Dorian Hunter (9) Im Labyrinth des Todes

von Neal Davenport & Marco Göllner
Script und Regie: Marco Göllner
Musik: MoorlandMusic, Gene Hunt, Marcel Schweder
Titelmusik: Joachim Witt
Folgenreich 2009
77 Min.




Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Michael Lundsdale: Tom Broke
Olivaro: Stefan Krause
Edward Belial: Santiago Ziesmer
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Trevor Sullivan: Konrad Halver
Dr. Deming: Peter Matić
Asmodi: K.Dieter Klebsch
Jörg Eklund: Michael Prelle
Frederic de Buer: Robert Kotulla
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Mr. Bacon: Jochen Schröder
Marvin Cohen: Frank Gustavus
Phillip Hayward: Tim Kreuer
John Packard: Marius Clarén
Page: Marco Göllner
Ghouls und Menge: Christopher Hamann, Bastian Hertel, Alexander Rieß und Dennis Ehrhardt


Coco Zamis ist tot! Diese vom Secret Service bestätigte Nachricht erhält Dorian Hunter aus Hongkong. Dorian bricht nach Asien auf, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Die erste Spur führt ihn zu dem Lehrer Michael Lundsdale – doch Lundsdale hat sich auf grausame Weise verändert. Er ist nicht mehr der Mann, der Coco noch vor wenigen Tagen nach Hongkong begleitet hat …


Bemerkungen:

Die Dorian Hunter-Serie überrascht immer wieder, da jede Folge ein wenig anders erzählt wird, und sich so auch aus trivialen Vorlagen immer wieder etwas Interessantes stricken lässt. Damit sorgt man schon aus dramaturgischer Sicht dafür, dass man gegenüber den marktbegleitenden Dämonenscheuchern deutlich im Vorteil ist.

Hier lässt man Dorian Hunter als Erzähler die Ereignisse in Hongkong rückblickend schildern. Das nimmt zwar vorweg, dass der Protagonist hier letztlich heil aus der Geschichte herauskommt - was der Spannung allerdings keinen Abbruch tut. Denn diese Geschichte wird insbesondere geprägt von den Ermittlungen in Bezug auf den Tod Coco Zamis', der als dramatisches Element auch genug Spannung abwirft; zumal dieser Punkt ja auch nicht alleine steht und mit einigen gelungenen Sequenzen ergänzt wird. Insofern eignet sich diese Geschichte gut für diesen Erzählstil, da man dessen Nachteile hier gut kompensieren kann.
Die Folge bietet erneut gute Unterhaltung, die im Genre ihres Gleichen sucht. Trotz langer Spieldauer gelingt es, diese Episode durchweg spannend zu halten.

Dass diese Geschichte gut funktioniert ist zu großen Teilen auch der erneut sehr guten Inszenierung zu verdanken. Das Team von Zaubermond  schafft hier mit Hilfe sehr stimmiger, düsterer Musik und einer adäquaten Geräuschkulisse, die Geschichte mit der passenden Atmosphäre zu versehen. Auffallend gut und originell sind die Details wie spontane Wechsel, die man sehr gut nachvollziehbar darstellt.  Dabei darf es auch mal augenzwinkernd zugehen, wie beispielsweise beim Wechsel vom flammenwerfenden zum rasensprengenden Marvin Cohen.

Das Sprecherensemble überzeugt durch die Bank. Allen voran erneut Thomas Schmuckert, der auch hier wieder als Dorian Hunter sehr gut agiert. Ein gewisser Tom Broke spielt hier den Lehrer Michael Lunsdale, der mit Coco gen Hongkong verschwunden ist. Ein leicht zu durchhörendes Pseudonym - seine Performance ist einem frisch gebackenen Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises durchaus würdig.
Dank der Geschichte taucht die gesamte verbliebende Dämonschar samt Asmodi - und damit auch die Sprecher von Santiago Ziesmer bis Klaus Dieter Klebsch - wieder auf und sorgt für den nötigen fiesen Unterton. Allen gelingt es, ihre Rollen gut zu interpretieren und die nötigen Klischees gut zu bedienen. Erneut herausragend gut agiert auch wieder Frank Gustavus, der hier der - allerdings auch sehr dankbaren Rolle - des Marvin Cohen seine Stimme leiht.


Insgesamt ist Dorian Hunter auch in Folge 9 damit auch wieder ein Ohr wert. Auch wenn die Geschichte inhaltlich nicht ganz mit den Highlights der Serie mithalten kann, gelingt es, den Hörer auch über die Lange Spielzeit gut und spannend zu unterhalten. Wie gewohnt gelingt es der Umsetzung, den Plot richtig gut darzustellen und das Triviale etwas zu kaschieren. Damit  bleibt Dorian Hunter die Referenz im Gruselgenre - hieran müssen (und sollten) sich andere messen.




Meine Wertung: + + + +



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