| Ein Bär will nach oben |
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Autor: |
William Kotzwinkle |
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Produktion: |
MDR 2006 |
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Regie: |
Irene Schuck |
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Bearbeitung: |
Irene Schuck |
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Länge: |
59 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Friedhelm Ptok
der Bär: Wolfgang Michael
Vinal Pinette: Helmut
Stange
Arthur Bramhall: Christian Redl
die behaarte Frau: Conny
Wolter
John Boykins: Sven Plate
Bettina: Kathrin Angerer
Elliot Gadson:
Felix von Manteuffel
Zou Zou Sharr: Leslie Malton
Eunice Cotton: Verena
von Behr
Penrod: Peter Rühring
Magoon: Walter Renneisen
Warwick: Jürgen
Hentsch
TV-Journalistin: Ulrike Krumbiegel
der alte Mann: Dieter
Jaßlauk
Kellner: Peter Groeger
Holzfäller: Axel Thielmann
ein Kind:
Carl Heinrich
Titelhändler: Wolf-Dietrich Rammler
Frau: Danne
Hoffmann
der Richter: Siegfried Voß
Stimme 2 / Präsident: Michael
Schütz
Stimme 1 / Fahrer: Jörg Lichtenstein |
Inhalt: |
Es war einmal ein großer schwarzer amerikanischer Bär, der unter einem Baum zwar
keine Torte, jedoch ein Romanmanuskript fand, das er den Autor dort deponieren
gesehen hatte. Als er es näher begutachtete, fand er an den Zutaten der Story
nichts auszusetzen: viel Sex und Angeln. Also lieh er sich im Dorfladen einen
Anzug aus, nannte sich fortan nach seiner Lieblingsmarmelade "Hal Jam" und ging
nach New York, auf eine Reise durch die Welt der Medien und Verlage. Eine
Blitzkarriere als Schriftsteller beginnt. Kein Mensch sieht in dem neuen Star
Hal Jam einen Bären seine wortkarge Art, sein ständiges Brummen und die
seltsame Angewohnheit, sich in den unpassendsten Momenten auf dem Boden zu
räkeln, machen den kauzigen Autor sogar noch interessanter. Die Frauen liegen
ihm zu seinen Tatzen. Und Verleger und Journalisten jubeln: endlich ein neuer
Hemingway! Nur für einen stehen die Dinge gar nicht gut: Ex-Literaturprofessor
Arthur Bramhall, der den Verlust seines Manuskriptes, das sein wahres Lebenswerk
darstellen sollte, kaum verkraftet und sich in seinem Schmerz in die tiefe
Wildnis der Wälder zurückzieht. |
Bemerkungen: |
Diese herrliche Abrechnung mit dem Medienwesen und der Einfältigkeit und
Leichtgläubigkeit der Menschen wurde vom MDR angemessen in ein Hörspiel
umgesetzt. Die Leichtigkeit der Erzählweise des Buches findet sich auch in
dieser Produktion wieder und sorgt für den hohen Unterhaltungswert. Fast
spielerisch wird hier die Handlung vorgetragen, so dass man hat fast den
Eindruck hat, in ein Kinderhörspiel geraten zu sein.
Die Kürzungen, die
bei einer solchen Hörspielumsetzung unumgänglich sind, scheinen gut gewählt. Die
wichtigen Elemente sind enthalten, Details - insbesondere die, die ich in der
Buchvorlage ohnehin nicht so gelungen fand - blieben außen vor.
Die
Umsetzung setzt weniger auf Dialoge, die Geschichte wird von einem ständig
präsenten Erzähler getragen. So kommt hier Friedhelm Ptok der größte Part zu.
Seine Aufgabe löst er routiniert und gut, seine Stimme passt zudem nahezu
perfekt in diese Geschichte. Auch bei den restlichen Sprechern gibt es keinen
Grund zur Klage, herausheben sollte man allerdings noch Christian Redl, der hier
eine erstklassige Vorstellung des gescheiterten Autors Bramhall
abgibt.
Mit "Ein Bär will nach oben" hat der MDR eine sehr ansprechende,
aber auch gleichsam sehr der Vorlage angemessene Produktion vorgelegt. Der
hintersinnigen Geschichte gelang es, mich über die gesamte Spielzeit gut zu
unterhalten.
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