Engelfänger
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Autor: |
Jean-Bernard Pouy |
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Produktion: |
WDR 2003 |
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Regie: |
Annette Berger |
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Länge: |
45 Min. |
Mitwirkende: |
Mit Martin Reinke,
Marc Hosemann, Deborah Kaufmann, Peer Augustinski, Sandra Borgmann,
Klaus Schreiber, Christian Schramm, Lars Gärtner, Matthias
Ponnier, Claudia Mischke, u.a.
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Inhalt: |
Zoj Werstein ist Vater, Anarchist, Roma und
begeisterter Wittgenstein-Fan. So ist es eine Geste großer
Sympathie, dass er Liliane, einer Krankenhausbekanntschaft, ein Buch
von seinem Lieblingsphilosophen mit vielen persönlichen
Anmerkungen leiht. Als Liliane einfach mit dem Buch verschwindet, sucht
Zoj in ganz Nizza nach der jungen Frau. Auch Liliane befindet
sich auf einer verzweifelten Suche: Seit einem halben Jahr ist ihr
kleiner Sohn verschollen. "Die Welt ist alles, was in ihr passiert",
sagt Wittgenstein. Also sorgt Zoj gemeinsam mit seinen Freunden
dafür, dass etwas passiert, um Lilianes Sohn wiederzufinden.
Zusammen kommen sie einer Bande von professionellen Kinderhändlern
auf die Spur. Um die Entführer von Lilianes Kind zu stellen, geht
Zoj schließlich sogar das Wagnis ein, seinen eigenen Sohn
als Lockvogel zu benutzen. Doch leider bemerken die Gangster viel zu
schnell, dass bei diesem Handel etwas faul ist ...
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Bemerkungen:
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Puh, harter Stoff. Kinderhandel ist nicht gerade ein
Thema, was einen unberührt lässt. Auch die Frage der
Selbstjustiz hat ihre Brisanz.
Das Hörspiel beginnt eigentümlich und ich war versucht nach
wenigen Minuten abzuschalten, aber das Thema fesselte dann doch -
allerdings deutlich mehr, als es das Stück selbst konnte.
Die etwas spröde Erzählweise, die zwar originell erdacht war,
der es aber nicht gelang, mich an das Stück zu binden. Erst als
sich die Geschichte etwas in ihr Gleis geraten ist, wird die Umsetzung
deutlich gefälliger.
Letztlich bleibt es ein gutes Thema, mit einer etwas
gewöhnungsbedürftigen Umsetzung, die aber sicherlich ihre
Fans finden dürfte. Freunde der härteren Krimis sollten
"Engelfänger" auf jeden Fall einmal antesten.
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