| Fetzer - Du bist untot, du bist ein Star! von Markus Heitz Regie und Musik: Günter Merlau Lausch 2010 Bot: Jürgen Holdorf Miré: Katharina von Daake Frau Michelsbach: Dorothea Hagena Samowar: Uwe Hügle Eusebius: Wolfgang Berger Doktor Hölderlin: Günter Merlau Anna: Gwenyth Dimonye Sophia: Ranja Bonalana München, 2015 Seit dem Ausbruch des Carnivor-Virus wandeln Untote unter den Menschen. Doch diese Tatsache birgt nicht nur Schrecken, sondern auch Möglichkeiten für die Medienindustrie neue Märkte zu erschließen. Zombiefilme mit “echten” Darstellern und „echten“ Metzeleien boomen und haben den Filmgesellschaften eine neue Blütezeit beschert. Nur die vom Seuchenschutz als Zwangscarnivoren bezeichneten Zombies, die ihren Blutdurst nicht unter Kontrolle haben, werden von einer Spezialeinheit bekämpft. Als das Team um Einsatzleiter Botschinski jedoch versehentlich einen der „Star-Zombies“ der Fetzer-Filmstudios ausschaltet, wird schnell klar, dass es weitaus grausamere Gegner gibt, als die wandelnden Untoten... |
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| Bemerkungen: Lausch meldet sich mit einem Einzelhörspiel. "Fetzer" stammt aus der Feder von Markus Heitz. Das sorgt natürlich für gewisse Erwartungen, denn die Kombination Heitz/Lausch klingt sehr passend und ist demgemäß vielversprechend. Der Plot ist recht gradlinig und hat ein paar interessant Momente. Man schafft mit etwas inhaltlicher Effekthascherei noch ein wenig Interesse. Der Splatteranteil dürfte allerdings dem einen oder anderen Hörer etwas zu weit gehen. Sicherlich, es ist ein Zombiehörspiel und es wäre ungewöhnlich, wenn hier auf eklige Details verzichtet würde, allerdings sollte auch dies in einem vernünftigen Verhältnis zum Inhalt stehen. Splatter um des Splatter Willen, ist im Hörspiel etwas fehl am Platz. Allerdings sollten sich ausgewiesene Hörspielfreunde nicht zu früh freuen. Das, was hier zu Ohren kommt, ist bestenfalls eine inszenierte Lesung. Der an sich unterhaltsame Inhalt wird durch das Format ein wenig ausgebremst. Zwar sorgt die lockere Erzählweise für unterhaltsame Momente, aber es genügt nicht, den Hörer in der Art, wie man es von anderen Lausch-Produktionen kennt, zu fesseln. Dazu fehlt einfach zuviel an Interaktionen unter den ansonsten sehr guten Hörspielsprechern. Was dem guten Ruf des Labels wieder gerecht wird, ist die Soundkulisse. Diese sorgt zumindest dafür, dass das Gehörte gut vorstellbar wird. Die Kulissen und die Stimmungen pasen jeweils zur Handlung - an diesem Punkt gibt es nichts auszusetzen. Die Erwartungen, die man an die Qualität haben darf, wenn ein Autor wie Markus Heitz und eines der angesehesten Hörspiellabel aufeinandertreffen, werden leider bei "Fetzer" nicht erfüllt. Hier bleibt man doch deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Die Geschichte selbst, aber vor allem auch das Format, in dem sie transportiert wird, hinterlassen einen nur durchschnittlichen Eindruck - Da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Meine Wertung: + |
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