Dreamland Grusel (9) Tödliche Knochenhände

Regie und Production: Thomas Birker
Dialogbuch: Joschi Hajek und Alexander Streb
Musik: Tom Steinbrecher
Titelmelodie komponiert von Carsten Bohn
Soundabmischung und Endmix: Tom Steinbrecher
Cover und Layout: Daniel Theilen
Typo & Satz: Thomas Rippert

Eine Dreamland Production 2009
63 Minuten




Erzähler: Christian Rode
Carlotta Vespari: Marie Bierstedt
Julia di Cosimo: Sonita Sodhi
Silvana di Cosimo: Katharina Nollau
Marchesa Luisa di Cosimo: Karin Lieneweg
Pierro di Abaccio: Joschi Hajek
Geisterstimme: Vanessa Petruo
Marco: Genot Endemann
Angelo Berutti: Reent Reins
Adriano di Cosimo: Jürgen Brunner
Rodrigo Rosetti: Bert Stevens


Spielt wirklich ein Toter Klavier auf dem Anwesen der Familie di Cosimo? Was hat es mit dem Fluch der bernsteinfarbenen Augen auf sich? Und muss die junge Julia di Cosimo wirklich sterben, noch bevor sie ihr siebzehntes Lebensjahr vollendet hat? Die junge Lehrerin Carlotta Vespari will den Geheimnissen auf den Grund gehen, doch die Zeit und unheimliche Geistererscheinungen spielen gegen sie.


Bemerkungen:

Unter dem eher reißerischen, denn inhaltlich nachvollziehbaren Titel "Tödliche Knochenhände" bringt Dreamland die Hörspielfassung einer Vorlage von H. G. Francis zu Gehör. Diese passt zur Reihe "Dreamland Grusel", die man ja als inoffiziellen Nachfolger der Europa-Gruselserie etablieren möchte, sehr gut, da hier nicht nur der gleiche Autor am Werk ist, sondern auch eine Geschichte geboten wird, die originell genug ist, in einer solchen Reihe ihre Berechtigung zu haben.

Auch wenn nicht alles, was hier erzählt wird, in sich logisch ist und hier und da ein paar Fragen offen bleiben, kann die Geschichte mit einem typischen, aber guten Aufbau punkten. Man bietet ein paar spannende und schaurige Szenen und Aspekte, die dem Genre deutlich gerechter werden, als vieles, was man in vermeintlich "größeren" Produktionen hört.

Allerdings hätte man bei der Skripterstellung etwas mehr Sorgfalt walten lassen dürfen. Selbst wenn es nur wenige Auffälligkeiten sind, trüben sie doch den Hörgenuß - Insebesondere dann, wenn sich vielleicht hierdurch Stolpersteine für die Sprecher ergeben, die dann auch die Regie auch noch liegen lässt.

Bei der Auswahl des Ensembles setzt man auf eine kühne Mischung aus "alten" Hörspielhelden und "jungen" Sprechern. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen. Hier besteht Sonita Sodhi neben Marie Bierstedt genauso, wie beispielsweise Joschi Hajek neben Gernot Endemann. Das, was hier vielleicht an schauspielerischer Ausbildung fehlt, wird durch Natürlichkeit locker wettgemacht.

Musikalisch gibt es viele bekannte Stücken, die oft mehr der Reihenkonformität dienen. Sie helfen zwar auch der Handlung, in dem sie deren Tempo aufnehmen. Es gelingt punktuell Atmosphäre zu erzeugen, für einen stimmigen akustischen Gesamtrahmen, war es mir hier allerdings nicht homogen genug - insbesondere in Bezug auf die Geschichte selbst.


Eine ordentliche Folge, die zu den besseren Episoden der Reihe gehört. Auch wenn hier und da ein paar Mängel hörbar werden, insgesamt stimmen die Zutaten. Was mir, neben der Beseitigung der wenigen Auffälligkeiten, noch fehlt, ist das stimmigere Gesamtbild, beziehungsweise die harmonsichere Komposition der Einzelaspekte. Insgesamt aber konnte man sich aus dem Tief der letzten Folgen befreien und so positiv überraschen.
 
Meine Wertung: + + +
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