Hell Patrol - GIG 2 - Im Totenbann der Lady Leila
  Autor: Marcus Görner
  Produktion: Hörfabrik 2009
  Regie: Marcus Görner und Horst Kurth
  Musik: Alverez / Dexter / Neverless /  Pre Trash / Julien Claassen / Nils Jeners
  Länge: 75 Min.
  Cover

Mitwirkende:

Erzähler / Magnus: Oliver Theile
Raffael: Marcus Görner
Oliver: Christopher Albrodt
Peter: Andrè Gerhardt
Max: Ronald Salert
Julia: Mareike Möller
Denise: Melissa Kumpmann
Daniel Lykan: Horst Kurth
Ben: Tom Steinbrecher
Susanne: Sonita Sodhi 
Lady Leila: Ute Thie
Robin: Jana Kowalski
Olivers Mutter: Doro Brennecke
Manni: Stephan Böhme
Alte Frau: Ingrid Holte
Kommissar: Julien Claasen
Polizist: Eric Albrodt
sowie Bert Stevens und Markus Topf

Inhalt:

Nach einem erfolgreichen Gig von Hell-Patrol verschwindet Oliver mit einem „Groupie“. Zunächst sind Raffael, Peter und Max von dem Verhalten ihres Gitarristen nur erstaunt, doch als Oliver am nächsten Tag unauffindbar bleibt und auch telefonisch nicht zu erreichen ist machen sich die Jungs ernsthafte Sorgen. Sie beginnen Nachforschungen anzustellen und finden heraus, dass Oliver nicht der erste ist, der dem Charme der geheimnisvollen Lady in Schwarz erlegen ist. Näher und näher kommen sie der Lösung des Rätsels und damit auch einer tödlichen Gefahr, denn dem Todesbann der Lady Leila ist noch keiner entronnen!
Bemerkungen: Der zweite bzw. dritte Teil der Reihe greift den in GIG 1 begonnenen Rahmen wieder auf. Diesmal gerät Oliver in die Fänge der Lady Leila, verschwindet und der Rest der Band versucht ihn wiederzufinden. Ein recht einfacher Plot, der fast ein bisschen zu dünn klingt, um die Spielzeit von rund 72 Minuten (netto) auszufüllen. Dass es doch gelingt, den Hörer nicht in Durststrecken hängen zu lassen, liegt nicht zuletzt am netten Geplänkel, das sich insbesonderne innerhalb der Band Hell-Patrol abspielt. Dabei gibt es insbesondere für Hörspielfreaks die eine oder andere nette Anspielung...

Allerdings folgen diese Dialoge dem leicht eigenen Humor der Serie und so findet sich auch die eine oder andere Floskel, bei denen das Schmunzeln doch etwas schmerzhaft sein kann. Zum Großteil stimmt allerdings der Humor dieser Folge, und sie ist wesentlich lustiger, denn gruselig.

Der Plot an sich ist von der Idee her zwar nicht sonderlich originell, kommt aber zumindest nicht mit überstrapazierten Gruselklischees daher. Auch wenn der Ablauf etwas vorhersehbar ist, kann man sich mit der Geschichte ordentlich unterhalten fühlen.

Auch die Umsetzung ist recht solide. Einige Geräuschkulissen, insbesondere die der Außenszenen,  könnten allerdings etwas echter wirken. Etwas störend empfand ich auch die eingesetzten Stimmeffekte. Sie geben dem ganzen eine zusätzliche trashige Note, auf die man gut hätte verzichten können.
Ansonsten gibt es gutes Hörfabrik-Niveau, das, wie es sich für diese Reihe gehört, mit ordentlich deftigen Musikeinlagen aufgepeppt wird. Wer davon nicht genug bekommen kann, erhält auch noch einen Bonus-Song, der von der Band Dexter beigesteuert wurde.

Bei den Sprechern gibt es das bekannte Hörfabrik-Stammpersonal, ergänzt durch etwas Verstärkung aus Hamburg, auf die Ohren. Die Leistungen sind in sich stimmig, allerdings hört man schon recht gut, woher das Hörspiel stammt. Die leichten Dialekteinschläge wirken aber eher charmant, als störend.

Letztlich ist "ImTodesbann der Lady Leila" ein Abenteuer, dass mehr durch Charme und Esprit überzeugt, als durch technische Perfektion. 




 

Meine Wertung: + + +

 



 

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