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Das Erdbeben in Chili

ein Hörspiel von Heinrich von Kleist, u. v. a., WDR 2011


Jeronimo und Josephe lieben sich leidenschaftlich, aber diese Liebe verstößt gegen alle Konventionen und fordert am Ende sogar ihr Leben. Eine tragische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Katastrophe.

In der Novelle „Das Erdbeben in Chili“, die Heinrich von Kleist 1807 schrieb, hallen die gesellschaftlichen Erschütterungen seiner Zeit wider. 1755 hatte das verheerende Erdbeben von Lissabon den Glauben der Zeitgenossen an eine vernünftige und gottgewollte Ordnung dieser Welt ins Wanken gebracht. 50 Jahre später und mit den Erfahrungen der französischen Revolution vor Augen reflektiert Kleists Erzählung den Schock eines solchen Ereignisses neu. Denn die Tragödie, in der „Das Erdbeben in Chili“ mündet, ist nicht eine Folge der Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis menschlichen Handelns und ideologischer Verblendung. In der Montage von Kleists Novelle mit zeitgenössischen Texten zeigt sich das 18. Jahrhundert als historischer Spiegel für aktuelle Fragestellungen. Kleists berühmte Erzählung zieht alle Register der Gefühle und ist in ihrer Widersprüchlichkeit unerhört modern.



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