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Per Anhalter ins All Staffel 1

SF-Hörspiel - ein Hörspiel von Douglas Adams, BR / SWF / WDR 1982


⏰ 291 Minuten

🎬 Regie: Ernst Wendt

🎼 Musik: Frank Duval

🎤 Mit: Das Buch: Rolf Boysen
Arthur Dent: Felix von Manteuffel
Ford Prefect: Markus Boysen
Mr. Prosser: Wolfgang Hess
Lady Synthia: Doris Schade
Vogon-Kommandant: Peter Lühr
Zaphod Beeblebrox: Klaus Löwitsch
Trillian: Barbara Freier
Marvin, der melancholische Roboter: Martin Flörchinger
Eddie, der Bordcomputer: Ignaz Kirchner
Super-Äther-Galaxis-Reporter: Jürgen Hermann
Vogonwache / 'Eins' / Höhlenmensch: Joachim Höppner
Slartibadfaß: Dieter Borsche
Anrufbeantworter: Horst Raspe
Weltallwal: Bernhard Minetti
Deep Thought: Hans Reinhard Müller
Rummfondel: Hans-Günter Martens
Magikweis: Gerd Anthoff
1. Magratheaner: Michael Schwarzmaier
2. Magratheaner: Michael Gahr
3. Magratheaner: Joachim Wichmann
Benniemaus: Helmut Stange
Frankiemaus: Richard Beek
Polizist Shooty: Michael Habeck
Polizist Bangbang: Hartmut Becker
Oberjubler / Prophet Zarquon: Wolf Goldan
Lautsprecherstimme: Bernd Stephan
Archivstimme: Gerd Acktun
Garkbit, der Kellner: Alexander Malachovsky
Max Quourdelpien, Conferencier: Herbert Fleischmann
Kommandant: Hans Korte
'Zwei': Ulf Schuhmacher
Frisör: Ulf Wagner
Betriebswirt: Manfred Schott
Marketingspezialistin: Emely Reuer
Unterflottenkommandant: Eric P. Caspar
ein kleines pelziges Wesen aus dem Krebsnebel: Lisi Mangold

Der Reiseführer 'Per Anhalter ins All' ist populärer als 'Der himmlische Almanach für Haus und Heim', hat sich besser verkauft als '35 Sachen bei Schwerelosigkeit zu machen' und ist weiß Gott aufregender als Colon Couphids philosophische Bombenerfolge 'Wo Gott irrte', 'Noch mehr von Gottes Irrtümern' und 'Wer ist denn dieser Gott überhaupt'.

In vielen Zivilisationen am äußersten Ostrand der Galaxis hat der 'Anhalter ins All' die große 'Encyclopaedia Galactica' als wichtigste Fundgrube aller Kenntnisse längst überrundet. Das Urteil über unseren kleinen blauen Planeten ist vernichtend. Unter dem Stichwort 'Erde' stehen im 'Anhalter ins All' gerade mal zwei Worte: 'Größtenteils harmlos'. Für unser erdzentristisches Ego ist das natürlich ein harter Schlag. Untrennbar mit diesem Buch der Bücher ist die Geschichte Arthur Dents verbunden, der zunächst von seinem Schicksal soviel versteht wie ein Teeblatt von der Ostindiengesellschaft.


Die erfolgreiche Science-Fiction-Serie des Engländers Douglas Adams 'Per Anhalter ins All' beginnt damit, dass die Erde zugunsten einer interstellaren Expressroute einfach weggesprengt wird. Nur der naive Held Arthur Dent, einen Meter achtzig groß und äffischer Abstammung, entkommt der Baukolonne aus dem All - mit einem Bademantel bekleidet - durch die Hilfe seines Freundes Ford Prefect. Von dem erfährt Arthur just im Moment der größten Gefahr, dass dieser nicht wie er vom Affen abstammt, sondern von einem kleinen Planeten in der Nähe der Beteigeuze kam, um für die Neuauflage der großen 'Encyclopaedia Galactica' einen erweiterten Artikel über den kleinen blauen Planeten Erde zu schreiben.

Bei seinen extraterrestrischen Begegnungen trifft Arthur Dent immer wieder auf Charaktere und Verhältnisse, die ihm von der Erde bestens vertraut sind. Zum Beispiel Zaphod Beeblebrox, Präsident und Playboy, der über ein dermaßen gesegnetes Selbstbewusstsein verfügt, dass er zwei Köpfe braucht, es zu bergen. Oder Marvin, der hyperintelligente, aber manisch depressive Android. Marvin ist so langweilig, dass er allein durch seine Anwesenheit Mensch und Maschine in den Selbstmord treiben kann. Sein Gegenbild verkörpert Eddie, der Bordcomputer eines Raumschiffs, der alle Anwesenden mit seiner endlos guten Laune tyrannisiert.

Die unfreiwillige Reise des Anhalters Arthur Dent beschäftigt sich auf höchst skurrile Weise mit den elementaren Fragen des Lebens und des Universums, die scheinbar beantwortet, anschließend jedoch mit schöner Regelmäßigkeit ad absurdum geführt werden. Zum Beispiel die Frage nach dem Sinn des Lebens. Um darauf die letzte Antwort zu erhalten, bauten die Bewohner einer weit entfernten Galaxis in grauer Vorzeit 'Deep Thought', den größten Computer des Universums. 'Deep Thought' rechnete siebeneinhalb Millionen Jahre lang. Dann war er endlich soweit, die mit Spannung erwartete Antwort zu geben. Sie lautete: '42'.

Adams' Abenteurer streifen durch die Weiten der Sonnensysteme und karikieren die Science Fiction von Jules Verne über H. G. Wells bis Isaac Asimov und Stanislaw Lem. Intergalaktisches Remmidemmi und technologisches Brimborium - Markenzeichen der gängigen anglo-amerikanischen Science-Fiction - werden von angelsächsischer Ironie auf die Hörspielschippe genommen. Die spannende, bunte Handlung, humorvolles Augenzwinkern und irre Soundeffekte machen diese Science-Fiction-Satire zu einem intergalaktischen Hörerlebnis.

Am Anfang der ungewöhnlichen Hörfunkserie 'Per Anhalter ins All' stand der (un)glückliche Abschluss einer Sauftour des Autors. Der trampte vor vielen Jahren durch Europa, torkelte eines Nachts sturzbetrunken über einen Zeltplatz bei Innsbruck, kippte ob seines desolaten Zustandes um und fiel auf den Rücken. Da lag er nun, Douglas Adams, ehemaliger Krankenhauspförtner, Baustellen-Handlanger und Bodyguard, zählte die Sterne und hatte eine Idee. Irgendwo dort draußen mussten ähnliche Wesen leben. Doch wie Kontakt zu ihnen finden? Klarer Fall: per Anhalter. Also sollte doch jemand mal einen (Reise-)Führer 'Per Anhalter ins All' schreiben. Den umwerfenden Erfolg dieser Idee hatte sich Douglas Adams wahrscheinlich trotz aller Fantasie und Erfindungsgabe nicht vorstellen können. 'Per Anhalter ins All' war die Initialzündung zu einer beeindruckenden Schriftstellerkarriere.
Noch vor den Romanen entstand in Großbritannien eine Radio-Serie für die BBC - sie wurde die erfolgreichste Hörspiel-Serie in der Geschichte des Senders. 1981 produzierten der Bayerische Rundfunk, der Südwestfunk und der Westdeutsche Rundfunk gemeinsam eine deutsche Version der BBC-Hörspielreihe.

'Per Anhalter durch die Galaxis' schoss 1979 innerhalb einer Woche auf Platz 1 der Bestseller-Liste und wurde in kürzester Zeit zum Kultbuch einer ganzen Generation. Douglas Adams gilt seitdem als einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens. Die Weltraumodyssee wurde zuerst als Hörspiel konzipiert, bevor sie gedruckt, als Bühnenstück aufgeführt, als Schallplatte aufgenommen, als Fernsehserie gedreht und als Computerspiel programmiert wurde. Ein Kinofilm ist - nach jahrelanger Planung und leider auch nicht mehr zu Lebzeiten Adams - erschienen.


1 - Schluß mit der Erde (48:42)
Arthur Dents Haus soll abgerissen werden, um einer Schnellstraße Platz zu machen, aber damit nicht genug: die ganze Erde soll für eine intergalaktische Schnellstraße gesprengt werden ! Arthur und seinem außerirdischen Freund Ford Prefect gelingt die Flucht in einem der vogonischen Bauraumschiffe.

2 - Roboter und Doppelkopf (49:31)
Nachdem unsere Freunde mit einem vogonischen Gedicht gequält wurden, sind sie aus dem Raumschiff geworfen worden. Da plötzlich rettet sie ein Raumschiff, das mit dem neuen Unwahrscheinlichkeitsdrive ausgestattet ist. Zudem trifft man dort alte Bekannte wieder.

3 - Das Mädchen und der Wal (58:59)
Arthur und Ford fliegen mit Zaphod, Trillian und Marvin durchs All und finden zufällig (wie auch sonst) den sagenumwobenen Planeten Magrathea, dessen Bewohner Planeten konstruieren, so auch die Erde.

4 - Der Kongreß der Mäuse (50:56)
Als sie erfahren, dass eigentlich die Mäuse die heimlichen Herrscher des Universums sind und nicht andere Wesen, treffen sie einige von ihnen und erfahren mehr vom Leben und vom Universum. Sie machen sich auf die Reise zum Restaurant am Ende der Galaxis.

5 - Ein Tango am Ende der Welt (50:14)
Nachdem der Computer auf Magrathea explodiert ist, gelangen unsere Freunde zufällig zum Restaurant am Ende des Universums. Dort stehlen sie ein Raumschiff, mit dem sie dann in die Sonne rasen! Allerdings entkommen sie natürlich auch 'zufällig' von hier und erleben weitere absurde Abenteuer.

6 - Die Erde hat uns wieder (58:41)
2 Millionen Jahre in die Vergangenheit geschleudert, werden die Reisenden auf ein Arche-Raumschiff mit lauter nutzlosen und idiotischen Lebewesen versetzt, das letztendlich auf der prähistorischen Erde landet. Dort erfahren sie dann die Frage auf die alleserklärende Antwort.


hoerspielTIPPs.net:
«Tja, was kann man bei Douglas Adams schon groß falsch machen. Nicht viel, auch wenn hier die Umsetzung etwas hinter dem Original-Radiohörspiel zurückbleibt.

Als Vorlage dienten hier die Romane Adams, die wiederum auf der Radiohörspielserie der BBC basieren. Die Handlung ist am Anfang noch identisch, es ändert sich erst eklatant nach der Umsetzung von 'Das Restaurant am Ende des Universums'.

Insofern sind die ersten sechs Folgen sowohl mit den Büchern, als auch mit der Radioserie der BBC weitestgehend vergleichbar.

Der Großteil der Gags findet sich auch in diesem Hörspiel wieder. Hier und da, hat man Änderungen vorgenommen, die sich mir absolut nicht erschließen. Der ein oder andere Gag wurde durch einen anderen ersetzt, der selten auch nur ansatzweise das Niveau des ursprünglichen Witzes erreicht. Das ist im Regelfall auch nicht damit zu erklären, dass die Pointe nur in Englisch zünden würde. Ein kleines Mysterium dieser Hörspielbearbeitung, die zwar auffällig ist, aber zum Glück nur Einzelfälle betrifft, die nicht das ganze Hörspiel nach unten ziehen.

Dort wo man sich an Adams Original orientiert, ist alles bestens. Die Gags sind zeitlos und funktionieren heute noch wie vor dreißig Jahren.

Ein echtes Highlight ist die Musik von Frank Duval. Die ist - auch wenn Sie sich nur auf wenige wiederkehrende Melodien beschränkt - sehr passend. Sie trennt die Erzählphasen des Buches perfekt und auch wenn die Synthie-Klänge heute etwas antiquiert wirken, kann ich mir für diese Aufgabe keine bessere Untermalung denken.

Für diese große Produktion hat man natürlich auch eine exzellente Besetzung gewählt. Herausragend ist hier vor allem Klaus Löwitsch als Zaphod Beeblebrox. Aber auch gerade in den kleineren Rollen hat man für sehr schöne Auftritte gesorgt. Beispielsweise Dieter Borsche als Slartibartfaß oder Bernhard Minetti als Wal, dem nur ein sehr kurzes Leben vergönnt ist.


Auch wenn die Bearbeitung hier und da den eingefleischten Adams-Fan mit den Zähnen knirschen lässt, der 'Anhalter' ist auch in dieser Form ein MUSS! Der zeitlose Humor, die fantasievolle Geschichte, die erstklassige Musik, die opulente Umsetzung machen diese Hörspielproduktion zu einem Evergreen.»

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Ursendung: 28.12.1981


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