| Endstation Morgen (2) - Das Auge des Pheonix von Frank Hammerschmidt Musik: Renfort Produktion und Schnitt: Lars Havemann Artwork: Sebastian Hartmann Website: Mark Kaczkowski 36 Min. Trailer: ![]() Mit Oda Plein "Das Auge des Phoenix" handelt von der entstellten Phoenix, die sich in einer vom Krieg verwüsteten Welt mit einem ungewöhnlichen Beruf über Wasser hält: Sie ist Organjägerin. Um zu überleben, aquiriert sie künstliche Organe für gut zahlende Kunden, sich stets bewusst, dass auch in ihrem Körper kybernetische Ersatzteile arbeiten. Eines Tages bringt sie ein Auftrag wieder in Kontakt mit einer wichtigen Person aus ihrer Vergangenheit und sie muss sich die Frage stellen: Wieviel Mensch ist überhaupt noch in ihr? |
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| Bemerkungen: Am 30.04.2011 erscheint der zweite Teil der Reihe "Endstation Morgen". Produzent Lars Havemann präsentiert auch hier wieder eine Lesung im SF-Genre - diesmal eine sehr düstere Zukunftsvision. Die Geschichte stammt aus der Feder Frank Hammerschmidts, den man vielleicht bereits von "Das Mayfieldpensionat" kennt. Diesmal entführt er den Hörer in eine Welt nach dem großen Krieg, der nahezu die ganze Erde zerstört hat. In den Resten der Zivilisation muss sich Phoenix, eine Veteranin, durchs Leben schlagen. Sie arbeitet als Organjägerin und tötet u. a. Menschen die wertvolle Implantate besitzen. Sie selbst hat auch eines, ein künstliches Auge, das mit allerlei technischen Finessen versehen, ihr die Arbeit erleichtert; Aber es birgt natürlich auch Gefahren... Als sie den Auftrag bekommt, den Mann zu liquidieren, der ihr einst im Krieg das Leben rettete, ändert dies ihr ganzes Leben... Frank Hammerschmidt strukturiert die Geschichte recht gut. Der Rahmen ist stimmig und der Aufbau in sich logisch. Auch wenn der erste Höhepunkt ein wenig zu offensichtlich ist und so den Hörer nicht überrascht, gelingt es danach umso besser, den Hörer mit guten Wendungen zu unterhalten. Zudem schafft man es, der Geschichte eine ordentliche moralische - und vor allem glaubwürdige - Tiefe zu geben. Die Figuren besitzen viele bekannte Klischees, was aber notwendig ist, da man die Geschichte sonst nicht in der Kürze der Zeit nicht verständlich erzählen könnte. Allerdings hat die Hauptperson daneben auch sehr viele originelle Züge, die am Ende dafür sorgen, dass die Wendungen schlüssig wirken. Vorgetragen wird die Geschichte von Oda Plein, die in die Rolle der Ich-Erzählerin Phoenix schlüpft. Sie schafft es, die richtigen Stimmungen und Emotionen zu treffen und insoweit der Figur Leben einzuhauchen. Für meinen Geschmack klingt sie von der Stimmfarbe etwas zu "nett", als dass sie dem Klischee der Rolle vollkommen gerecht würde. Die Lesung ist dezent mit Musik untermalt. Sie passt oft, allerdings nicht immer - zur inhaltlichen Stimmung. Sie unterstreicht oder beschreibt allerdings nicht die Kulissen, was allerdings bei einer Lesung auch nicht unbedingt elementar ist. "Das Auge des Phoenix" ist eine gut erzählte, tiefsinnig und kurzweilige Geschichte, die mit ein paar gelungenen Wendungen aufwarten kann. Meine Wertung: + + |
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