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Teufelsfrucht

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Tom Hillenbrand, DLR 2013


⏰ 55 Min.

🎬 Regie: Martin Engler

vlnr: Hans-Jochen Wagner, Steve Karier, Dieter Fischer, Martin Engler; Bild: Deutschlandradio / Sandro Most
Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er Gästen Huesenziwwi oder Bouneschlupp serviert. Als ein renommierter Pariser Gastrokritiker im Lokal tot zusammenbricht, steht der Sternekoch unter Mordverdacht. Als Tage später sein alter Lehrmeister verschwindet, beschließt Kieffer, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, schmackhafte Frucht, gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die unter Konkurrenz- und Qualitätsdruck stehende Gourmetszene ein.

Tom Hillenbrand, 1972 in Hamburg geboren, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei "Spiegel Online". Lebt in München. "Teufelsfrucht" (2011) ist sein erster Roman. 2012 erschien sein zweiter kulinarischer Krimi "Rotes Gold", 2014 folgte "Tödliche Oliven"

hoerspielTIPPs.net:
«Am 16. September 2013 sendet Deutschlandradio Kultur erstmals das Hörspiel “Teufelsfrucht”, das Martin Engler nach Tom Hillenbrands gleichnamigem Romandebut geschrieben und inszeniert hat.

Im Lokal des aus der “Sterne”-Szene ausgestiegenen Kochs Xavier Kieffer kommt ein Gast ums Leben. Es handelt sich um einen bekannten Restaurantkritiker. In dessen Auto findet man die Visitenkarte von Xavier, was den Koch in den Kreis der Verdächtigen rückt. Xavier begibt sich selbst auf die Spur und gerät in ein Netz von Intrigen rund um Ernährungskonzerne, Sterneköche und eine geheimnisvolle unbekannte Frucht.

“Teufelsfrucht” ist ein solider Krimi, der seine Besonderheiten in den beiden prägenden Elemtenten der Kulisse hat. Zum einen das “Koch-Milieu”, zum anderen die grenzüberschreitenden Ermittlungen mit einem sehr europäisch-vierfältigen Figurenkabinett. Das verschafft dem Stück eine besondere Stimmung, die auch durch die guten Schauspieler getragen wird. Deren Akzente sind zwar manchmal etwas über dem Soll, es führt aber zum Glück nicht dazu, dass das Hörspiel zu einer Farce verkommt.

Man muss allerdings auch etwas mit dem Milieu anfangen können. Der Plot ist doch sehr auf das Genre und die Hauptfigur zurechtgebogen und wirkt so etwas zu gestellt.

Es war eine Frage der Zeit, wann das “Kochen” auch im Krimi Einzug hält. Selbst den hochrangigen DLR-Krimi hat es nun erwischt. “Teufelsfrucht” bringt einen neue Farbe ins Genre, die Atmosphäre bietet eine Abwechslung zum Krimieinerlei. Wenn man mit dem Thema aber nicht viel anfangen kann, wird sich der Hörgenuss etwas in Grenzen halten. Insofern würde ich hier eine bedingte Hörempfehlung aussprechen wollen.»

Vorstellung im OhrCast


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