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Draußen vor der Tür

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Wolfgang Borchert, Radio München 1948


Die versuchte Heimkehr des Unteroffiziers Beckmann aus dem Krieg ist die Geschichte einer ganzen Generation von jungen Männern nach 1945. Beckmann sucht einen neuen Anfang, geleitet, immer wieder angetrieben und ermutigt von der Figur des „Anderen“, der als sein aktiveres, lebensbejahendes Alter Ego gelten kann. Doch überall bleibt Beckmann „draußen vor der Tür“. Als ihn ein Mädchen mitleidig zu sich nach Hause nehmen will, erscheint unerwartet deren zum Krüppel gewordener Mann aus dem Krieg. Die Elbe nimmt Beckmanns Selbstmord nicht an, eine zivilbürgerliche Existenz scheint ausgeschlossen, der Oberst nimmt die Verantwortung für Kriegsverbrechen nicht zurück und „der alte Mann, der sich Gott nennt“ schweigt. „Gibt denn keiner, keiner Antwort?“ – der Verzweiflungsschrei des schwer lädierten Beckmann trifft Mentalität und Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Autor Wolfgang Borchert, Kriegsheimkehrer mit schweren gesund- heitlichen Schäden, konnte die Ursendung seiner Hörspieladaption (NWDR 1947) nicht hören, weil der Stadtteil in Hamburg, in dem er sich gerade befand, Stromsperre hatte. Die Radioausstrahlung führte zu Hunderten von begeisterten Hörerbriefen und machte Borchert kurz vor seinem Tod über Nacht bekannt. Draußen vor der Tür wurde der erste große Erfolg in der Hörspielgeschichte der Nachkriegszeit, mit Folgeproduktionen von Radio München, DRS und Deutsche Welle.

Ursendung: 14.04.1948


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