Dreamland Action (2)  Reverend Pain - Die Zeit der Finsternis


Produktion & Regie: Thomas Birker
Skript: Thomas Birker & Alex Streb
Musik: Tom Steinbrecher, Andreas Max, Sven Harms, Boris Delic, Fank Itt und Thorsten Heintsch

Dreamland Productions 2010
50 Minuten + Interview mit Gernot Endemann




Erzähler: Günter Karl
Intro-Erzähler: Friedrich Schönfelder
Reverend Pain: Engelbert von Nordhausen
Senna Rendall: Ulrike Stürzbecher
Graf Orlov: K.-Dieter Klebsch
Olga Blair: Karin Lieneweg
Mr. Randall: Gernot Endemann
Sandy Randall: Marie Bierstedt
Henry Bricks: Hennes Bender
Reverend Hurt: Christian Rode
Bürgermeister: Helmut Winkelmann
Vampir: Martin Keßler
Vampirin: Sabina Godec
Vampirkreaturen: Olaf Böttcher, Björn Schwenzer, Daniel Antonowicz, Thomas Birker und Marion von Stengel



AUS DER CHRONIK DER PRIESTERSCHAFT:
Wir befinden uns in einer Zukunft, einer dunkeln Zukunft.
Die Welt ist gottlos geworden. In den großen Industrienationen gibt es so gut wie keinen Glauben mehr. Allein das Geld regierte. Die Dämonenhorden der Hölle nutzten dies und stürzten die Menschen in Angst und Chaos. Doch die Priesterschaft stellte sich gegen sie, vernichtete die Dämonen oder trieb sie zurück in die Hölle.
Doch noch immer gibt es überall auf der Welt Dämonen-Nester. Die Priesterschaft schützt die Menschen gegen die Kreaturen der Finsternis, die noch auf der Erde verweilen. Und sie schickt ihre Reverends aus, die sich den Mächten des Schreckens überall auf der Welt stellen. Einer dieser Männer ist REVEREND PAIN…


Bemerkungen:

Wie schon im Auftakt zur Reihe, erzählt man auch in Folge 2 der Reihe "Dreamland Action" eine Geschichte, die nicht ganz plausibel macht, warum man diesen Obertitel gewählt hat. Auch hier gibt es eine einfache, sehr trashige Geschichte, die zwar einen recht originellen Rahmen, aber einen sehr uninspirierten Plot besitzt. Dieser folgt nämlich der sehr gewohnten Form einer typischen Vampirgeschichte.
Die Idee hinter "Reverend Pain" ist dabei vielversprechend. Ein Pfarrer, der sich martialisch und mit berufsfremden Klischees versehen ins Dämonengetümmel stürzt, das kann interessant werden, zumal die Handlung ja auch noch in der Zukunft spielt. Dieser Rahmen, der sich etwas im Genre heraushebt, hat für meinen Geschmack zu wenig Einfluss auf die Geschichte und ist insoweit austauschbar. Hier hätte man insoweit mehr Gewicht auf eine Verzahnung der Besonderheiten in den Plot Wert legen sollen.

In der Umsetzung versetzt man die originellen Details mit viel Klischee. Die Besetzung von Reverend Pain mit Engelbert von Nordhausen ist insofern goldrichtig, denn seine Stimmfarbe und Performance passen gut zur Figur des Protagonisten, so wie sie hier dargestellt wird.

Neben ihm agieren viele namhafte Sprecher, die die funktionalen Figuren problemlos verkörpern können. Einzig die Performance Klaus-Dieter Klebschs sorgt für unfreiwillige Komik. Er legt die Figur des Grafen Orlov viel zu überdreht an und was dessen Bedrohlichkeit ziemlich gegen Null fährt.

Die harten, rockigen Klänge, die den Musikanteil dominieren, entsprechen der anvisierten 
Genrenische. Überhaupt funktionieren die eingesetzten Stücke zu großen Teilen recht gut, nur gegen Ende gibt es Einsätze, die etwas dem Handlungsverlauf entgegenstehen.


Dreamland produziert für Freunde des traditionellen Groschengruselhörspiels. Auch unter dem Titel "Dreamland Action" ist das bislang kaum anders. Die Episode "Reverend Pain" hat gute und originelle Ansätze, der Plot an sich fällt aber zu gewöhnlich aus.
Auch die Umsetzung überzeugt nicht gänzlich. Mir fehlt auch hier ein wenig die klare Ausrichtung auf ein rundes Gesamtbild; man weiß nicht so ganz, wo Dreamland mit dieser Produktion hin will. Insofern kann ich dieses Hörspiel auch nur eingeschränkt empfehlen.


Meine Wertung: + / -

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