Wie der Vater.... - Geschichten aus Gehenna
 
Autor: Dane Rahlmeyer
Produktion & Musik: Dennis Schuster (DeSound)
Pandoras Play 2010
38 Min.


gelesen von Nils Hensel


Der Anruf kam mitten in der Nacht: Ein alter Antiquitätenhändler behauptete ein Freund meines Vaters gewesen zu sein. Angeblich hatte er in Hendricks Auftrag ein uraltes, magisches Artefakt gesucht.
Jetzt hatte er das Ding gefunden – und wollte es sobald wie möglich wieder loswerden. Denn das Teil war sehr mächtig. Und brandgefährlich.
Wir machten uns sofort auf den Weg, ohne zu wissen, ob wir dem Kerl trauen konnten – oder welches Geheimnis das Artefakt barg...


Bemerkungen:
Lesungen finden sich ja leider nur selten auf hoerspieltipps.net wieder, da sie ja - wie der Name der Seite ja schon erahnen lässt - hier nicht unbedingt im Fokus stehen. Interessant werden diese aber, wenn sie eine Ergänzung zu einer laufenden Hörspielserie darstellen. So ist auch diese Zwischenepisode von "Grüße aus Gehenna", die zwischen Folge 4 (Das Aussenseiter-Gen) und 5 (Ol' violet eyes) angesiedelt ist, ein "Fall" für diese Seite geworden.

Die Geschichte nutzt die Figuren und Kulisse der Hörspielreihe, die man kennen sollte, da hier kaum Raum ist, um Personen und Besonderheiten vorzustellen. Allerdings erschließen sich diese im Laufe der Handlung soweit, dass hier die Geschichte keine elementaren offen Fragen behält. Inhaltlich erzählt ein in sich geschlossenes Abenteuer, das die Ursprungsserie aber ansonsten unberührt lässt. Somit bleibt die Hörspielreihe von dieser Geschichte unabhängig.

Knapp 40 Minuten, das reicht für ein recht gerades, schnörkelloses, aber spannendes Hörspiel. Nils Hensel erzählt hier aus der Sicht seiner Rolle als Alex Leonhard. Er spricht auch die drei anderen Charaktere, dabei gelingt es ihm, ihnen eine unterscheidbare Stimmfarbe zu verleihen, was den Text ziemlich gut auflockert. Besonders gut gelingt das innerhalb der drei männlichen Rollen, die er gut unterscheidbar und sehr charakteristisch darstellt.

Seine Leistung ist insgesamt recht ordentlich. Einziger Kritikpunkt wäre dabei das Tempo, das er in den actionreichen Sequenzen etwas mehr hätte anziehen dürfen, um authentischer zu wirken.

Sehr ungewöhnlich ist die sehr satte Geräusch- und Soundkulisse, die die Lesung permanent begleitet. Dabei versucht man stets die Atmosphäre und Emotion der jeweiligen Handlungssequenz zu unterstreichen. Das gelingt über weite Strecken großartig. Die Kulisse ist sehr dicht und wirkt auf die Geschichte gut abgestimmt. Lediglich ist auch hier der Höhepunkt der Geschichte etwas zu zurückhaltend geraten.


Mit "Wie der Vater...." gelingt Dane Rahlmeyer und Dennis Schuster ein kurzweiliges und soundgewaltiges Abenteuer aus dem Gehenna-Kosmos. Eine sehr gut illustrierte Lesung, die nicht nur bei ausgewiesenen Fans der Hörspielreihe gefallen finden dürfte.


Meine Wertung: + + + +
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