Fast ein bißchen Frühling
  Autor: Alex Capus
  Produktion: WDR 2003
  Regie: Annette Kurth
  Bearbeitung: Helmut Peschina
  Musik: Helena Ruegg
  Länge: 54 Min.

Mitwirkende:

Chronist: Christian Redl


© WDR/Sibylle Anneck
Waldemar Velte: Boris Aljinovic
Dorly Schupp: Kathrin Angerer
Kurt Sandweg: Wanja Mues
Foto: © WDR/Sibylle Anneck


Herbergsvater/Beutter: Jürg Löw
Kriminalrat: Matthias Haase
Mutter: Angelika Bartsch
Feuerstein/Gerichtsschreiber: Simon Roden
Ernst: Florian von Manteuffel
Beamter/Zitator: Stéphane Bittoun
Marie: Elke Jochmann
Siegist/Ausrufer: Livio Cecini

Inhalt:

Winter 1933/34, eine wahre Geschichte: Waldemar Velte und Kurt Sandweg aus Wuppertal wollen weg. Weg aus Nazi-Deutschland, um in Indien ein neues und besseres Leben anzufangen. Das nötige Geld soll bei einer Bank in Stuttgart besorgt werden. Die Aktion fordert - ein Versehen - den ersten Toten. Die Flucht endet bereits in Basel, wo die beiden Männer in der Aura der Schallplattenverkäuferin Dorly stranden. Indien ist vergessen. Stattdessen kaufen die Freunde jeden Tag eine Tango-Platte und begleiten die Verkäuferin auf langen Spaziergängen. Das Geld wird knapp, und beim nächsten Banküberfall gibt es wieder Tote. Aber auch diesmal scheitert die Flucht. Waldemar und Kurt müssen an der spanischen Grenze umkehren. Sie wollen zurück nach Basel, zurück zu Dorly. Doch die sieht die beiden nicht mehr als die moralischen Helden, als die sie sich selbst empfinden. Die Polizei hat ihre Schlingen längst ausgelegt.

Bemerkungen:

Hier geht es um einen authentischen Fall aus den dreißiger Jahren, den man hier weniger aus dem Blickwinkel des Verbrechens an sich, sondern aus der menschlichen Perspektive darstellt. Das ist recht interessant, hinterlässt aber leider keinen bleibenden Eindruck. Die Geschichte ist zwar gut erzählt, zieht aber den Unterhaltungswert hauptsächlich aus den zu Grunde liegenden Tatsachen. Wer hier einen reißerischen Krimi erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, aber für eine Stunde ordentlicher Unterhaltung reicht es allemal.


Meine Wertung: + + 

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