Horror-Haus (2) Don E.
Mystery-Hörspiel von Sönke Strohkark

Illustration & Cover: Tobias Greber und Christoph
Böske von 18-Frames
Musik und Regieassistenz: Ralf Pantel
Buch, Regie & Produktion: Sönke Strohkark
ferar4ears
2010
97 Min. zzgl. Outtakes
Steve
Wilkens: Ron Matz
Cindy Peacock: Marlene Habeck
Don E.: Jan Krogmann
David Bernett: Christian Senger
Davids Nachbar: Andreas Lorger
Ivan Stepanov: Matthias Ziegann
Sandra Bernett: Maja Bethge
Eddie Thompson: Markus Haase
Mona Richport: Hedi Kriegeskotte
Mary Harper: Julia Primavera
Carol-Lynn Rosewood: Karen Schulz-Vobach
Brian Gasby: Dirk Hardegen
Mike Simmons: Hans-Henning Stober
Dwayne Sattler: Sönke Strohkark
James Goldstein: Christoph Haase
Junger Eddie Thompson: Nick Nagel
Julia Bernett: Maren Böhnke
Raymond Clark: Martin Sabel
Wie weit
würdest
Du gehen, um Deinen Traum zu erfüllen? Der erfolglose
Schauspieler
David Bernett denkt, er würde die Antwort auf diese Frage
bereits
kennen. Doch erst, als er den Geschäftsmann Don E. trifft,
wird
ihm von Auftrag zu Auftrag klarer, wie weit er in Wirklichkeit bereit
ist zu gehen.
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Bemerkungen:
Das zweite Dogma-Mystery-Hörspiel aus dem Hause "fear4ears"
ist
da! Wie schon in Teil 1 gibt man sich ordentlich Mühe, eine
gewisse Eigenständigkeit im - nicht gerade selten bedienten -
Gruselhörspielbereich zu erhalten. Dabei helfen unter anderem
die
selbst auferlegten Regeln. Diese sorgen aber auch
dafür, dass
die Erstellung des Hörspiels nicht gerade einfach wird.
Zum einen verzichtet man auf einen Erzähler. Damit steigen die
Anforderungen an das Skript, da sich für den Hörer
alles aus
den Dialogen ergeben muss. Das birgt dann wiederum die Gefahr, dass
diese zu lange und zu unecht geraten. Aber beide Hürden werden
hier gut gelöst. Die Dialoge ziehen sich keineswegs und sie
wirken
auch - in Kontext der Geschichte - recht authentisch.
Der Plot ist sehr unterhaltsam und - trotz einer Spieldauer von 97
Minuten - zu keiner Minute langweilig. Die selbstauferlegte
Regel, kein Happy End zu verwenden, nimmt zwar ein wenig die Vorfreude,
mit einem cleveren Kniff gelingt es aber, den Hörer doch noch
zu
überraschen. Kleinere Schwächen gibt es eigentlich
nur in den
einzelnen Lektionen von Don E. bzw. in der Aufgabenlösung
durch
David Barnett. Das funktioniert oft zu leichtgängig oder ist -
wie
das merkwürdig gereimte Rätsel - etwas zu
lösungsorientiert dargestellt.
Ebenfalls eine selbst auferlegte Hürde sind die selbst
erstellten
Geräusche. Hier kommen keinerlei Archivsounds zu
Gehör. Eine
Fleißaufgabe, die sich lohnt. Zum einen klingen die
verwendeten
Geräusche recht originalgetreu, zum anderen wirken sie auch
nicht
abgedroschen. Dazu sorgen auch atmosphärisch sehr gute
Musikstücke für eine passende Kulisse. In Sachen
Untermalung
ist das Gesamtpaket sehr stimmig.
Wie auch schon beim ersten Teil sorgen zwar viele unbekannte, aber
durchaus gut agierende Sprecher dafür, dass die Geschichte gut
erzählt wird. Allerdings konnte man hier auch den einen oder
anderen größeren Namen verpflichten, die das
Ensemble
nominell aufwerten. Die Riege wirkt insgesamt harmonisch, ein
großes Leistungsgefälle gibt es nicht.
Auch wenn -
Vielleicht auch gerade weil - man hier nicht die erste Garde der
Synchronsprecher zu hören bekommt, wirkt dieses
Hörspiel
erfrischend anders.
Nachdem man mit dem ersten Teil der Reihe schon einen mehr als soliden
Einstand feiern konnte, legt man mit "Don E." noch ein Schippchen
drauf. Eine stimmige und unterhaltsame Gruselgeschichte, die sich sehr
positiv aus der Konkurrenz im Genre abhebt, weil sie eben in vielen
Bereichen eigene Wege geht. Das Ergebnis ist in sich jedenfalls sehr
stimmig und hat mich richtig gut unterhalten.
Meine
Wertung: + + + +
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Exclusiv
bei
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