Gordon Black (1) Der Spiegel des Grauens
  Bearbeitung: Thomas Tippner 
  Produktion: Nocturna Audio 2009
  Regie: Sven M. Schreivogel
  Musik: Thomas M. Körber
  Länge: 72 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Wolf Frass
Gordon Black: Robert Missler
Hanako Kamara: Tanja Dohse

Graf Girolamo: Rainer Schmitt
Sir Geoffrey: Ilja Richter
Mel Teder: Sven M. Schreivogel
Red Cedar: Konrad Halver
Peggy: Reinhilt Schneider
Sue: Lea Kohns
Linda: Eva M. Ballkenhol
Officer Clancy: Klaus Dieter Klebsch
Sergeant Sommerset: Franz Hofmann
Sergeant Monaham: Oliver Feld
Mr. Wooley: Matthias Brinck
Arzt: Daniel Welbat
Besucher: Gerrit Reinecke
Besucherin: Alexandra Desoi
Priester: Helgo Liebig

Earl of Blackinvernesse: Stephan Schwartz
Gordon Black als Kind: Alexander Siebrecht
Stimmen: Lea Kohns, Annette Gunkel & Alexandra Desoi

sowie Horst von Allwörden, Dörte Denkewitz, Jean-Paul Garbode, Stephan Gewalt, Florian Hilleberg, Noah Hunter, Thomas M. Körber, Linda Lüchtrath, Horst Nowack, Andy Pearson, Bianka Röde, Jörg Schuler, Lena Simon, Amelia Stadler, Dr. Hartmut Stinus, Lea Stöneberg, Thomas Tippner, Tim Tippner, Christiane Werner

Inhalt:

Das Urteil für Graf Girolamo lautete, auf dieselbe Art zu sterben wie seine Opfer – auf einen spitzen Pfahl gespießt und angesichts eines Spiegels, der ihm sein eigenes qualvolles Sterben bis zum Ende zeigte. Aber so einfach war seine schwarze Seele nicht zu vernichten. Girolamo fand einen Weg zurückzukehren, um weiter sein Unwesen zu treiben...


Bemerkungen:
Da ist er also, der nächste Gruselgroschenheftgeisterjäger. Müßig darüber zu diskutieren, ob die (Hörspiel-)Welt ihn nun auch noch braucht. Jetzt ist er da, ob er bleibt, wird der Erfolg zeigen.

Viel Eigenständiges wird im Gordon-Black-Universum nicht geboten. Sicherlich sind die Details anders, im Groben sind Rahmen, Erzählweise und die Geschichten selbst sehr standardisiert und folgen - zum Teil sehr -  bekannten Mustern.

In dieser ersten Folge bekommt es Black mit einem Dämon zu tun, der einen Spiegel als Tor zur realen Welt nutzt. Bis es allerdings dazu kommt, widmet man sich einem recht langen Aufgalopp mit den Geschehnissen in den Vorbereitungen eines Konzertes.  Auch wenn die Informationen nicht unerheblich sind, ist der Raum, dem man diesen einräumt, einfach zu groß. Hinzu kommt, dass auch die Sprecher in dieser Sequenz keine wirklich gute Figur machen. Die Vorträge wirken weder glaubhaft, noch verschmelzen die einzelnen Akteure zu einem homogenen Gesamtbild.

Diese Probleme ziehen sich dann auch durch die gesamte Folge, wenngleich sie nicht so mehr so eklatant auftreten, da sie auch durch gute Einzelleistungen der Sprecher etwas aufgefangen werden. Gerade die Stammsprecher überzeugen (zum Glück).  Auch einige der Sprecher der Nebenrollen liefern gute Leistungen ab, es gibt allerdings auch hier Sprecher, die hinter ihren Möglichkeiten bleiben und die Erwartungen nicht erfüllen können.

Das große Ensemble täuscht einen schwer überschaubaren Figurenkanon vor. Allerdings ist dem tatsächlich nicht so, da von vielen nur ein, zwei Sätze zugeliefert werden.

Insgesamt muss man das Ensemble als zu inhomogen bezeichnen. Das Gefälle zwischen den guten und schlechten Leistungen ist einfach zu groß, als dass sich hier ein stimmiges Bild ergeben könnte.

Ähnliches Bild bei der Soundgestaltung. Auch hier wirkt vieles wahllos in die Geschichte integriert. An Stellen, an denen Musik sinnvoll wäre, fehlt sie, an anderen übertönt sie die Handlung.  

Was sich dem Hörer sicherlich dauerhaft ins Gedächtnis brennen dürfte, ist die Spinettmusik beim ersten Konzert, die - angereichert mit einem konträren Singsang - für die (leider unfreiwillig) schaurigsten Momente im Hörspiel sorgt. So zynisch es klingt, man bringt schon ein wenig Dankbarkeit für den Dämon auf, der diesem Klangerlebnis ein Ende setzt.

Die Geschichte danach entwickelt sich - im Genre allerdings nicht unüblich - sehr vorhersehbar.  Der Held nimmt es mit dem Dämon auf, erleidet einen Rückschlag und siegt letzten Endes natürlich. Die Geschichte streckt sich insgesamt über mehr als 70 Minuten, was für den Plot deutlich zu lange ist. Gerade den langen Auftakt hätte man deutlich kürzen dürfen.  Aber auch später wechseln sich doch eher wenige spannende, mit etwas zu vielen unspektakulären Momenten ab.

Insgesamt bleibt der Auftakt von Gordon Black doch noch hinter den Erwartungen zurück. Obwohl man inhaltlich in diesem Genre ohnehin weder etwas Literatur- noch Innovationspreisverdächtiges erhoffen kann, hinkt man hier den meisten Geisterjägerkollegen hinterher.

Daher kann ich diese erste Folge auch nur denjenigen ans Herz legen, die sich in diesem Genre absolut zu Hause fühlen.
 
Meine Wertung: - -
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Gordon Black (2) Die Augen des Dämonen
  Bearbeitung: Thomas Tippner
  Produktion: Nocturna Audio 2009
  Regie: Sven M. Schreivogel
  Musik: Thomas M. Körber
  Länge: 62 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Wolf Frass
Gordon Black: Robert Missler
Hanako Kamara: Tanja Dohse

Morgan Freeway: Mario Grete
Inspector Parker: Helgo Liebig
Mariette Hammond: Katja Brügger
Chiefinspector Colman: Daniel Welbat
Mr. Harris: Patrick Bach
Mack Simon: Oliver Feld
Steve Boskow: Thomas Friebe
Gingo Rush: Franz Hofmann
Hec Burton: Oliver Clark
Jack: Monty Arnold
Win: Sven M. Schreivogel
Garderobiere: Lea Kohns
Erster Taxifahrer: Jens Wendland
Zweiter Taxifahrer: Frank Mischkowski

Earl of Blackinvernesse: Stephan Schwartz
Gordon Black als Kind: Alexander Siebrecht
Stimmen: Lea Kohns, Annette Gunkel & Alexandra Desoi

sowie Horst von Allwörden, Dörte Denkewitz, Jean-Paul Garbode, Stephan Gewalt, Florian Hilleberg, Noah Hunter, Thomas M. Körber, Linda Lüchtrath, Horst Nowack, Andy Pearson, Bianka Röde, Jörg Schuler, Lena Simon, Amelia Stadler, Dr. Hartmut Stinus, Lea Stöneberg, Thomas Tippner, Tim Tippner, Christiane Werner

Inhalt:

Sie brannten ihm die Augen aus, bevor sie ihn umbrachten. Als er zurückkehrte aus dem Reich der Toten, war seine Stunde gekommen. Er rechnete ab. Angst und Entsetzen waren seine allgegenwärtigen Begleiter, und leere Augenhöhlen markierten seinen Weg ...


Bemerkungen.
Da die ersten drei Folgen auf einen Schlag produziert wurden, hatte ich bei der zweiten Folge auch nur wenig Hoffnung, dass sich hier eine wesentliche Steigerung zur ersten vollziehen könnte. Tatsächlich geht die Entwicklung zumindest, was die Geschichte angeht, eher bergab.

Der Dämon, der sich mit den Augen seiner Opfer durch die Welt schleicht, mag ansatzweise originell sein, die Geschichte, die man um ihn herumbaut, ist es allerdings nicht. Auch hier tummeln sich die üblichen Geisterjägerelemente, die allerdings zu keiner Zeit richtige Spannung aufkommen lassen. Ein paar kleine Akzente kann man setzen, allerdings bietet der Plot kaum etwas, was den Hörer mitreissen könnte.
Da hilft es auch nur wenig, dass die Spielzeit etwas kürzer ist, richtig dicht wird die Handlung nicht.

Die Umsetzung wirkt leicht besser, als in der vorherigen Folge. Zwar gibt es auch weiterhin die deutlichen Gefälle in den Leistungen der einzelnene Sprecher, zum Glück reduzieren sich aber die gröberen Schnitzer auf kleinere Einwürfe.  Andererseits ist dies auch wieder umso ärgerlicher, weil man davon einiges auch hätte weglassen, und somit den Hörer davon hätte verschonen können. Der Cast besteht aus dem Großteil des Ensembles der ersten Folge, nur in den größeren Nebenrollen gibt es "frisches Blut". Die Mehrfachbesetzungen sind hier allerdings hinnehmbar, da man hierbei nicht auf die allzu markanten Stimmen gesetzt hat.

Beim Einsatz der Musik ist alles wie gehabt, sie ist auch hier etwas unglücklich platziert: Sie fehlt oder wird an merkwürdigen Stellen - und dann auch zu laut - eingespielt. Die Vergeräuschung hinkt auch leider etwas dem aktuellen Produktionsstand hinterher. Negativer Höhepunkt ist die Prügelsequenz, die den hohen Trashfaktor unterstreicht.


Auch das zweite Abenteuer von Gordon Black konnte nicht überzeugen. Im Gegenteil  die Schwächen in der Umsetzung setzen sich hier weiter fort, zusätzlich ist die Story an sich schwächer als die Auftaktfolge.
   
Meine Wertung: - -
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Gordon Black (3) Friedhof der Hexen
  Bearbeitung: Thomas Tippner
  Produktion: Nocturna Audio 2009
  Regie: Sven M. Schreivogel
  Musik: Thomas M. Körber
  Länge: 68 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Wolf Frass
Gordon Black: Robert Missler
Hanako Kamara: Tanja Dohse

Noah Rush: Martin Sabel
Erste Hexe: Petra Großmann
Zweite Hexe: Heidi Lepies
Meld Hardison: Martin Arnhold
Inspector Ranking: Santiago Ziesmer
Chiefinspector Keefer: Thomas Friebe
Baggerfahrer Jimmy: Mario Grete
Baggerfahrer Bill: Konrad Halver
Boggs Tobish: Klaus-Dieter Klebsch
Susann: Annette Gunkel
Ann: Alexandra Desoi
Jack: Helgo Liebig
Bibliothekarin: Reinhilt Schneider
Priester: Franz Hofmann


Earl of Blackinvernesse: Stephan Schwartz
Gordon Black als Kind: Alexander Siebrecht
Stimmen: Lea Kohns, Annette Gunkel & Alexandra Desoi

sowie Horst von Allwörden, Dörte Denkewitz, Jean-Paul Garbode, Stephan Gewalt, Florian Hilleberg, Noah Hunter, Thomas M. Körber, Linda Lüchtrath, Horst Nowack, Andy Pearson, Bianka Röde, Jörg Schuler, Lena Simon, Amelia Stadler, Dr. Hartmut Stinus, Lea Stöneberg, Thomas Tippner, Tim Tippner, Christiane Werner

Inhalt:

„Ich verfluche Euch und Eure Nachkommen bis zum jüngsten Tag! Meiner Rache entgeht Ihr nicht“, dröhnte Noah Rushs Stimme, als die Flammen des Scheiterhaufens zu lodern begannen. Ein eisiger Windstoß fuhr über den Richtplatz, und die Armsünderglocke von St. Alban erscholl. Seitdem hat man sie nicht mehr gehört – bis heute ...


Bemerkungen:
Aller guten Dinge sind drei - das scheint auch hier zu gelten. Allerdings muss man das "Gut" doch eher relativ zu den beiden Vorgängerfolgen sehen. "Friedhof der Hexen" zeigt aber zum ersten Mal, dass man in der Reihe in der Lage ist, einen recht soliden Plot zu bauen, der dem Hörer auch etwas Interesse abringen kann. Auch wenn das Gehörte noch immer weit weg von einem Knaller ist, im Genrevergleich kann man hier aber zumindest inhaltlich mithalten.

Auch das Sprecherensemble wirkt hier insgesamt besser. Dafür finden sich diesmal aber auch einige Stimmen wieder, die man in der ersten Folge schon in anderen Rollen gehört hat, wie z. B. Klaus-Dieter Klebsch oder Konrad Halver. Letzterer hat zudem auch eine tragende Rolle in der einzigen Szene, die mich richtig gestört hat: Die Unterhaltung der Bauarbeiter. Das mag witzig gemeint sein, passt aber leider nicht so ganz ins Gesamtbild.
Richtig gute Arbeit leisten hier  - neben den drei Stammsprecher - u. a. auch Martin Sabel, Santiago Ziesmer und Thomas Friebe.

Die Soundgestaltung ist auch hier wieder gewöhnungsbedürftig und zwar aus den gleichen Gründen, wie in den ersten beiden Folgen: Die Musik fehlt dort, wo sie sinnvoll wäre, um Atmosphäre zu erzeugen, dort wo sie eingesetzt wird, übertönt sie meist die Handlung.

Auch wenn diese Folge schon ein wenig in die richtigere Richtung zeigt, mehr als eine Annäherung an die Geisterjägerkonkurrenz ist auch mit dieser Folge nicht drin. Immerhin gelingt es hier in Bezug auf die Geschichte und das Sprecherensemble zu zeigen, dass man in der Lage ist, ein solides Niveau zu erreichen. Auch bei der Musik kann man sicherlich noch ein Schippchen drauf legen, so dass man doch etwas hoffnungsfroher der zweiten Staffel entgegenblicken kann.
Meine Wertung: + / -
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