| Hochhaus |
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Autor: |
James Graham Ballard |
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Produktion: |
WDR 2006 |
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Regie: |
Paul Plamper |
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Bearbeitung: |
Paul Plamper |
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Musik: |
Schneider TM |
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Länge: |
162 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Volker Spengler
Sophie Brosch-Borchmann: Cristin König
Andreas
Lang: Milan Peschel
Charlotte Lang: Margarita Broich
Leon Lang: Hans
Broich-Wuttke
Max Lang: Franz Broich-Wuttke
Phillip del Ponte: Martin
Wuttke
Elisabethdel Ponte: Birgit Minichmayr
Heiko de Jong: Lars
Rudolph
Alexandra Beyer: Tina Haseney
Swen von Caldern: Herbert
Fritsch
Beate von Caldern: Ute Kirchhelle
Weingarten: Heinrich
Butchereit
Carl Dieter Strobel: Dr. Carl Georg Hegemann
Bürger, Sat 1:
Julian Kamphausen
Skat-Jan: Stephan Schlak
Skat-Gordon:
Serafinale
Skat-Tatjana: Marion Czogalla
Assistentin Judith: Tina
Pfurr
Moderator Fernsehshow: Christian Stein
Friseurin Nicci: Mieke
Ulfig
Helmut Schönbrunn: Lars Deutrich
Plünderer Carsten: Schneider
TM
Plünderer/Schlüsseldienst Kai: Danny Bruder
Gerettete Frau: Claudia
Kühn
Gerettete Kinder: Marie Kühn, Miria Marille Haseney
Zurückgelassener
Mann: Kai Hafemeister
Gladiatorenmeute: Mark Kleine, Hanka Boldemann, Marie
Löcker
Belästigte: Rita Breitkreitz
Hunde: Lisel, Harvey

v.l.: Paul Plamper, Lars Deutrich, Cristin König, Lars Rudolph, Tina Haseney,
Franz Broich, Birgit Minichmayr, Marie Löcker und Tina Pfurr, Bild: WDR / Broich
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Inhalt: |
Berlin, 2013. Ein international anerkannter Stararchitekt baut in der Hauptstadt
das höchste Wohnhaus Europas. Dort will er eine gesellschaftliche Utopie
verwirklichen: die Neokommune K 13. Begeistert kaufen Berlins kreativer
Mittelstand und einige Medien-Prominente Eigentumswohnungen in dem
schwellenfreien Bauwerk. Sie bevölkern die hauseigenen Einrichtungen wie das
Atrium mit Boutiquen und Shops, die Bank, die diversen Sporteinrichtungen und
Restaurants, sogar einen Kinderspielplatz auf dem Dach gibt es hier. Es fehlt an
nichts in diesem autarken, komplett in sich geschlossenen Gesellschaftssystem.
Ein isolierter Mikrokosmos mit vermeintlich besten Vorsätzen.
Bis ein
gellender Schrei und der Aufprall eines Körpers die Idylle der Gated Community
zerreißt. Das Hochhaus wird zum Schnellkochtopf für nachbarschaftliche
Feindschaften und ungehemmt wucherndes Schichtbewusstsein. Die moderne Groß-WG
regrediert im Zeitraffer zu einem Biotop für primitive Lebensformen. Wie unter
Bann verlässt niemand mehr das Haus, und schnell bildet sich eine existenzielle
Hierarchie zwischen Penthouse und Pavement, deren Grabenkämpfe in
erbarmungslosen Schlachten an Stuhlbarrikaden eskalieren. Ein gigantischer
Abenteuerspielplatz für wild gewordene Erwachsene. |
Bemerkungen:
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Paul Plamper hat sich des gleichnamigen Romans von J. G. Ballard angenommen und
eine bedrückende Zukunftsvision geschaffen, die erschreckend glaubwürdige Züge
besitzt. Die wenig versteckte Gesellschaftskritik fokussiert sich hier auf ein
Hochhaus, in dem alle Schichten in einem quasi geschlossenen System gemeinsam
leben. Ein Projekt, das recht bald auf dem Ruder läuft. Es geht mit kleinen
Querelen los und wächst sich zum Chaos aus.
Die Geschichte ist fast
durchweg gut, verliert aber irgendwie im dritten Teil etwas die Spur. Was
eigentlich ungewöhnlich ist, denn die Entwicklung ist dort eigentlich die mit
der meisten Spannung. Dennoch überzeugen Teil 1 und 2 irgendwie mehr.
Von
der Umsetzung ist dieses Hörspiel schon etwas seltsam. Es klingt sehr "drauf
los"-produziert. Die Sprecherleistungen besitzen eine - für ein Radiohörspiel -
ungewohnte Bandbreite von recht schlecht bis richtig gut. Offenbar hat man sich
hier nicht lange mit Wiederholungstakes aufgehalten. Es wertet das Hörspiel zwar
nicht großartig ab, hinterlässt allerdings einen etwas faden
Beigeschmack.
"Hochhaus" ist ein Hörspiel, bei dem man die Qualität nicht
wirklich fassen kann. Die Geschichte ist - gerade in den ersten Teilen - extrem
gut und lässt einen auch kaum los. Dennoch gibt es einige Schwächen zu
verzeichnen. Dennoch - man sollte dem Hörspiel eine Chance geben, denn das
Positive überwiegt deutlich! Und vor allem denk dran: "Auch du bist Hochhaus!"
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