Die Tote im Götakanal
  Autor: Maj Sjöwall, Per Wahlöö
  Produktion: SWF / WDR 1978 - Der Audio-Verlag 2007
  Regie: Peter Michel Ladiges
  Bearbeitung: Sebastian Goy, Peter Michel Ladiges
  Musik: Hans Martin Majewski
  Länge: 57 Minuten
  Cover
 


Mitwirkende:

Erzähler: Matthias Ponnier
Erzählerin: Rita Russek
Arzt: Gert Keller
Kommissar: Bernd Lau
Ahlberg: Herbert Stass
Beck: Charles Wirths
Inga, seine Frau: Heta Mantscheff
Kolberg: Hubert Suschka
Melander: Peter Franzon
Kafka: Joachim Nottke
Mulvaney: Michael Thomas
Heizer: Christian Brückner
Oberst: Horst Beilke
3. Stimme (Mann) / Hammar: Dieter Eppler
Göta: Marianne Lochert
Karin: Verena Buss
Frau: Else Brückner-Rüggeberg
2. Arzt: Friedrich von Bülow
Folke Bengtsson: Ernst Jacobi
Sonja Hansson: Karin Schroeder
und Johannes Hertel

Inhalt:

Bei Baggerarbeiten in einem Schleusenbecken des Götakanals wird die nackte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde vergewaltigt und erwürgt. Doch gibt es keinen Hinweis auf ihre Identität. Auch vom Mörder fehlt jede Spur. Martin Beck tappt monatelang im dunkeln, bis ihm schließlich ein Amateurfilm einer Schiffsreise in die Hände fällt, auf dem auch die Tote an der Seite eines unbekannten Mannes zu sehen ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

"Die Tote im Götakanal" ist der erste von insgesamt zehn Fällen des legendären schwedischen Autorenpaares Maj Sjöwall und Per Wahlöö um den bescheidenen Kommissar Martin Beck und sein Stockholmer Team.

Bemerkungen:

Ein typisch skandinavischer Krimi in einer typischen Radioumsetzung. Beides passt perfekt zusammen, denn das Flair der Vorlage verlangt geradezu nach einer sehr zurückhaltenden Umsetzung. Diese ist hier sehr gut gelungen, denn Musik und Geräusche halten sich sehr dezent im Hintergrund. Die Geschichte lebt allein aus sich heraus - und natürlich durch die großartigen Sprecher.

Der Fall an sich wirkt etwas ungelenkig, ist aber letztlich schlüssig. Mittlerweile ist man ja durch die Vielzahl skandinavischer Krimis das seichte Flair gewohnt, für die damaligen Verhältnisse, als man diese Produktion erstellte, war es sicherlich schon eher ungewöhnlich, dem Hörer eine so düstere Krimiatmosphäre zu bieten.

Letztlich spricht es aber für den Erfolg des Genres, dass diese Produktion heute "normal" wirkt.

Wer auf skandinavische Krimis steht, das Flair, das sie umgibt, liebt - der ist bei diesem Fall sicherlich gut aufgehoben. Das Duo Sjöwall/Wahlöö steht für Qualität und diese Regel wird auch hier nicht gebrochen.

CoverDieses Hörspiel ist  auch zusammen mit den Fällen "Verschlossen und verriegelt", "Der Mann, der sich in Luft auflöste" und "Das Ekel aus Säffle" in der Box "Die besten Fälle - Kommissar Beck ermittelt" erhältlich.

 

Meine Wertung: + + +

 

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