Dorian Hunter (10) Der Folterknecht

Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Musik: MoorlandMusic, Gene Hunt
Titelmusik: Joachim Witt
Folgenreich 2010
Teil 1 79 Min.
Teil 2 80 Min.
Inkl. ca. 2 x 15 Interviews mit Marco Göllner, Dennis Erhardt und Thomas Schmuckert




Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Nicolas de Conde: David Nathan
Olivaro: Stefan Krause
Asmodi: Klaus-Dieter Klebsch
Johann Sprenger: Utz Richter
Heinrich Institoris: Michael von Rospatt
Eustache: Philipp Moog
Wirt Stiecher: Wolf Frass
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Donald Chapman: Frank Felicetti
Brunhilde: Kerstin Draeger
Equinus: Martin Semmelrogge
Isabelle de Conde: Celine Fontanges
Phillip Hayward: Tim Kreuer
Kutscher: Jan-Gregor Kremp
Irene Reuchlin: Katja Brügger
Wirtin Stiecher: Eva Michaelis
Henker: Lennardt Krüger
Maria Leibnitz: Mia Diekow
Sohn de Conde 1: Max Schmuckert
Sohn de Conde 2: Flemming Stein
Fahrer: Dennis Ehrhardt
Trevor Sullivan: Konrad Halver
Marvin Cohen: Frank Gustavus
Maurice: Markus Pfeiffer


Teil 1 - Die Macht von Nancy: Seit Monaten wird Dorian Hunter von Albträumen verfolgt, in denen ihm ein geheimnisvoller französischer Baron aus dem 15. Jahrhundert begegnet. Eines Tages fällt Dorian das Tagebuch des Nicolas de Conde in die Hände. Der Baron hat also wirklich gelebt! Dorian beginnt zu lesen – und das Schicksal nimmt seinen Lauf …

Teil 2 - Der Hexenhammer: Der Dämonen-Killer Dorian Hunter hat einen Großteil des Tagebuches gelesen, das ihm scheinbar zufällig in seiner Bibliothek in die Hände fiel. Detailgenau schildert der französische Baron Nicolas de Conde darin, wie er im Jahr 1484 seine Seele anvertraute. Doch die Aufzeichnungen enden abrupt – und Dorian ahnt, dass ihm nur ein einziger Mensch die Antwort verraten kann …

Die Dorian Hunter Folgen 10.1 und 10.2 enthalten als Bonusmaterial ein Interview mit den Machern der Serie. Dennis Ehrhardt (Produktion), Marco Göllner (Skript, Regie, Ton) und Thomas Schmuckert (Sprecher Dorian Hunter).



Bemerkungen:

Das erste kleine Jubiläum begeht das Team von Zaubermond Audio bzw. Folgenreich mit einer doppelten Dosis "Dorian Hunter". Hätte man nicht schon mit den neun vorherigen Episoden bewiesen, dass man in der Lage ist, aus trivialen Gruselgeschichten, erstklassige Produktionen fürs Ohr zu schaffen, müsste man die Ankündigung einen solchen Stoff mit einer Spielzeit von mehr als zwei Stunden zu erzählen, beinahe als Drohung auffassen.

Aber tatsächlich gelingt es auch in dieser Breite, den Hörer bestens zu unterhalten. Man greift Dorian Hunters Träume vom Baron de Conde auf und erzählt dessen Geschichte, so wie sie der Protagonist im Tagebuch nachliest. Dieser Ausflug in die Vergangenheit ist keine in sich geschlossene Episode, sondern hat konkrete Verknüpfungen in die Gegenwart.

Obwohl man hier in Bezug auf den Rückblick ins Mittelalter und die Erzählungen aus Tagebuch des Barons viele gängige Elemente nutzt und so nur auf einen mäßig originellen Plot bauen kann, schafft man es, hier so großartig und spannend zu erzählen, dass dieses Manko kaum auffällig wird. 

Hier zeigt sich das große Talent der Macher, die Erzählweise immer wieder mit neuen Mitteln zu bestücken, die jeder einzelnen Folge ein ganz eigenes Gesicht gibt. Dennoch hält man auch mit wiederkehrenden Elementen die Struktur, so dass sich aus der Mischung aus neuen Elementen und bleibenden Basics, der ganz eigene, sehr hörenswerte Stil der Reihe ergibt.

Hier sind es die guten Wechsel der einzelnen Handlungsebenen, vor allem aber die Verknüpfungen derselben untereinander, die das Stück so interessant und hörenswert machen. Man zeigt hier wieder einmal, dass man es eben nicht nur versteht, die Produktion mit guten Musiken und Geräuschkulissen mit einer perfekten Kulisse zu versehen, sondern auch eine Wechselwirkungen zwischen Inhalte und Umsetzung zu erzeugen.

Diese stellt sich insbesondere im Spiel von Thomas Schmuckert und David Nathan dar, die dieses Stück zu großen Teilen tragen. Die beiden führen das große Sprecherensemble aus vielen gestandenen und hörenswerten Schauspielern an.

Gerade an dieser Folge, deren Plot nicht zu den spektakulären Geschichten der Reihe gehört, zeigt sich, wie sehr man mit einem durchdachten Konzept, sowie viel Talent und Können die Qualitätsschraube nach oben drehen kann.

Meine Wertung: + + + +

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