt Held |
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Produktion: |
Universal |
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Regie: |
Oliver Rohrbeck |
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Bearbeitung: |
Roland Kruschak |
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Länge: |
73 Min. |
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Mitwirkende: |
Linn Reusse, Jakob Knoblauch, David Berton, Pascal Andres, Woody Mues, Damonique
Horwitz, Ben Becker, Mario Adorf, Hilmi Sözer, Badas Calviyik, Nora Quest,
Jannik Werner, Jan Jakob Müller, Moritz Grabbe, Iris Minnich u. v. a. |
Inhalt: |
Die Story spielt an der kroatischen Küste in den 1930er-Jahren: Die Mutter des
12jährigen Branko (Jakob Knoblauch) stirbt. Auf der Suche nach seinem Vater
kommt Branko in einen Ort, wo ein geheimnisvolles Mädchen mit roten Haaren die
Obrigkeit an der Nase herumführt: Die 14jährige rote Zora (Linn Reusse) ist
Anführerin einer Bande von Waisenkindern und stellt sich so schlau an, dass sie
sowohl dem Bürgermeister (Dominique Horwitz) als auch dem Fischgroßhändler
Karaman (Ben Becker) ein Dorn im Auge ist. Einzig der alte Fischer Gorian (Mario
Adorf) zeigt Verständnis für Zora und ihre Jungs. Branko schließt sich der Bande
an. Als der Fischer vom Großhändler genötigt wird, sein kleines Geschäft zu
verkaufen, schlägt sich die Bande auf die Seite des alten Mannes und beginnt den
Kampf gegen die Mächtigen der Stadt.
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Bemerkungen: |
Vollständig überzeugt hat mich diese Bearbeitung des Held-Stoffes leider nicht.
Zwar ist die Geschichte stimmig, die Umsetzung des Stoffes stellt mich aber
nicht wirklich zufrieden. Natürlich steht und fällt ein O-Ton-Hörspiel zunächst
mit der Filmvorlage - aber insoweit gibt es eigentlich keine Grund zu Klage; die
Geschichte wird - soweit man das aufgrund des Hörspiels bewerten kann - gut und
umfassend erzählt. Das Flair von Handlungsort und -zeit wird hier auch akustisch
gut transportiert.
Natürlich ist die Geschichte nach mehr als sechzig Jahren
nicht mehr taufrisch und originell, dennoch bietet sie alles, was gute Kinder-
und Jugendunterhaltung ausmachen. Spannung, Tiefgang, Humor - kurz gesagt, beste
Unterhaltung.
Um den Film hörbar zu machen, hat man hier als Erzählerin
die Hauptfigur, Linn Reusse als "Die rote Zora", eingesetzt. Das schafft zwar
mehr Nähe zwischen Hörer und Geschehen, hat aber den Makel, dass einige
Passagen, bei denen sie als handelnde Person nicht dabei ist, natürlich
unlogisch wirken. Das mag vielleicht nur wenige stören, dennoch wäre hier ein
neutraler Erzähler - oder ein deutlich rückblickender Erzählstil - vielleicht
sinnvoller gewesen.
Sieht man davon mal ab, ist "Die rote Zora" als
Hörspiel sehr unterhaltsam - wenngleich diese Produktion natürlich keine
gleichwertige Alternative zum Film bietet. Dennoch wer's mehr akustisch, denn
optisch mag, macht hier sicherlich nichts falsch. |
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