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Radiotatort (41) Blutoper

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Christine Lehmann, Alfred Marquart, SWR 2011


⏰ 54 Min.

🎬 Regie: Mark Ginzler

🎼 Musik: Peter Kaizar

🎤 Mit: Xaver Finkbeiner: Ueli Jäggi
Nina Brändle: Karoline Eichhorn
Sara Bellamonte: Stephanie Kellner
LaMotte: Wolfgang Pregler
Wendelin Krieg: Gerhard Fehn
Fleur Krieg: Franziska Beyer
Jaromir: Jens Wawrczeck
Hörfunkdirektor: Bernhard Hermann
Eva Behrmann, Tobias Graupner, Gertraud Heise, Peter Kaizar, Bernhard Leute, Sebastian Mirow, Bodo Primus, Andreas Helgi Schmid

Stephanie Kellner, Ueli Jaegg und Karoline Eichhorn; Bild: SWR/Mathis Aubert
Wurstfabrikant Wendelin Krieg wird als Sponsor auf der Pressekonferenz der „Blutoper“ begrüßt. Mit ihm auch Sarah Bellamonte, die Hauptdarstellerin. Als sie einen Handyanruf bekommt, verlässt sie wütend den Saal. Im Raum sitzen neben Sicherheitskräften zwei verdeckte Ermittler, weil es anonyme Morddrohungen gegen die Star-Sopranistin gab. Gegen Abend wird im Kaiserdom zu Speyer eine blutüberströmte Frauenleiche gefunden. Hat jemand versucht die „Blutoper“ live zu inszenieren? Hauptkommissarin Anke Held von der Kripo Ludwigshafen ermittelt.

Christine Lehmann, geboren 1958 in Genf, lebt als Autorin und Nachrichtenredakteurin in Stuttgart. Sie schrieb zahlreiche Romane, Sachbücher und Essays. Lehmanns Bücher standen mehrmals auf der KrimiWelt-Bestenliste. „Blutoper“ ist ihr dritter Radio Tatort für den SWR.

hoerspielTIPPs.net:
«Der SWR-Tatort ist ja - nicht nur aufgrund der verwandten Sprache - einer der mit der Region am stärksten verbundenen Ausgaben dieser Reihe. Es gelingt hier auch immer spezielle Örtlich- oder Begebenheiten einzubinden, die dem jeweiligen Fall einen recht reellen Touch geben.
Bei "Blutoper" nutzt man die "Schwetzinger Festspiele", eine traditionelle Veranstaltungsreihe, bei der der SWR auch als Veranstalter fungiert. In diesem Kulturmilieu legt man die Geschichte um Operdiven, gekränkte Eitelkeiten und Mord und Totschlag an. "Blutoper" kommt mit viel Humor und Augenzwinkern daher, was einen interessanten Kontrast zum doch eher ernsten Krimiplot bildet. Die Kluft ist allerdings recht groß, so dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte ein wenig auf der Strecke bleibt.

Man gibt sich alle Mühe, das Hörspiel originell und unterhaltsam zu erzählen. Auffälligstes, wenngleich auch befremdlichstes Merkmal ist der Einsatz der singenden Erzählstimmen des Vokalensembles Stuttgart. Das gibt dem Ganzen sogar einen fast albernen Anstrich und unterstreicht den humorigen Aspekt dieser Produktion. Auf der ernsteren Seite stehen die Verbrechen, eine Entführung und zwei Todesfälle, bei denen der etwas verstörte Bühnenarbeiter Jaromir zumindest die Hände im Spiel hat. Dieser wird von Jens Wawrczeck gespielt, der nun mal leider diese Schublade im Radiohörspiel bewohnt; Leider, weil man bei seinem großen Können auch gerne und öfter in anderen Rollen hören würde.

Neben dem schon gut eingespielten Duo Jäggi / Eichhorn sind unter anderem auch noch Stephanie Keller und Gerhard Fehn zu hören. Auch deren Charaktere strotzen vor Klischee, das die beiden Schauspieler aber sehr unterhaltenswert ausfüllen.


Insgesamt ist "Blutoper" deutlich weniger dramatisch, als es der Titel vermuten lässt. Im Gegenteil, hier geht es schon mit ungewöhnlich viel Humor zur Sache. Der ernste Krimiplot will dazu irgendwie so gar nicht passen und so verliert sich diese Produktion etwas zwischen den beiden Extremen. Hier sollte man künftig etwas mehr Wert auf Stimmigkeit legen. Aber immerhin gelingt es dem SWR, einen etwas anderen Radiotatort zu erzählen.»

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