Fritz und Willi
  Autor: Karl Heinz Bölling
  Produktion: WDR 2007
  Regie: Frank Erich Hübner
  Länge: 54 Min.
 

Mitwirkende:

Fritz (Ludger Burmann, li) und sein Freund Willi (Ralf Schermuly, re),Bild: WDR/Sibylle Anneck
Fritz (Ludger Burmann, li) und sein Freund Willi (Ralf Schermuly, re), Bild: WDR/Sibylle Anneck

Fritz: Ludger Burmann
Willi: Ralf Schermuly
Erika: Regine Vergeen
Eva: Beate Abraham
Susi: Sandra Borgmann
Enzo: Peter Nottmeier
Erwin: Volker Lippmann

Inhalt:

Irgendwo im Kohlenpott: Als die beiden Rentner Fritz und Willi vor ihrer geschlossenen Stammkneipe stehen, wissen sie, dass sich schon wieder ein Teil ihres Lebens in Luft aufgelöst hat. Den Glauben an die Menschheit hat Fritz längst verloren. Er glaubt nicht an das Gute, denn der Mensch hat noch zu viel vom Affen in sich. Überhaupt wäre es manchmal besser, gewisse Zeitgenossen würden sich einfach auflösen. Enzo zum Beispiel, dessen Verschwinden allerdings die Folge von zwei gezielten Pistolenschüssen ist - Willi hat ihn umgebracht, aus Eifersucht, die Waffe hat er von Fritz. Auch der gesteht einen Mord, aber das spielt schon fast keine Rolle mehr, denn die große Auflösung hat längst begonnen.

Bemerkungen:

Es fühlt sich zunächst wie eine reine Milieustudie aus dem Ruhrpott an, wechselt in den Krimi und landet im Phantastischen und Philosophischen. Ein Hörspiel, dass sicherlich Böllings Fans gefallen dürfte, den Mainstreamhörer doch eher etwas befremdlich anmuten wird.

Frank Erich Hübner schafft es - nicht zuletzt durch eine gut agierende Sprecherriege - ein anschauliches und stimmiges Bild zu zeichnen.

Wer mal etwas abseits der ausgetrampelten Hörspielpfade hören möchte, der ist hier in recht guten Händen.

 

Meine Wertung: + +

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