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Monsieur Vernet - Von allen Seiten betrachtet

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Jules Renard, hr 2004


Werner Wölbern; Bild: hr / Eberhard Krieger
Jules Renard (1864-1910) hat kein allzu umfangreiches Werk hinterlassen. Es besteht aus einigen Romanen, aus Theaterstücken, die zum Teil Bühnenfassungen dieser Romane sind, aus wenigen literaturkritischen Arbeiten und aus einem Tagebuch, das die Jahre 1887 bis 1910 umfasst. Und doch ist sein so prägnanter wie reduzierter Stil unnachahmlich geblieben und hat Autoren wie Proust, Gide, Sartre, Hofmannsthal und Tucholsky beeindruckt. Bereits in seinem 1892 publizierten Roman "L´écornifleur" (Der Schmarotzer) begegnet man Monsieur Vernet, seiner Frau sowie Monsieur Henri, von dem man nicht so genau weiß, ob es sich um einen charmanten jungen Dichter oder um einen Schmarotzer handelt. Monsieur Vernet hat Henri beim Fechten kennen gelernt und seiner Frau vorgestellt, zusammen mit der Nichte Marguerite und Madames Schwester Pauline nehmen sie Henri mit in die Sommerfrische - und das Spiel beginnt: Im Stil einer zwanglosen Plauderei werden in messerscharfen Dialogen alle möglichen Figuren- und Liebeskonstellationen ausgelotet. Heinz von Cramer hat dieses 1903 uraufgeführte Stück erstmals ins Deutsche übersetzt und - von allen Seiten betrachtet, indem er es in einer typischen Theaterkulisse ansiedelt und dem Stück eine Dimension zufügt, die Renards Künstlerleben selbst maßgeblich bestimmte. So gibt es die erste Begegnung des Autors mit dem großen Schauspieler, die eher dilettantische Probe unter Freunden, die Theaterprobe, schließlich den Premierenabend, der als Apotheose in einen Traum mündend am Ende alle Ebenen wieder zusammenfügt.

Heinz von Cramer, 1924 in Stettin geboren, Regisseur, Autor und Komponist, lebte seit den 50er Jahren in Italien. Er starb am 24. März 2009 in Viterbo.

Ursendung: 11.07.2004


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