Eifel-Feuer
  Autor: Jacques Berndorf
  Produktion: WDR 2002
  Regie: Thomas Leutzbach
  Bearbeitung: Maria Franziska Schüller
  Länge: 113 Min.

Mitwirkende:

Tom Zahner, Christian Tasche, Marianne Rogée, Jochen Kolenda, Nina Weniger, Matthias Ponnier u.v.a.

Inhalt:

General Otmar Walter wird in seinem Landhaus in der Eifel erschossen. Der Journalist Siggi Baumeister findet seinen Bekannten tot auf, als er ihm einen Besuch abstatten will. Doch nicht die örtliche Polizei übernimmt die Ermittlung, sondern BND, MAD, CIA und der Geheimdienst der Nato durchforschen die Dorfidylle. Recherchen sind verboten, eine Nachrichtensperre wird verhängt. Doch Baumeister wäre nicht Baumeister, wenn er sich daran halten würde.

Jacques Berndorf (Pseudonym des Journalisten Michael Preute) wurde 1936 in Duisburg geboren und lebt ­ natürlich ­ in der Eifel. Seine Krimi-Reihe um den Journalisten Siggi Baumeister startete mit dem viel beachteten Auftaktroman "Eifel-Blues" (1989). Inzwischen liegen über zehn Siggi-Baumeister-Krimis vor. "Eifel-Feuer" ist die erste Hörspieladaption.

Bemerkungen:

Jacques Berndorrf bislang einziger zum Hörspiel umgesetzter Eifel-Krimi kommt thematisch eher als Agententhriller daher. Denn CIA und BND sind recht ordentlich in die Handlung verstrickt. Das alles wirkt allerdings nur aufgrund der realen Kulisse der Eifelregion recht glaubhaft. Ohne diesen Fixpunkt würde es doch deutlich abstruser klingen. Obwohl man bei diesen Geheimdienstgeschichten nie so genau weiß, wie viel Abstrusität der Realität entspricht.

Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem netten Thriller in ungewohntem aber doch irgendwie vertrautem Ambiente belohnt.

Das beim WDR üblich gute Sprechercast und sorgt zudem für eine glaubhafte Darstellung, ebenso wie Leutzbachs Talent, die notwenigen Kulissen hörbar zu machen.

Ein guter Radiothriller, der vielleicht etwas zu abgehoben für die bodenständige Kulisse ist.


 

Meine Wertung: + + +

 

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