| Gruselkabinett
(38) Hanns Heinz Ewers - Die Spinne |
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Autor: |
Hanns Heinz Ewers |
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Bearbeitung:
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Marc
Gruppe |
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Produktion: |
Titania |
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Regie: |
Stephan Bosenius und Marc Gruppe |
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Musik: |
Div. |
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Länge: |
77 Min. |
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Mitwirkende: |
Richard Bracquemont: Simon Jäger
Madame Dubonnet: Marianne Lutz
Kommissar: Bodo Wolf
Francois: Tommy
Morgenstern
Prof. Kerber: Engelbert von Nordhausen
Mary Garden: Cathlen Gawlich
Henri Moreau: Axel Malzacher
Herr Pulver: Andreas Mannkopff
Charles-Marie Chaumieé: Hasso Zorn
Karl Krause: David Turba
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Inhalt: |
An drei aufeinanderfolgenden Freitagen
erhängten sich drei Gäste des kleinen Pariser Hotels
Stevens
am Fensterkreuz von Zimmer 7. Der Student der Medizin Richard
Bracquemont lässt sich weder vom zuständigen
Kommissar noch
von Madame Dubonnet, der Besitzerin des Hotels, davon abbringen, genau
dieses Zimmer zu beziehen…
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| Bemerkungen: |
Mit
Hans Heinz Ewers' "Die Spinne" vertont Titania Medien wieder einmal
eine Geschichte, die sicherlich nicht zu den bekanntesten Werken der
Gruselliteratur gehört. Das hat sich in der Vergangenheit
allerdings schon des Öfteren gelohnt, da man hierdurch meist
deutlich mehr dem Reihentitel "Gruselkabinett" näher kam, als mit
so manch groß klingenden Namen.
Auch diese Geschichte unterstreicht diesen Eindruck. Auch wenn dem Plot
das Ende vorweggenommen wird, ist dies kein wirklicher Nachteil,
sondern sorgt für eine durchweg hohe Spannung, da hier
die Hintergründe lange undurchschaubar bleiben.
Man treibt hier kontinuierlich die Geschichte voran und wickelt den
Hörer mehr und mehr in das Geschehen ein, so dass sich kleine
logische Löcher bzw. leicht naive Handlungsweisen als nicht
besonders störend erweisen.
Zur Umsetzung bedurfte es hier keiner großer Klimmzüge. Die
Geschichte ist als gespielte Tagebuchaufzeichnung in einer
überschaubaren Kulisse sehr anspruchslos, was die akustische
Untermalung betrifft. Wichtig ist hier eher die dramatische
Unterstützung, die auch vorzüglich gelingt.
Das große Sprecherensemble teilt sich in Simon Jäger und dem
Rest. Die Rolle des Richard Bracquemont nimmt als dramatischer
Erzähler einen Großteil des Hörspiels ein. Dialogszenen
finden anfangs mehr, später immer weniger statt, so dass das
restliche Ensemble hier kaum in der Lage ist, besondere Akzente zu
setzen. Das was hörbar wird, ist allerdings nicht zu beanstanden.
Simon Jägers sehr gute Leistung sorgt dafür, dass aus einer
guten Geschichte eine erstklassige Produktion wird. Er transportiert
die Wandlung seiner Figur glaubhaft.
Eine rundum gelungene Produktion, die dem Anspruch der Reihe
gerecht wird, und eine gute und angenehm schaurige Geschichte
erzählt.
Meine
Wertung: + + + + + |
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