Fliegender Stern
  Autor: Ursula Wölfel
  Produktion: SWR 2007 / DAV 2008
  Regie: Johannes Mayr
  Bearbeitung: Johannes Mayr
  Länge: 54 Min.
 

Mitwirkende:

Erzähler: Michael Köhlmeier
Fliegender Stern: Leo Gastdorf
Grasvogel: Joel Hernandez
Sonne-über-dem-Weg: Johanna Gastdorf
Guter Jäger: Andreas Szerda
Grau-Hengst: Jascha Stiller
Julika Eisinger, Maximilian Kwasniewski, Jannes Schillinger, Merle Meyer, Hubertus Gertzen, Henning Bormann, Hannes Hellmann, Kurt Weinzierl, Berth Wesselmann, Ronald Spieß, Nicole Boguth, Lusia Maganucca, Ella Maganucco

Inhalt:

Eigentlich ist Fliegender Stern schon einer von den Großen. Mit den Kleinen spielt er jedenfalls nicht mehr. Viel lieber reitet er mit den Jägern in die Prärie und fängt Büffel. Zwar darf er zum ersten Mal reiten, doch unter den Großen bleibt er der Kleine, genauso wie sein bester Freund Grasvogel. Bei den Männern ihres Stammes gehen die beiden nun zur Schule, sie lernen fleißig, mit Pfeil und Bogen umzugehen - und natürlich lieben sie ihr neues Leben. Aber sie müssen auch mit ansehen, wie die Jagdzüge der Männer immer schwieriger werden. Seit der Weiße Mann überall auftaucht, sind die Büffel verschwunden, die das notwendige Essen für den Stamm liefern, genauso wie das Leder für Kleidung und Zelte. Also beschließen Fliegender Stern und Grasvogel, allen zu beweisen, dass sie doch schon zu den Großen gehören - sie reiten zum Weißen Mann, um ihm zu erklären, was er den Indianern antut.
Ursula Wölfel hat mehr als eine spannende Indianergeschichte geschrieben. Einfühlsam erzählt sie über das Leben der amerikanischen Ureinwohner, über Freundschaft, Mut und Großwerden.

Bemerkungen:

Ursula Wölfels Geschichte vom kleinen Indianer "Fliegender Stern" ist eine wunderbare Geschichte vom Erwachsenwerden, die losgelöst von der Genrefolio, schon für sich genommen sehr interessant erzählt wird. Dass man hier auch noch obendrein mit einer sehr ansprechenden und hintergründigen Indianergeschichte unterhalten wird, ist ein weiterer positiver Aspekt, der diese Produktion umso hörenswerter macht.

Einzig die Umsetzung kommt mir zuweilen zu getragen bzw. zu gediegen daher. Trotz guter und glaubwürdiger Sprecher (auch bei den Kinderstimmen) fehlt hier und da ein wenig Tempo. Offenbar war man bestrebt den Inhalt mit der gebotenen Ernsthaftigkeit darzustellen.  Diese hätte aber sicherlich nicht gelitten, wenn man hier mit etwas mehr Leidenschaft erzählt hätte.

Sieht man von diesem Punkt ab, der ohnehin deutlich vom Geschmack des Hörers abhängt, ist die technische Umsetzung, wie man es vom SWR gewohnt ist, sehr überzeugend.  Das Team um Frank Erich Hübner hat eine in sich konsequente Bearbeitung des Stoffes vorgelegt. Hier passen Skript, Sprecher und technische Ausgestaltung in Musik und Sounds sehr gut zusammen und man liefert so, ein sehr rundes Hörspiel ab.

Ein schönes Hörspiel für Kinder und Jugendliche, das neben der Unterhaltung auch eine Menge Tiefgang bietet.

 

 

Meine Wertung: + + +

 

Link zur Hörprobe
Zurück zur Übersicht kommerzieller Hörspiele

 

Zu den aktuellen Radio-Tipps

 

Zum Radio-Tipp-Archiv